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Stadtgeflüster: Ela Querfeld: Von Frankfurt aus die Pop-Welt erobern

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Ela Querfeld hofft, noch in diesem Jahr ihr erstes Album zu veröffentlichen. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Ela Querfeld hofft, noch in diesem Jahr ihr erstes Album zu veröffentlichen.

Sie ist jung, nur 1,60 Meter groß, hat aber eine gewaltige Stimme. Außerdem ist sie begabt und hübsch. Die besten Voraussetzungen für eine Bilderbuchkarriere als Musikerin erfüllt sie also schon. Und Ela Querfeld möchte das auch. Sie will durchstarten.

Dafür und der Liebe wegen zog sie sogar um. Setzte alles auf die Deutsch-Pop-Karte. Von Köln, eigentlich die Medienstadt par excellence, in die Mainmetropole. „Ich bin nur Musikerin. Das ist mein Hauptberuf.“ Das sei auch nötig, „damit alles klappt, wie es soll“. Denn darauf legt die in Berlin zur Welt gekommene Ela Querfeld, die zwei ältere Geschwister hat, viel Wert: „Ich habe keinen reichen Pappi und keine reiche Mami, die mich unterstützen, wenn es mal eng wird mit dem Geld“, sinniert sie und tippt am Cappuccino mit Sojamilch. „Ich mache alles selber“, und fügt hinzu, „meine Eltern leben noch im Süden Berlins, und es ist schwierig, alles unter einen Hut zu kriegen.“ Mutter und Vater freuten sich aber sehr. „Sie feiern mich vom Osten aus.“

Vor drei Jahren entschloss sich die junge Frau, die nicht nur singt, sondern auch Klavier und Gitarre spielt, zu diesem drastischen Schritt. „Ich bin total auf mein Ding fixiert“, sagt die Endzwanzigerin, die seit Oktober 2016 in Frankfurt lebt und arbeitet. Vor Kurzem erst produzierte sie für ihren Song „Sommerfest“ ein Video – und zwar direkt rund um den Park zu Füßen des Gebäudes der Europäischen Zentralbank (EZB). „Es war die erste Single, die ich wirklich groß aufgezogen habe“, so die Sängerin über ihr Lied, das das Potenzial zum Sommerhit hat. „Ich schreibe die Lieder auch selber, komponiere, texte allein.“ Die Idee zu „Sommerfest“ hatte sie vor ungefähr einem Jahr. „Es war Sommer, und ich hatte endlich einen Tag frei, und es regnete natürlich“, erinnert sie sich, die in Köln an der Hochschule Jazz- und Pop-Gesang studiert hat. „Man darf sich die Freude am Sommer nicht nehmen lassen“, findet Ela Querfeld, die zurzeit noch ein „Ein-Frau-Betrieb“ ist.

„Momentan mache ich im Grunde noch alles in Eigenregie“, sagt sie. „Von der Finanzierung über die Planung bis zur Verwirklichung.“ Sie sieht aber ein Licht am Ende des Tunnels. „Das Video wird ganz gut angenommen und hat viele Klicks“, freut sie sich. „Das ist auch das, worauf es ankommt. Auch einige Radiosender spielen es.“

Ela Querfeld, welch ein Name. Aber es ist auch nicht der bürgerliche Name der jungen Musikerin. „Es ist ein Künstlername. Es steht immer im Raum, dass er auch mein echter sein könnte, aber er ist es nicht.“

Der Weg, den sie eingeschlagen hat, scheint der richtige zu sein. Denn über einen Mangel an Nachfragen kann sie sich nicht beschweren. „Ich spiele sehr viel.“ Zwei- bis dreimal pro Woche steht sie mit ihren eigenen Songs mal mit, mal ohne Band auf der Bühne, tritt überall in Deutschland auf. Davon leben kann sie allerdings noch nicht. Deshalb gibt sie einmal pro Woche noch Privatunterricht in Gesang, Klavier und Songwriting. Zurzeit übernimmt sie auch noch das Buchungsgeschäft für sich. Das will sie aber ändern, „weil es einfach zu viel Zeit kostet“.

Momentan plant sie eine neue Veröffentlichung. „Ich verhandle gerade mit meinem Produzenten, und wenn alles passt, dann gibt es eine Platte mit fünf oder sechs Liedern.“ Die Songs seien fertig. „Was fehlt, ist das Okay von seiner Seite aus. Und ich hoffe, dass es Ende dieses Jahres oder Anfang des kommenden so weit sein wird.“

Zu sehen und zu hören ist sie demnächst in der Mainmetropole auch. Unter anderem tritt sie am Samstag, 26. August, um 13.30 Uhr auf der Journal-Frankfurt-Bühne beim Museumsuferfest auf.

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