Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Es war zu eng auf Bäppis Couch

In der Sofa-Ecke: Maya Wolff (v. l.), David Lieberberg, Bäppi La Belle, Turgut Yüksel und hinter ihnen die Musiker um Gabriel Groh (m.). Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) In der Sofa-Ecke: Maya Wolff (v. l.), David Lieberberg, Bäppi La Belle, Turgut Yüksel und hinter ihnen die Musiker um Gabriel Groh (m.).
Frankfurt. 

Jetzt hat er es doch getan: Bäppi La Belle ist wieder auf der Couch gelandet. Nach mehr als vier Jahren Pause hat der Impresario des „Theatrallalla“ gemeinsam mit dem Musiker Gabriel Groh zum „Couchgebabbel“ eingeladen. Das können Sie sich vorstellen wie eine Talkshow im Theater, durchaus mit ernsten Themen, aber selten mit gewichtigen Mienen, dafür mit Live-Musik und Comedy. Dazu hatte La Belle, der mit bürgerlichem Namen Thomas Bäppler heißt, mehr Gäste eingeladen als auf seine Couch passen: den SPD-Landtagsabgeordneten Turgut Yüksel , den Konzertveranstalter David Lieberberg und die Grüne-Soße-Expertin Maya Wolff . Das ist Bäpplers Erfolgsmischung: „Einer aus der Politik, ein Künstler, einer aus dem Volk – und am besten wird es, wenn die sich auch mal ein bisschen fetzen.“

Wobei man beim Themen-Mix von Erdogan und dem Streit zwischen Deutschland und der Türkei über Künstler-Allüren bis hin zu Grüner Soße wohl kaum damit gerechnet hätte, dass sich Yüksel und Lieberberg ausgerechnet über Hip-Hop in die Haare kriegen. Für Lieberberg ist Schimpfwörter im Rhythmus sprechen keine echte Musik, Yüksel verteidigte hingegen den Musikgeschmack der Jugend. Aber es ging auch um Ernsteres, Yüksel erzählte von seinem erst ein paar Tage zurückliegenden Besuch in der Türkei, Lieberberg sprach neben der Politik auch über seine Erinnerungen an große Künstler wie den 2004 verstorbenen Schauspieler Peter Ustinov und den Sänger Cat Stevens. In 44 Jahren Showgeschäft hat er sie eben alle getroffen. Und über alles kam sozusagen Grüne Soße: Maya Wolff, die ja vor zehn Jahren schon das Grüne-Soße-Festival erfunden hat, holt jetzt zum ganz großen Schlag aus: Am 22. Juni begeht Frankfurt einen Grüne-Soße-Tag – es wird in jedem Lokal, in jeder Kantine, auf dem Römerberg und wo immer man noch essen kann, das Frankfurter Nationalgericht serviert. Um die 250 000 Portionen sollen es werden, tonnenweise Kräuter werden gebraucht. Ein Weltrekord.

„Ich bin kaum zu Wort gekommen, das will was heißen“, resümiert Bäppler. Viermal im Jahr wird es das Couchgebabbel jetzt wieder geben, am 18. Juni zum nächsten Mal. Dann unter anderem mit Gabriele von Lutzau . Sie ist Künstlerin, war 1977 aber die Stewardess bei der Flugzeug-Entführung der „Landshut“. Als „Engel von Mogadischu“ kämpft sie gerade dafür, dass das vor der Abwrackung stehende Flugzeug in Deutschland zum Museumsstück wird.

(ing)
Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse