E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 30°C

Stadtgeflüster: Eine kulinarische Nacht im Senckenberg-Museum

Feierte seinen Geburtstag bei der zehnten Senckenberg-Night: Der ehemalige Messe-Chef Michael von Zitzewitz und seine Frau Anette. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Feierte seinen Geburtstag bei der zehnten Senckenberg-Night: Der ehemalige Messe-Chef Michael von Zitzewitz und seine Frau Anette.
Frankfurt. 

Fürstlich speisen zwischen T-Rex und anderen Dinosauriern. Dazu hatte die Senckenberg-Gesellschaft ins Museum eingeladen. Und auch, um bei der zehnten Ausgabe Senckenberg-Night, durch die Moderator Dirk Steffens führte und die kulinarisch unter dem Motto „Wie schmeckt die Zukunft“ stand, den Senckenberg-Preis zum vierten Mal zu verleihen. Der ging in der Kategorie „Natur-Engagement“ – mit 10 000 Euro dotiert – an den Expeditionsleiter, Abenteurer und Autoren Arved Fuchs . Es ist bereits der zweite Preis, den der 64-Jährige innerhalb von wenigen Wochen in der Mainmetropole entgegennimmt. Vor Kurzem erst erhielt er den Nature-Life Umweltpreis. Seit Jahrzehnten schon ist er in den vereisten Landschaften der Welt unterwegs und dokumentiert die dortigen Veränderungen durch Klimawandel und Menscheneinfluss.

<span></span> Bild-Zoom

In der Sparte „Natur-Forschung“ – ebenfalls mit 10 000 Euro dotiert erhielt ein Frankfurter Bub die Auszeichnung: der Flechtenforscher Professor Thorsten Lumbsch , der mit 15 Jahren seine erste Publikation zu Flechten veröffentlichte, nun in Chicago am Field Museum Vizepräsident ist und weltweit als Spezialist für Flechten gilt. Dass er sich gerade für dieses Forschungsgebiet interessiert, kam, weil er sich auf dem alten Uni-Campus in Bockenheim bei einem der Buchhändler ein Buch über Flechten kaufte, „weil es nur eine Mark gekostet hat“.

Der Zufall wollte es, dass er später in Marburg die Autorin des Buches kennenlernte und auch den Grund erfuhr, warum sein Exemplar so günstig war: Der Autorinnenname war falsch geschrieben. Ein Druckfehler ist also die Basis einer wissenschaftlichen Karriere. Bei Flechten handelt es sich um Symbiosen. Also Lebensgemeinschaften, in denen beide Partner voneinander Vorteil schöpfen.

„So wie es in einer guten Ehe auch sein sollte“, sagte Jochen Maas , Geschäftsführer Forschung & Entwicklung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH in seiner Laudatio. „Unsere Ehe ist eine Symbiose“, sagte Krimiautorin Nele Neuhaus , die ihrem Matthias Knöß erst im vergangenen Sommer das Jawort gegeben hat. „Wir beide ergänzen uns wunderbar, ohne uns gegenseitig die Luft zum Atmen zu nehmen“, so die Autorin, die mit ihren Tischnachbarn schon am Stoff für ihren nächsten Krimi arbeitete. „Wir haben gerade überlegt, wie es wäre, wenn wir einen Plot machen würden, der damit beginnt, dass der Direktor des Museums an einem Horn eines Triceratops aufgespießt gefunden wird.“ Auch hier ein Beweis für eine perfekt arbeitende Symbiose – diesmal zwischen den Gästen, von denen mehr als 200 im Museum waren.

Auch beim Geburtstagskind des Abends, Michael von Zitzewitz , einst Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, scheint die Ehe mit seiner Frau Annette eine sehr gute Symbiose zu sein. „Ja, wir fühlen uns wohl und wir sind füreinander da.“ So auch beim Schirmherrn des Abends, Ministerpräsident Volker Bouffier . „Meine Frau hat gleich gelacht, als Herr Haas diesen Vergleich gezogen hat“, so der Landesvater. „Aber ja, unsere Ehe, sie ist eine glückliche Symbiose, das kann ich nach 30 Jahren sagen, auch wenn das keineswegs heißt, dass wir immer einer Meinung sind und sie mir in allem zustimmt“, scherzte der Ministerpräsident.

Zwischen den Gängen, für die Koch Moritz Müssig von der „essbar“ verantwortlich zeichnete, gab es nicht nur die Performance einer Abordnung der Frankfurt Dresden Dance Company, sondern auch Ansprachen (und eben auch die Preisverleihungen). In seiner Rede hatte Ministerpräsident Bouffier daran erinnert, dass, „als die Welt noch in Ordnung war, jeder hessische Schüler dem Senckenberg-Museum“ einen Besuch abstatten musste. Doch, so Bouffier, Senckenberg sei weit mehr als ein Museum, sondern auch eine Wissenschaftseinrichtung mit Weltruhm. Auch Oberbürgermeister Peter Feldmann schaute vorbei. Vor der Wahl war er beim Frühlingsball, da passt es, dass er vor der Stichwahl bei der Senckenberg-Night ist.

(es)

Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen