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Ein Selfie gehört dazu

Ein Selfie muss sein. Dafür nimmt sich die Schauspielerin Karoline Herfurth, die in Frankfurt ihr Regiedebüt mit dem Titel „SMS für dich“ vorstellte, in dem sie auch die Hauptrolle spielt. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Ein Selfie muss sein. Dafür nimmt sich die Schauspielerin Karoline Herfurth, die in Frankfurt ihr Regiedebüt mit dem Titel „SMS für dich“ vorstellte, in dem sie auch die Hauptrolle spielt.
Frankfurt. 

Autogrammstunden sind out. Der heutige Fan braucht einen Bildbeweis dafür, dass er seinen Star getroffen hat. So strömten unzählige Filmfans zum Kinobesuch von Karoline Herfuth und Friedrich Mücke ins Cinestar am Eschenheimer Tor und knipsten was das Zeug hielt.

Der Stop in Frankfurt war dabei nur einer von vielen, bei denen die Schauspieler tapfer in die Smartphones ihrer Fans lächelten. In einem straffen Zeitplan von zwei bis drei Stationen pro Tag reisten sie von Mittwoch bis Sonntag unter anderem durch Berlin, Hamburg, Frankfurt und Stuttgart. Karoline Herfurth selbst war es, die sich die Tour gewünscht hatte, um ihr Regiedebüt „SMS für Dich“ vorzustellen.

Die beiden waren nur mit je einem kleinen Koffer unterwegs. Für Mücke wurde das leichte Gepäck schon nach wenigen Tagen zum Verhängnis. „Mir sind die frischen Socken ausgegangen. Zum Glück haben wir so ein gutes Team dabei, nur kurze Zeit später hat mir jemand neue gebracht“, erzählt er.

Dass der Touralltag auch mächtig Stress bedeutet, ist den beiden nicht anzumerken. Gut gelaunt nehmen sie sich viel Zeit, um mit ihren Fans zu sprechen. „Die Nähe zu den Leuten und die positive Resonanz, die wir auf den Film kriegen, entlohnt auf jeden Fall für den ganzen Trubel“, erzählt Mücke. Auch komme es beim Lesen von Fan-Kommentaren und Kritiken schon hin und wieder zu „euphorischen Minuten“ im Bus.

Herfurth hat sich für ihr Regiedebüt für eine romantische Komödie entschieden und bleibt damit ihrem Stil treu. „Ich liebe das Genre einfach, auch privat. Ich kenne davon so gut wie jeden Film und habe inzwischen so eine Art Bauchgefühl dafür entwickelt“, erzählt die Schauspielerin und Regisseurin.

Dabei war es ihr wichtig, dass der Film nicht nur „Happy-Sunshine-mäßig“ ist, wie sie sagt, sondern tiefer geht. Damit hat sie in den Augen ihres Kollegen den Nagel auf den Kopf getroffen. „Ich habe mir das Drehbuch mehrmals durchlesen müssen, aber nach vielen Gesprächen mit Karoline haben wir festgestellt, dass wir ein ähnliches Verständnis vom Stoff haben und an einem Strang ziehen“, erzählt Mücke. Die vielen Gespräche lagen auch Herfurth am Herzen, sie wollte sich versichern, dass ihr Kollege, der die männliche Hauptrolle übernehmen sollte, dazu bereit ist, sich „emotional verwundbar“ zu machen.

Bei diesen Gesprächen stellten sie fest, dass sie ein ähnliches Verständnis von Romantik haben, was ihrem Film nur gut tut. „Romantik ist für mich nicht kitschig. Ich verstehe darunter kein Hotelzimmer mit Champagner und Kerzenlicht. Aufmerksamkeit, persönliche Gesten und das, was man für den anderen tut, ist das, was am Ende zählt“, sagt Herfurth. Und Mücke pflichtet ihr bei: „Es geht darum, zu zeigen, dass man weiß, wer der andere ist und was er braucht, ihm Sicherheit zu geben und für ihn Sorge zu tragen.“ Eine romantische Rolle zu spielen hänge jedoch nicht nur vom eigenen Verständnis von Liebe und Zuwendung ab, sondern auch von der eigenen emotionalen Verfassung zur Zeit des Projektstarts.

(jme)
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