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Stadtgeflüster: „Es war wirklich eine Überraschung“

Er leitet das Projekt Bujazzo: Dominik Seidler. Foto: Florian Ross 49 221 138989 Er leitet das Projekt Bujazzo: Dominik Seidler.

Das Bundesjazzorchester (Bujazzo) erhält den Musikmessepreis 2018. Es ist das offizielle Jugendjazzorchester der Bundesrepublik und eine anerkannte Talentschmiede, von der etwa der Ausnahmetrompeter Till Brönner sagt: „Ohne das ,Bujazzo‘ wäre ich nicht da, wo ich heute stehe.“ Wir haben mit Dominik Seidler , dem Projektleiter des Orchesters gesprochen.

Herr Seidler, was bedeutet Ihnen der Musikmessepreis?

DOMINIK SEIDLER: Der Preis ist eine große Ehre, Auszeichnung und Wertschätzung für das Bundesjazzorchester. Seit mittlerweile 30 Jahren widmet sich der Deutsche Musikrat mit dem „Bujazzo“ der Spitzenförderung des deutschen Jazz-Nachwuchses. Der Preis ist Anerkennung und Ermutigung zugleich. Er zeigt uns, dass der 1988 von Peter Herbolzheimer eingeschlagene Weg der richtige war. Das System „Bujazzo“ ist einmalig und dient in der Jazzszene als Leuchtturm. Gleichzeitig erfüllt es eine wichtige Vorbildfunktion für den musikalischen Nachwuchs.

Haben Sie damit gerechnet, den Preis zu erhalten?

SEIDLER: Nein. Es war wirklich eine Überraschung. Der Frankfurter Musikpreis wurde bisher an renommierte Musikerpersönlichkeiten verliehen. Wir sind das erste Ensemble, das diesen Preis in Händen halten darf, was uns besonders freut.

Was machen Sie mit dem Preisgeld?

SEIDLER: Das Preisgeld werden wir zur Intensivierung unserer musikalischen Nachwuchsförderung einsetzen. Diese geschieht traditionell in unseren Arbeitsphasen und anschließenden Konzertaktivitäten. Ganz konkret kann ich mir vorstellen, dass wir das Geld im Herbst dieses Jahres einsetzen werden, wenn uns die beiden nationalen Jugendjazzorchester aus Großbritannien und den Niederlanden besuchen. Mit diesen Partnern werden wir gemeinsame fünf Tage verbringen, um intensiv zu proben und anschließend Konzerte in Köln, Rotterdam und Amsterdam zu spielen. Das Preisgeld strahlt somit auch noch weiter aus in die europäische Jazz-Nachwuchsförderung. Man kann Geld nicht besser ausgeben.

Welche Bedeutung hat für Sie die Musikmesse?

SEIDLER: Die Frankfurter Musikmesse ist die internationale Leitmesse der Musikindustrie. Das „Bujazzo“ durfte sich in der Vergangenheit bereits mehrere Male im Rahmen der Musikmesse präsentieren. Es ist ein wichtiger Treffpunkt für alle relevanten Akteure des Musikbusiness, seien es Veranstalter, Instrumentenbauer, Hersteller oder Musiker aus aller Welt. Alle tragen dazu bei, dass die schönste Kultur der Welt weiter existiert: die Musik!

Sehen Sie Frankfurt als Musikstadt?

SEIDLER: Selbstverständlich, gerade was den Jazz betrifft: Am Dr. Hoch’s Konservatorium wurde vor 90 Jahren die erste akademische Jazz-Klasse unter der Leitung von Mátyás Seiber in Deutschland eröffnet, in Frankfurt existiert mit dem Jazzkeller der wohl älteste Jazzclub Deutschlands, mit der hr-Bigband beheimatet die Stadt einen hervorragenden Jazz-Klangkörper von überregionaler und internationaler Bedeutung. Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, die Jazz-Initiative, die Musikschule Frankfurt mit dem Programm „Jazz und Improvisierte Musik in die Schule“ – in Frankfurt am Main arbeiten viele kreative Akteure für den Jazz als lebende und sich ständig entwickelnde Kulturform. Gerade diese Tradition und die aktuellen Institutionen und Initiativen haben uns dazu bewegt, unser zweites Projekt neben dem Bundesjazzorchester, die Bundesbegegnung Jugend jazzt, 2018 in Frankfurt am Main stattfinden zu lassen. Vom 10. bis 13. Mai treffen sich hier die besten Nachwuchs-Bigbands Deutschlands zu Wettbewerb, Konzerten, Sessions und Workshop.

Für die Preisverleihung am Freitag, 13. April, in der Paulskirche verlosen wir fünf mal zwei Tickets. Wer teilnehmen möchte, wählt die Telefonnummer

(01 37) 8 08 40 16 56

wartet einen kurzen Moment und nennt dann deutlich Name, Anschrift und Telefonnummer. Ein Anruf kostet 0,50 Euro; aus dem Mobilfunknetz ist es deutlich teurer. Ihre Daten werden nur zur Gewinner-Ermittlung verwendet. Teilnahme per SMS: Schicken Sie uns eine SMS mit dem Kurztext „FNP win musikpreis“ (ohne Anführungszeichen), gefolgt von einem Leerzeichen sowie Name und Adresse an die Nummer 52020. Eine SMS an diese Nummer kostet 0,50 Euro. Die Verlosung läuft vom 4. April, 0 Uhr, bis 5. April, 10 Uhr.

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