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Engel und Löwen in „Bäppis Talk“

Boris Meinzer (li.), Gabriele von Lutzau und Armand Zorn (re.) bereicherten die Talkshow mit Bäppi La Belle im „Theatrallalla“. Foto: Bernd Kammerer (.) Boris Meinzer (li.), Gabriele von Lutzau und Armand Zorn (re.) bereicherten die Talkshow mit Bäppi La Belle im „Theatrallalla“.
Frankfurt. 

Sieben Kilo hat Thomas Bäppler-Wolf alias Bäppi La Belle abgespeckt – er aß nur Obst, Gemüse und wenig Fleisch. Etwas leichter geworden, überlegt der Scherzbold nun, seinen Körper nach dem Tod dem „Körperwelten“-Plastinator Gunter von Hagens anzubieten, konserviert in alle Ewigkeit. „Dann als begehbarer Magen“, sagte FFH- „Dummfrager“ Boris Meinzer , der mit dem SPD-Politiker Armand Zorn und der Künstlerin Gabriele von Lutzau in „Bäppis Talkshow“ saß. Die Spitze auf seinen noch immer beeindruckenden Leibesumfang nahm der Gastgeber gelassen; wer austeilt, muss auch einstecken können. Und ausgeteilt wurde gewohnt viel, vor allem Offenbach bekam Witze um die Ohren gehauen. Überraschendes gab es auch, etwa, dass sich der in Halle geborene Politikwissenschaftler Zorn, aktiv im Gallus, als Haustier ein Löwenbaby wünscht, die Mutter von Gabriele von Lutzau 1957 in Offenbach Faschingsprinzessin Ingrid II. war und Meinzer bald zum dritten Mal Vater wird.

Einen roten Faden hatte das nicht – warum auch, Bäppi La Belle kitzelte aus jedem und allem die Lacher heraus. Meinzer tat es ihm nach und erzählte von einem Ausflug mit seinen Söhnen ins Senckenberg Naturmuseum. Man habe dort eine Lehrerin erlebt, die ihre Klasse nach dem Namen eines Tieres fragte. „Ein Schüler meinte: ,Das ist ein Hasseröder‘. Tatsächlich war es ein ausgestopfter Auerhahn, und kein Bierlogo“, so Meinzer.

Ernstere Töne schlug Gabriele von Lutzau an. Vor 40 Jahren wurde sie von der Presse als „Engel von Mogadischu“ gefeiert, da sie als Stewardess an Bord der durch ein palästinensisches Terrorkommando entführten Lufthansa-Maschine „Landshut“ für die Passagiere eine wichtige Stütze war. Die Odenwälderin setzt sich heute dafür ein, die „tapfere Maschine“, die im brasilianischen Fortaleza am Rande des Urwalds verrottet, nach Deutschland zu holen, um sie zu einem Denkmal und Dokumentationszentrum umzurüsten. „Das hat das Flugzeug verdient, ich bin ihm dankbar. Der August-Euler-Flugplatz in Darmstadt-Griesheim, Deutschlands ältester Flugplatz, wäre ideal, in Bonn hat man keinen Platz“, berichtete sie. Und verriet, dass sie seit der Entführung nicht mehr gern fliegt.

Zurück zum Löwenbaby. Illusorisch, ein solches in der Stadt zu halten, das weiß auch der Deutsch-Kameruner Zorn, der mit seiner sympathischen Art punktete. Die Frage, ob ihm in Frankfurt je Rassismus entgegengeschlagen sei, verneinte er: „Nicht in dieser multikulturellen Stadt. Früher spielte ich andernorts Fußball, und sobald ich am Ball war, kamen aus den Zuschauerreihen Affengeräusche. Aber man lernt irgendwie damit umzugehen.“

Das Schlusswort galt einer Herzensangelegenheit von Bäppler-Wolf, der auf die Benefiz-Vorstellung der „Fledermaus“ im Theatrallalla-Theater zum zehnjährigen Bestehen des Frankfurter Vereins „Tiertafel“ am Sonntag, 25. Juni, hinwies. Auch die Eiskunstlauf-Legende und „Tafel“-Schirmherrin Marika Kilius wird unter den Gästen sein. Noch gibt es Karten.

Die nächste Talkrunde ist im September, ab dann im neuen Internet-Format in wechselnden Apfelwein-Kneipen. Und wer Bäppi kennt, weiß, dort steht sicherlich der „Reisigbesen“ vor der Tür.

(fai)
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