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Faible für Platten und Schokolade

Alissa Dovgucic studiert, modelt und arbeitet außerdem als DJane und Schokoladen-Verkäuferin. Hier stöbert sie gerade nach Schätzen in ihrem Lieblings-Plattenladen „Tactile“. Foto: Bernd Kammerer (Pressedienst Kammerer, 60431 Fra) Alissa Dovgucic studiert, modelt und arbeitet außerdem als DJane und Schokoladen-Verkäuferin. Hier stöbert sie gerade nach Schätzen in ihrem Lieblings-Plattenladen „Tactile“.

Die junge blonde Frau, die an der Frankfurter Johann Wolfgang von Goethe-Universität „über den Sinn der kritischen Theorie und sich aus ihm ergebenden methodischen Konsequenzen für die Sozialwissenschaft“ arbeitet, ist auch diejenige, die mit ihrem Freund unter dem DJ-Pseudonym „blutigekäsemauken“ Platten auflegt. Die gebürtige Berlinerin Alissa Dovgucic (23) steckt voller Überraschungen, schier übersprudelnd erzählt die Studentin in ihrem Lieblingsplattenladen, dem „Tactile“ an der Friedberger Landstraße, von ihren netten Nebenjobs als Model und Schokoladen-Verkäuferin.

Das Modeln brachte sie schon auf etliche Laufstege und zuletzt in die documenta-Stadt Kassel, wo sie für die Modestrecke eines Magazins vor der Kamera stand. „Ich wurde dort in Eisdielen fotografiert, sollte die verschiedenen Sorten probieren“, erinnert sich die gertenschlanke, 1,72 Meter große Frau. Eigentlich ist sie damit zu klein für den Model-Beruf, doch auf der Straße fällt sie dennoch durch ihr Äußeres auf. „Meine Kölner Agentur ist zwar auf Männer spezialisiert, aber man suchte nach besonderen Frauengesichtern. Ich bewarb mich und wurde genommen.“ Die Karriere auf dem internationalen Laufsteg verfolgt sie nicht streberhaft – ihr Motto könnte eher lauten „was kommt, das kommt“. „Ich tue es für das Geld, denn Frankfurt ist teuer“, gibt die Studentin unumwunden zu.

Ihr zweiter Job ist sprichwörtlich zuckersüß, in der Chocolaterie „Bitter & Zart“ verkauft sie Süßwaren. „Mein Favorit ist die Mango-Nougat-Praline, an ihr kann ich nicht vorbeigehen, überhaupt sind Pralinen mein Ding“, schwärmt sie und verrät nicht, wie man bei solchen Gelüsten das Model-Gewicht hält.

Geboren wurde Alissa Dovgucic zwar in Deutschland, doch ihre weißrussischen Wurzeln verleugnet sie nicht, die Muttersprache beherrscht sie fließend. Angesprochen auf die Sängerin Helene Fischer , die als Kind aus Sibirien nach Hessen kam, lacht die DJane: „Schlager ist die einzige Musik, mit der ich nichts anfangen kann.“

Wenn die Studentin solo unter dem Künstlernamen „41issa“ auflegt, sind Schlager tabu. „Bei mir ist eine Mischung aus Hip-Hop und elektronischer Musik mit Techno-Einflüssen zu hören“, erklärt sie. Für das Label einer Freundin hat sie einen experimentellen Mix kreiert und von angesagten Berliner Clubs kommen Anfragen. Auch in der Frankfurter Szene ist die Lebenskünstlerin unterwegs, organisiert Partys, legt auf.

„In meiner Jugend hatte ich viele Phasen, war Punkerin oder wollte zumindest eine sein. Dann kam die Hip-Hop-Phase, dann eine eher kommerzielle Phase. Aus allen Phasen habe ich etwas mitgenommen. Außerdem höre ich gern klassische Musik und Jazz.“ Ausgestattet mit vielen Talenten, lässt sie sich mit der Berufswahl Zeit: „Soziologie und Philosophie zu studieren hat Vorteile, denn hier lerne ich nicht etwas, was ich mein ganzes Leben ausführen muss, stattdessen steht mir vieles offen.“

Will sie nach dem Studium zurück nach Berlin? Vermutlich, auch „wenn man in Frankfurt wenigstens keine Weltreise machen muss, um nachts von einer Bar zur anderen zu kommen.“ Der Haken an der Mainstadt ist für sie offensichtlich: „Da man sich hier untereinander kennt, fällt es vielen schwer, aus sich herauszugehen.“ Beim Tanzen zu ihrer Musik zum Beispiel.

(fai)
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