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Erstes internationales Bienenrennen brummt

Eine Bienenwabe auf dem MMK zeigt Andreas Wolf. Foto: Rainer Rueffer-- FRANKFURT AM MA Eine Bienenwabe auf dem MMK zeigt Andreas Wolf.

Was haben Plastikenten, Kakerlaken und Bienen in Frankfurt gemeinsam? Sie sind kleine Sportler und werden in Rennen geschickt – zu Wasser, zu Lande und zu Luft. Wer etwa Küchenschaben bei den Wodka-Empfängen des Generalkonsulats der russischen Förderation in Frankfurt im Rennstall gesehen hat, staunt über diese zähen Käfer, denn sie zeigen echten Kampfgeist, wenn man ihnen zujubelt. Anders als beim Pferderennen sitzt ihnen auch keiner auf dem Buckel und treibt sie an.

Genauso geht es den Honigbienen, die am Samstag, 19. August, um 11 Uhr vom Dach des Jumeirah-Hotels starten, um 600 Meter Luftlinie zum Dach des Museums Moderne Kunst (MMK) zu „sprinten“. Das Haus feiert mit dem „Ersten Internationalen Bienenrennen“ das zehnjährige Bestehen seines Bienenprojekts. Auf dem Museumsdach leben rund 650 000 fleißige Arbeiterinnen, die Florian Haas und Andreas Wolf , Mitglieder der Künstlergruppe „finger“, hegen.

Beim Rennen treten verschiedene Imker mit ihren Bienenvölker gegeneinander an, der Sieger erhält 2000 Euro. Da Bienen sehr klein sind und hier in etwa 90 Meter Höhe fliegen, wird eine Kamera den Start und Zieleinlauf ins MMK 1 übertragen. Wenn die Brummer unterwegs nicht süßen Versuchungen nachgeben und kein Wind sie bremst, kommen sie auf eine Geschwindigkeit von rund 20 Kilometer in der Stunde; sprich, das Rennen kann eine Minutensache sein. Ganz so ernst ist der Wettkampf natürlich nicht gemeint. Denn den Insekten ist der Sieg egal, Hauptsache, es geht heim in den Stock. Da sind sie nicht anders als Brieftauben, nur die Besitzer freut es.

Ab 11 Uhr gibt es für Renngäste ein Honigfrühstück im MMK-Restaurant. Mit dem Saft vom Dach gehörte das Haus zu den Vorreitern des Stadthonigs in Deutschland. Längst summen Bienen überall, wo man trendig sein will. Aber ein neuer urbaner Hype brütet schon: Hühnerhaltung. Wieso also nicht Eier vom Museumsdach? Eieiei.

(fai)
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