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Ein Leben für Afrikanerinnen

Virginia Wangare-Greiner (M.) mit Susanne Held (l.) und Beatrice Portoff vom Frauenclub IWC. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Virginia Wangare-Greiner (M.) mit Susanne Held (l.) und Beatrice Portoff vom Frauenclub IWC.
Frankfurt. 

Vor 15 Jahren erhielt sie bereits den Integrationspreis der Stadt für ihr Engagement. Gestern, am Internationalen Frauentag, nahm Virginia Wangare-Greiner , Gründerin des Maisha-Vereins, einer Selbsthilfeorganisation für afrikanische Frauen in Deutschland, den mit 6 000 Euro dotierten Elisabeth-Norgall-Preis entgegen. Der wird alljährlich vom IWC (International Women’s Club Frankfurt) verliehen.

Dieses Mal ging die Feierstunde nicht in der Mainmetropole, sondern in Offenbach über die Bühne. Übergeben wurde die Urkunde von der Vorsitzenden des IWC, Susanne Held , sowie ihrer Stellvertreterin Beatrice Portoff .

„Ich fühle mich sehr geehrt, diesen Preis zu bekommen“, so die 1959 in Kenia geborene Mutter von fünf Kindern. Mit ihrem Mann lebt sie seit 1986 in Frankfurt. Sie erinnert sich an ihre ersten Wochen und Monate in Deutschland: „Ich wusste nicht wohin, ich hatte keine Freunde.“ Das hat sich nun alles geändert.

Das Helfen steckt übrigens in ihr. Denn schon in Nairobi hat sich die Sozialarbeiterin und Hauswirtschaftsmeisterin für benachteiligte Mädchen eingesetzt. Später engagierte sie sich auch in ländlichen Projekten. Zwischen 1 000 und 1 500 Frauen unterstützt sie momentan mit ihrem Verein Maisha, was auf Deutsch so viel wie „leben“ heißt. Dabei geht es ihr auch darum, den Frauen vor Ort in ihren Ländern Informationen und Hilfe zukommen zu lassen.

„Ich werde das Preisgeld für die Aufklärungsarbeit vor Ort investieren“, so die fünffache Großmutter, die nach der Preisvergabe die Chance nutzte, um Werbung für ihren Verein zu machen. Er hat zum Ziel, afrikanische Frauen in ganz Deutschland in ihrer Selbständigkeit und finanziellen Unabhängigkeit zu fördern und ihnen die Integration zu erleichtern. Kurz: Um Hilfe zur Selbsthilfe.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist auch die Rückkehrhilfe für Frauen, die in Deutschland kein Bleiberecht erhalten oder sich zur freiwilligen Rückkehr in ihrer Heimat entscheiden.

(es)
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