Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Ein Film, der an die Grenzen geht

Regisseur Jakob M. Erwa (Mitte) mit den Hauptdarstellern Svenja Jung und Jannik Schümann im Cinema am Roßmarkt. Foto: Leonhard Hamerski Regisseur Jakob M. Erwa (Mitte) mit den Hauptdarstellern Svenja Jung und Jannik Schümann im Cinema am Roßmarkt.
Frankfurt. 

Ein Buch zu verfilmen, das von so vielen Menschen geliebt und verehrt wird und das eine ganze Generation prägte, war eine Herausforderung“, resümierte Regisseur Jakob M. Erwa über sein Werk „Die Mitte der Welt“, das im Kino Cinema am Roßmarkt Premiere feierte.

Über acht Jahre bemühte sich der Österreicher um die Filmrechte am gleichnamigen Erfolgsroman von Andreas Steinhöfel . Wie im Buch dreht sich auf der Leinwand alles um das nicht immer einfache Erwachsenwerden auf dem Land, um dunkle Familiengeheimnisse und das Gefühlschaos, in das ein Siebzehnjähriger gerät, als er mit einem neuen Mitschüler eine Affäre beginnt.

Schauspieler und Synchronsprecher Jannik Schümann („Die drei ???“) verkörpert den schwulen und ziemlich attraktiven Klassenneuling und hat im Film mehrere Nackt- und Sexszenen. „Es waren meine ersten Szenen dieser Art überhaupt. Ich war wahnsinnig aufgeregt, hatte richtig Bammel“, gab der 24-Jährige zu. Eine schöne Liebesgeschichte, ästhetisch, berührend und auch lustig sei es geworden: „Dort, wo wir den Film gezeigt haben, flossen bei einigen Tränen.“

Svenja Jung („Unter uns“), im Film die beste Freundin des siebzehnjährigen Helden Phil, wurde im Kino-Foyer umringt von Familie und Freunden, die 23-Jährige ist in der Nähe von Limburg aufgewachsen.

„Frankfurt kenne ich daher sehr gut, die Stadt fühlt sich ein bisschen wie Zuhause an.“ Unter 1200 Jugendlichen war die Jungschauspielerin für die Rolle gecastet worden, und auch sie schwärmte: „Regisseur Jakob M. Erwa hat uns große Freiheit gelassen, etwas, was man in der Szene merkt, wo Phil, gespielt von Louis Hofmann, und ich uns gegenseitig mit bunten Kuchenstreuseln beschmieren. Wir haben viel gelacht.“ Erst Tage zuvor schloss die Schauspielerin einen Dreh an der Nordsee für die ZDF-Buchverfilmung „Ostfriesenkiller“ ab, in der sie ein geistig behindertes Mädchen darstellt. Auch Kollege Jannik Schümann bemerkt Wurzeln in der Mainstadt, zwei Filme hat er hier bereits gedreht. Der jüngste kommt im März unter dem Titel „Jugend ohne Gott“ in die Kinos. „Ich bin ein Fan des Thai-Restaurants gegenüber dem Hotel ’Roomers’“, bewies er Ortskenntnis. Bevor es im Kinosaal dunkel wurde, wollte der Regisseur noch eines loswerden: „Der Film ist so geworden, wie ich das Buch gelesen habe. Verkürzt hier und da, aber sein Geist ist erhalten geblieben.“ fai

Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse