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Ehrenplakette für Ex-Planungsdezernent Martin Wentz: Ein Schoßkind des Glücks

Martin Wentz hat die Ehrenplakete der Stadt Frankfurt verliehen bekommen. Im Kaisersaal fand er kaum Worte bei seiner Dankesrede vor mehr als hundert Wegbegleitern.
Martin Wentz (rechts) mit seiner Frau Evelyn und Oberbürgermeister Peter Feldmann nach der Übergabe der Ehrenplakette. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Martin Wentz (rechts) mit seiner Frau Evelyn und Oberbürgermeister Peter Feldmann nach der Übergabe der Ehrenplakette.
Frankfurt. 

Das ist eine so hohe Anerkennung meiner Vaterstadt für mich. Ich bin ganz stolz darauf.“ Martin Wentz (SPD), von 1989 bis 2000 Planungsdezernent, findet schier keine Worte, um seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Bei seiner Dankesrede im Kaisersaal, vor mehr als hundert Wegbegleitern, sagt er vom Podium aus: „Ich bin einfach aufgeregt. Obwohl ich Tausende Reden und Hunderte Vorträge gehalten habe.“ Aber gestern war alles anders. Gestern bedankte sich der 72-Jährige für die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt, da liegt es in der Natur der Sache, aufgeregt zu sein. Am emotionalsten geriet dabei der Dank an seine Ehefrau: „Evelyn , meine große Liebe. Ich habe extrem großes Glück, mit dieser Frau zusammen sein zu dürfen.“

Der promovierte Physiker sieht sich als „Schoßkind des Glücks“ und findet an diesem Vormittag viele Worte für seine Freunde im Saal, zu denen unter anderem der Unternehmer Claus Wisser gehört. „Er ist einer meiner längsten Freude und zählt zu denen, ohne die ich meinen Weg nicht gefunden hätte“.

Auch der SPD-Oberbürgermeister von Offenbach, Horst Schneider , ist einer seiner Freunde. Der wirft auch kurzentschlossen den Zeitplan durcheinander und findet lobende Worte für Wentz: „Was du für Frankfurt auf den Weg gebracht hat, das ist einfach großartig.“

Für Schneider ist Wentz ein „leidenschaftlicher Visionär mit Umsetzungskompetenz“. Ähnliches sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) über den Ausgezeichneten und Parteifreund: „Martin Wentz ist einer der größten Planungsdezernenten der Geschichte dieser Stadt.“ Der spricht nicht nur Freundliches aus, sondern zeigt sich, 15 Jahre nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dezernentendasein, „entsetzt und enttäuscht“ darüber, „wie die Politik Partikularinteressen hinterherhechelt. Das hat nichts mit Bürgerverständnis zu tun“, so Wentz, der sich selbst als „immer noch engagierten Kämpfer mit politischem Herzen, aber klarem Verstand“ sieht, „weil ich nicht mehr Politiker bin und nicht mehr sein möchte“.

Viel Lob gibt es auch von seiten der Gäste für Wentz. Der ehemalige Frankfurter SPD-Bürgermeister Achim Vandreike : „Als er Planungsdezernent wurde, war er der Erste nach vielen, vielen Jahren mit einem klaren Bild davon, wo es mit Frankfurt hingehen sollte.“ Auch der Immobilieninvestor Josef Buchmann , weiß nur gutes zu berichten: „Wir hatten viele Jahre lang miteinander zu tun – und er war immer fair zu den Bauherren.“ Evelyn Brockhoff , Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte, erinnert sich gern an die Zusammenarbeit mit Wentz in der Jury für den Wiederaufbau der Alten Stadtbibliothek. „Er ist ein extrem zuverlässiger Mann und historisch sehr interessiert“, sagt sie. Hauke Hückstädt , Leiter des Literaturhauses, wie die alte Stadtbibliothek jetzt heißt, rechnet Wentz hoch an, „dass er sich stark gemacht hat für den Wiederaufbau.

(es)
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