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Kinopremiere von „Monsieur Pierre geht online“: Ein Franzose in Frankfurt

Kam zur Premiere seines neuen Films: Yannis Lespert. Foto: Bernd Kammerer (Pressedienst Kammerer, 60431 Fra) Kam zur Premiere seines neuen Films: Yannis Lespert.

Er tritt in große Fußstapfen als zweiter Hauptdarsteller in der französischen Kinopremiere „Monsieur Pierre geht online“ im Cinema am Rossmarkt. Yannis Lespert (27) setzt sich lässig in die Bar vor das Filmplakat mit Pierre Richard , dem „Großen Blonden“, der mittlerweile ergraut ist. „Wir mochten uns auf Anhieb“, sagt der grünäugige Lespert und zeigt seine weißen Zähne. Er greift nach einem Laptop und lacht. „Pierre hat wirklich Pech mit Computern, die Maschinen mögen ihn einfach nicht“.

Richard habe zwar ein Handy, vergesse aber dauernd seine Passwörter. „In Belgien hat er aus Versehen seine Mail-App gelöscht. Ich habe sie neu installiert und ihn nach seinem Passwort gefragt. So was habe er nicht, war die Antwort und so musste ich seine Frau anrufen, eine Liste mit allen möglichen Passwörtern kommen lassen und nach zwei Stunden war alles wieder okay“, so Lespert. „Mittlerweile wohnen wir in Hotels auf derselben Etage, möglichst nah aneinander. Da geht der technische Support schneller.“

Die Komödie spiegelt die beiden wider. Der einsame Rentner Pierre (Pierre Richard) wird von seiner Tochter Sylvie (Stéphane Bissot ) mit dem erfolglosen Schriftsteller Alex (Yaniss Lespert) bekannt gemacht, der ihn in die Welt des Internets einführen soll. Als der Rentner auf einem Datingportal landet und sich mit Alex Identität an die hübsche Flora (Fanny Valette ) ran macht, kommt es zu Liebesirrungen und Wirrungen. Alex und Pierre sind in sie verliebt und Flora verliebt sich in Alex.

„Datingportale finde ich im Prinzip gut“, meint Lespert, während er zu einem Glas Weißwein greift. Nach einem Schluck fügt er hinzu, „aber meine Freundin hat was dagegen“. Ihren Namen möchte er lieber nicht verraten.

Lespert hat bereits mit sechs Jahren als Kinder-Fotomodell gearbeitet und wurde bei einem Straßencasting entdeckt. Er hat acht Filme gedreht und zehn Jahre lang in einer französischen Fernsehserie mitgespielt. Der Sohn einer Anwältin und eines Theaterschauspielers besitzt eine eigene Produktionsfirma, macht Technik und Produktion. „Als nächstes möchte ich Regie führen“, erzählte der smarte Pariser. Sein älterer Bruder Jalil sei ebenfalls Schauspieler und habe schon einen César gewonnen. Das wünscht er sich auch. Begeistert ist Lespert von den Fragen der Zuschauer. „Sie lachen nicht nur viel und reagieren super, sondern sie wollen auch alle wissen, wie es ist, mit Pierre Richard vor der Kamera zu stehen. Toll natürlich, wir haben ein Super-Verhältnis.“ Leider frage niemand Richard, wie es sei, mit mir vor der Kamera zu stehen, meint er selbstironisch. „Da könnte er sagen, einfach toll. Der sieht genauso aus wie ich, als ich jünger war.“

In Frankfurt war Lespert noch nie. „Dass Parkhäuser hier Jetons statt Karten haben, hat mich sehr überrascht“, wundert er sich. „Das habe ich noch nie gesehen. Toll ist es aber, auf der Autobahn zu fahren. Ein Traum“, meint der begeisterte Auto-Fan, während ein Mann ihn um ein Autogramm bittet. Ein bisschen heimisch fühlt er sich in der Stadt, sogar seine Cousine Sarah ist gekommen. „Sie wohnt drei Autostunden von Frankfurt entfernt und wir machen jetzt einfach einen Familienabend“, sagt Lespert und steuert mit ihr die Paninoteca in der Bleidenstraße an. Er in naturfarbenen Shorts und gleichfarbigem Polohemd mit grauen Sneakers und sie im langen Blümchenkleid.

(bi)
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