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Übers schöne Trinken: Ein Prosit aufs neue Buch des ehemaligen FNP-Chefredakteurs Gefeller

Zwillingsbrüder? Werner D’Inka und Rainer Maria Gefeller stoßen in „Harry’s New York Bar“ auf ihre gute Zusammenarbeit an. Bilder > Foto: Michael Faust Zwillingsbrüder? Werner D’Inka und Rainer Maria Gefeller stoßen in „Harry’s New York Bar“ auf ihre gute Zusammenarbeit an.
Frankfurt. 

Manchmal hilft nur eins: sich die Dinge, wenn sie schon nicht schön sind, wenigstens schön zu trinken. Auf so schlichte Lebensweisheiten wollen die beiden Autoren des Buches „Schöner Trinken – Lassen Sie uns mal über Alkohol reden“, das jüngst im Societäts-Verlag erschienen ist, aber gar nicht hinaus. Es geht Rainer Maria Gefeller , bis vergangenen April Chefredakteur dieser Zeitung, und Werner D’Inka , Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, auch nicht darum, wieviel man am besten trinkt – sondern: wie und wo und mit wem.

Bei der Buchvorstellung in „Harry’s New York Bar“, einem wichtigen Schauplatz des Werks, beantwortete sich gestern zumindest die Frage nach dem Wo von selbst: „Hier begann alles, und hier haben wir beschlossen, das Buch zu machen“, erzählte Gefeller. Da erscheint es folgerichtig, dass für die Präsentation des knapp 170 Seiten starken Buchs ebenfalls diese Bar ausgesucht wurde.

„Beim Schreiben stand schon das ein oder andere Glas Rotwein neben mir“, bekannte D’Inka. Die Karikaturisten Achim Greser und Heribert Lenz , die kultige Bierdeckelkunst zum Werk beigesteuert hatten, halten es beim Zeichnen anders. „Aber sobald der Griffel gefallen ist, trinken wir“, sagten sie unisono – in der Schwebe lassend, ob sie’s ernst meinten oder nicht. Unter „Drogeneinfluss“ zu zeichnen, das hätten sie versucht, „aber das bringt alles nichts“. Die beiden, die vor kurzem den Karikaturpreis der deutschen Anwaltschaft erhielten, waren nicht die einzigen, die zur Vorstellung kamen.

Auch Binding-Vorstand Otto Völker , Whisky-Experte Gregor Hasling und die Ebbelwei-Kaiserin Johanna Höhl schauten vorbei. Diese „bekehrte“ Gefeller und D’Inka einst zum „Stöffche“-Trinken. Frei nach dem Motto: „Das Trinken lernt der Mensch zuerst und später erst das Essen.“ Sie selbst trinke „fast jeden Abend, aber einmal pro Jahr verzichte ich eine Zeit lang ganz auf Alkohol“.

So wie Johanna Höhl Gefeller und D’Inka zum Ebbelwei brachte, verdanken die beiden dem Anwalt Rainer Wicke ihre neu entflammte Leidenschaft für Whisky. Er hatte sie in Haslings Laden in Sachsenhausen eingeladen.

„Die anderen kümmern sich in anderen Büchern um die Kranken, die es auch gibt, wir kümmern uns um die gesunden Genießer“, stellte Gefeller klar, der von sich und D’Inka behauptete, sie seien „Zwillingsbrüder, die vor der Geburt getrennt wurden“.

Eins sei am Ende noch angemerkt: Diesen Abend musste sich niemand schöner trinken.

(es)
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