Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 11°C

Drei sind auch beim Tango einer zu viel

Hier sind offenbar große Gefühle im Spiel: Die argentinischen Tango-Tänzer Esteban Domenichini, Melody Celatti und Dabel Zanabria (v.l.) posen auf der Terrasse des Oosten. Anfang Juli gastieren sie mit dem Musical „Tanguero“ in der Alten Oper. Foto: Bernd Kammerer Hier sind offenbar große Gefühle im Spiel: Die argentinischen Tango-Tänzer Esteban Domenichini, Melody Celatti und Dabel Zanabria (v.l.) posen auf der Terrasse des Oosten. Anfang Juli gastieren sie mit dem Musical „Tanguero“ in der Alten Oper.
Frankfurt. 

Mit zartem hautfarbenem Spitzenbody, Netzstrümpfen und 14 Zentimeter hohen Schuhen und einem weißen fließenden Seidenrock sitzt Melody Celatti mit ernstem Gesicht auf einer Holzbank auf der Terrasse des Oosten zwischen Main und EZB. Langsam hebt sie das linke Bein kerzengerade so hoch, dass es ihre zarte Schulter berührt. Ein paar Meter weiter poliert Esteban Domenichini schwarze Lackschuhe und gelt seine schwarzen Haare mit geübtem Griff, rückt den weißen Kragen am schwarzen Hemd zurecht und blickt sehnsüchtig über den Main. Dabel Zanabria steht kerzengerade auf weißen Schuhen, wirft den Kopf nach hinten, macht eine schnelle Drehung nach links, fährt sich dabei durch die kurzen gescheitelten schwarzen Haare.

Die drei Darsteller des in die Alte Oper zurückkehrenden Tango-Musicals „Tanguero“ sind bereit für ihre Rollen als Giselle, Gaudencio und Lorenzo. Giselle kommt als Immigrantin nach Buenos Aires ins berüchtigte Hafenviertel La Boca, gerät in die Prostitution. Der Kampf zwischen Zuhälter Gaudencio und Hafenarbeiter Lorenzo um die schöne Tänzerin nimmt seinen Lauf . . .

„Privat sind wir ein Paar“, erzählt Domenichini hinter vorgehaltener Hand und lächelt Celatti sanft an. Die Innigkeit, die sie auf der Bühne verbreiten, wird noch tiefer. Die blauäugige Celatti war schon Weltmeisterin im Bühnentango, Zanabria und Domenichini arbeiten auch als Choreographen und Schauspieler.

Das Frankfurter Bahnhofsviertel finden sie spannend, geben die Drei zu. „Häuser für Prostitution sind in Argentinien illegal und böse Zungen behaupten, dass in Argentinien der Staat hinter Prostitution stecke. Wären die Häuser wie in Frankfurt legal, könnte ja auch jeder andere davon profitieren“, erklärt Domenichini.

Seit 16 Jahren tourt „Tanguero“ aus Buenos Aires um die Welt, vom 6. bis 8. Juli tritt das 20-köpfige Ensemble in der Alten Oper auf – begleitet von einem Tango-Sextett.

 

(bi)
Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse