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„Der Schatzsucher“.: Fabian Kahl: Mit 26 schon die erste Biografie

Fabian Kahl ist aus der ZDF-Reihe „Bares für Rares“ bekannt. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Fabian Kahl ist aus der ZDF-Reihe „Bares für Rares“ bekannt.

Er ist zwar erst 26 Jahre alt. Aber Fabian Kahl hat schon seine Autobiografie geschrieben. Passenderweise trägt sie den Titel „Der Schatzsucher“. Denn der Mittzwanziger ist Kunst- und Antiquitätenhändler. Und nicht nur das. Der Mann mit der auffälligen Frisur und den Piercings ist bekannt aus der ZDF-Sendereihe „Bares für Rares“, in der er seit fünf Jahren zu sehen ist.

Sein Buch verfasste Kahl, „weil ich Lust darauf hatte“. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, „dass ich gar nicht so lange daran geschrieben habe. Denn in meinem Kopf war alles schon fertig“. Ein weiterer Grund sei, „dass ich ganz viele Zuschriften erhalte, die mich fragen, ob sie bei mir in die Lehre gehen können, die wissen möchten, wo ich meine Fachkenntnisse erworben habe und worauf sie achten müssen, wenn sie auf den Flohmarkt gehen“, schildert der Autor. „Da habe ich mir gedacht: Schreib’ doch eine kleine Autobiographie, verbinde das mit Expertentipps und nimm die Leute in dem Buch mit in Haushalte, damit der Leser ein Gefühl dafür bekommt, wie ich als Händler denke.“ Ungefähr fünf Monate lang tippte er. „Aber zwischendurch habe ich auch noch andere Sachen gemacht.“

„Der Schatzsucher“ ist Kahls Erstlingswerk, aber er hat noch mehr geschrieben. „Das sind jedoch durchweg Kindheitswerke. Die sind zwar auch schön, sind aber nicht unbedingt für die Veröffentlichung bestimmt“, flachst Fabian Kahl. Dann denkt er kurz nach: „Obwohl, zwei oder drei gute Gedichte sind auch dabei.“

Vielleicht, so hofft Kahl, gibt das Buch jungen Leuten den Mut, den Beruf des Antiquitätenhändlers zu erlernen. Bei ihm war’s der Vater, der ihn dazu brachte. Es war ihm sozusagen mit in die Wiege gelegt, denn „als Baby schlief ich sogar in einer antiken Wiege aus der Biedermeierzeit aus Vogelaugenahorn“, beschreibt er sie.

Kahl ist bekannt und wird auf der Straße erkannt. „Auf dem Weg hierher zu Hugendubel, wo ich auch signiere, bin ich ein halbes Dutzend Mal angehalten und um Selfies und Autogramme gebeten worden“, sagt der Auktionator, der mit seiner Freundin im Südosten Leipzigs wohnt. Mit seiner Popularität gehe er extrem gelassen um. „Ich mache das gern“, sagt Kahl. „Ich bin aber auch nicht unglücklich darüber, dass ich keinen Laden habe, wo mich die Menschen immer antreffen könnten“, sagt er. „So habe ich die Möglichkeit, mich auch ein wenig der Öffentlichkeit zu entziehen.“

In Frankfurt war er nicht wirklich oft. „Das erste und letzte Mal, als ich sieben Jahre alt war“, sagt der Fernsehstar. „Es gibt hier sicher auch Rares, aber das für mich interessante ballt sich eben in anderen Zentren – im Osten oder in Köln. Wo ich nachher hinfahre.“ Große Städte, die sind nichts für Fabian Kahl. Er ist eher ein Landei.

Auch mit dem größten Sohn unserer Stadt, Johann Wolfgang von Goethe, hat Kahl nichts am Hut. „Ich habe ihn umgangen, denn ich bin ein Schiller-Fan, habe unter anderem ,Die Räuber’, ,Kabale und Liebe’ und ,Maria Stuart’ gelesen und bin sozusagen ins ,Schillerversum’ eingetaucht“, sagt er. Das ging sogar so weit, „dass ich in dem Stil mit 14 Jahren ein Theaterstück geschrieben habe“. Also verbarg sich bereits früh ein Schriftsteller in Fabian Kahl, der nun mit „Der Schatzsucher“ an die Oberfläche kam.

Ob es ein weiteres Buch gibt, steht nicht fest. Was aber klar ist: Auch in Zukunft wird Fabian Kahl bei „Bares für Rares“ zu sehen sein – „so lange es die Sendung gibt, so lange bin ich dabei“. Allerdings hat der junge Mann noch einen Traum: Ranger in Afrika möchte er sein. „Ich war vor kurzem in Südafrika und habe mich in das Land verliebt.“ Um da nicht immer im Safaribus mit anderen Touristen herumkutschiert zu werden, „möchte ich das anders machen und die Erlaubnis dafür bekommen, um mit dem Gewehr über der Schulter allein durch die Wildnis streifen zu dürfen und auch unter freiem Himmel campen“.

Am liebsten mit seiner Freundin, mit der er schon seit acht Jahren zusammen ist.

(es)

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