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Steinmeier erhält Ignatz-Bubis-Preis: Er steht für Versöhnung und Milde

Genossen unter sich: Frank-Walter Steinmeier (links) mit Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann. Bilder > Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Genossen unter sich: Frank-Walter Steinmeier (links) mit Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann.
Frankfurt. 

Gerade hat Außenminister Frank Walter Steinmeier (SPD) in der Paulskirche den Ignatz-Bubis-Preis von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) entgegengenommen. Nun steht er vor dem VIP-Raum der Paulskirche, unterhält sich mit einigen der ungefähr 600 Gäste, die die Zeremonie miterlebt haben, nimmt sich Zeit für Selfies. Ein künftiger Bundespräsident zum Anfassen.

Ida Bubis , Frau von Ignatz Bubis , dem 1999 verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, nach dem der Preis benannt wurde, ist gerührt. „Frank-Walter Steinmeier ist ein toller Mann“, sagt Ida Bubis. „Er handelt genau so, wie mein Mann es gewollt hätte“, weiß sie. „Der Außenminister ist kein Mensch, der Feuer legt, sondern er steht für Versöhnung und Milde“, findet sie.

„Die Entscheidung im Gremium, das den Preis verteilt, wurde damals einstimmig getroffen“, berichtet Salomon Korn , Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Frankfurt sowie Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. Steinmeier habe mit seiner Rede in der Paulskirche „gezeigt, dass er über die Qualitäten verfügt, die ein Staatsmann haben sollte, und ich bin der Meinung, dass er ein aufrichtiger, engagierter und würdiger Bundespräsident werden wird“, sagt Salomon Korn.

Anne-Marie Steigenberger , die Grande-Dame der gleichnamigen Hoteldynastie, kannte Ignatz Bubis und ist sich sicher: „Ignatz wäre mit der Entscheidung, Frank-Walter Steinmeier diesen Preis zu übergeben, sehr einverstanden gewesen.“ Der Sozialdemokrat „verkörpert nämlich genau das, was Ignatz Bubis lebte und dachte“.

„Er steht für Menschenrechte und Demokratie, für Ausgleich statt für gefährliche außenpolitische Kurse, das wäre in Ignatz Bubis Sinn gewesen“, meint der ehemalige hessische Umweltminister Rupert von Plottnitz (Grüne). Und Johnny Klinke , Chef des Varietés „Tigerpalast“ sagt zur Preisverleihung an den Außenminister: „Den hat er verdient, weil er weltweit die Ruhe bewahrt und das bei dieser Konfliktlage, die zurzeit herrscht.“ Klinke setzt noch einen drauf: „Er riecht bestimmt um drei Uhr nachts noch nach Frieden.“ Und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne) hofft, dass Steinmeier in der Funktion als Präsident „uns die Orientierung gibt, die wir brauchen. Denn wir leben in unsicheren Zeiten und brauchen sie“.

„Der Außenminister ist jemand, der sich für Menschen einsetzt und ihnen zuhört“, findet Ann Kathrin Linsenhoff , die mit der deutschen Reiter-Dressur-Equipe Olympiasiegerin wurde. „Das fasziniert mich an ihm und ist einer der Gründe dafür, warum ich denke, dass er der Richtige für diesen Preis ist.“

Der ist übrigens mit 50 000 Euro dotiert. Das Geld wird Steinmeier spenden. An wen, das wusste er gestern noch nicht, sondern will sich darüber noch Gedanken machen.

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