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FIlm: Ein Tatort für Zwei

Thomas Stuber (links) und Autor Clemens Meyer waren im Filmmuseum und präsentierten den Streifen „In den Gängen“. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Thomas Stuber (links) und Autor Clemens Meyer waren im Filmmuseum und präsentierten den Streifen „In den Gängen“.

Sein Verlag hat seinen Sitz in Frankfurt. Deshalb ist Schriftsteller Clemens Meyer , der mit Büchern wie „Als wir träumten“, „Die Nacht, die Lieder“ und dem im vergangenen Jahr erschienenen „Die stillen Trabanten“ bekannt wurde, öfter in der Mainmetropole. „Ich bin immer nur zum Arbeiten hier“, sagt der 40-Jährige. Schmallippig gibt er sich. Clemens Meyer, bekannt geworden mit neorealistischen und biografisch gefärbten Außenseiter-Romanen, sagt nichts ohne Aufforderung.

Vor Kurzem erst war er wieder in Frankfurt. Das war nicht nur reine Arbeit. Im Filmmuseum lief in der Reihe „Was tut sich im Deutschen Film?“ der Streifen „In den Gängen“. Das Filmmuseum mag Clemens Meyer. Auch die aktuelle Ausstellung, die dem Kultregisseur Stanley Kubrick und seinem Filmklassiker „2001 – Odyssee im Weltraum“ gewidmet ist. Es gibt auch eine nettes Zitat in „In den Gängen“ zu „2001“. Denn in einer Szene tanzen Gabelstapler zum Strauss-Walzer „Wiener Blut“. Das Drehbuch zu diesem Streifen, den Thomas Stuber in Szene gesetzt hat, schrieb Clemens Meyer, wofür er vor drei Jahren den Deutschen Drehbuchpreis erhielt. Clemens Meyer, der in der Buchmessen-Stadt Leipzig lebt, besucht manchmal auch die Frankfurter Bücherschau. „Aber nicht immer. Nur wenn ein neues Buch rauskommt.“ Kommt ein Neues dieses Jahr? „Nee“, antwortet er. Warum nicht? „Weil gut Ding Weile haben muss.“

Clemens Meyer kam nicht allein an den Main, sondern in Begleitung des Regisseurs des Films, der auf einer Kurzgeschichte Meyers basiert und viermal für den Deutschen Filmpreis nominiert war. In der Kategorie bester Schauspieler machte er das Rennen, denn die Auszeichnung ging an den zurzeit angesagten Franz Rogowski . „Das nimmt man, wie es kommt. Es ist eine tolle Auszeichnung für Franz und es ehrt auch den Film“, erklärt der Filmemacher. „Allein so eine Nominierung als bester Film ist eine tolle Sache.“

In diesem Jahr wird dies nicht der letzte Besuch des Duos in der Mainmetropole gewesen sein. „Wir machen gemeinsam einen ,Tatort’“, verrät Stuber. Einen mit Ulrich Tukur in der Rolle des Felix Murot. Das Drehbuch liege in den letzten Zügen, lässt Clemens Meyer sich entlocken. Der weiß auch, dass die „Tukur-Tatorte“ es immer in sich haben. „Ja, die sind nicht ohne“, nickt er und schiebt sich die Brille zurecht. „Es wird auf jeden Fall spannend und interessant“, presst er noch heraus.

„Der Angriff“ lautet der Arbeitstitel des Krimis bisher, den Stuber für und mit dem Hessischen Rundfunk dieses Jahr drehen wird. Im Juli starten dafür die Vorbereitungen, erster Drehtag ist im August. „Wenn dann das Wetter so gut ist wie heute, wird alles klasse“, freut sich Stuber, der, im Gegensatz zu Meyer, bisher nicht wirklich viel mit Frankfurt am Hut hatte. „Ich gebe zu, ich steige hier nur um oder gehe zum Flughafen.“ Das ändert sich ja nun.

(es)

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