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Eintracht gegen HSV: Feiern und an Berlin denken

Uli Stein hat seine Frau Conny und Tochter Jennifer zum Spiel seiner beiden ehemaligen Vereine mitgebracht. Auch zum Pokalfinale nach Berlin wird das Trio reisen. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Uli Stein hat seine Frau Conny und Tochter Jennifer zum Spiel seiner beiden ehemaligen Vereine mitgebracht. Auch zum Pokalfinale nach Berlin wird das Trio reisen.

Was für ein Heimspielabschluss vor ausverkauftem Haus in der Commerzbank-Arena. Die Partie der Adlerträger gegen den Hamburger SV hatte alles, was ein gutes Fußballspiel ausmacht: Tore, Kampf, Nervenkitzel und auch noch ein Happy End für Alexander Meier . Der „Fußballgott“ traf nach seiner Einwechslung nach langer, langer Verletzungspause zum 3:0-Endstand. Klar, das bedeutete Jubel und Gänsehautgefühle in der Weltmeisterschaftsarena. Das galt auf allen Rängen und – natürlich – auch auf den teuren und teuersten Platzen. „Komm Alex, du musst noch eins schießen, eins reicht nicht“, feuerte Bernd Hölzenbein , Weltmeister von 1974, den Frankfurter Torjäger Meier an.

Ex-Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen flankiert von den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden  Wilhelm Bender (links) und Herbert Becker. Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Ex-Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen flankiert von den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Wilhelm Bender (links) und Herbert Becker.

Einer, der für beide Teams, die am Samstag spielten, zwischen den Pfosten stand, ist Torwart-Legende Uli Stein . Er war mit seiner Tochter Jennifer und seiner Frau Conny zu Gast in der Vorstandsloge von Eintracht Frankfurt und wird die Eintracht auch zum Pokalfinale nach Berlin begleiten. Beim Spiel gegen den HSV müssten doch zwei Herzen in seiner Brust schlagen. Dem sei aber nicht so, sagte der 63-Jährige, der sich eher als Adlerträger fühlt. Auch „weil der HSV sich nicht um seine ehemaligen Spieler kümmert – und das finde ich schade für einen solchen Traditionsverein“, sagte Stein, der 224 Bundesligaspiele für die Eintracht und 228 für die Hamburger absolviert hat. „Nun ist kein direkter Klassenerhalt möglich“, fügte Stein mit Blick auf die Norddeutschen hinzu.

Eine noch frischere Verbindung zu beiden Vereinen hat Heribert Bruchhagen . Der ehemalige Eintracht-Boss war nach 13 Jahren in Frankfurt zuletzt 14 Monate in Hamburg. Dem HSV hätte er den Klassenerhalt gegönnt, „auch weil ich dort in der Verantwortung stehe“. Schließlich ist seine Freistellung vom Amt des Vorstandsvorsitzenden erst wenige Wochen her.

In der Loge der Stadt war derweil Opern-Intendant Bernd Loebe zu Gast, ausgewiesener Eintracht-Fan und -Kenner, der auch vor kurzem den International Opera Award 2018 in der Kategorie „Leadership in Opera“ erhielt. „Eine solche Saison hätte ich von Eintracht Frankfurt natürlich nicht erwartet“, sagte der 65-Jährige. „Aber am Schluss ist man dann doch ein wenig enttäuscht, weil doch noch etwas hätte herauskommen können“, sagte Bernd Loebe, der sich schon auf das Pokalfinale in der Bundeshauptstadt am Pfingstwochenende gegen Bayern München freut. „Die Eintracht hat mich eingeladen, dabei zu sein.“

Heinz-Georg Sundermann und seine neue Liebe Nicole Zahn. Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Heinz-Georg Sundermann und seine neue Liebe Nicole Zahn.

Auch Siegfried Dietrich , Manager der Frauenfußballerinen des 1. FFC Frankfurt wird den Adlerträgern in Berlin die Daumen drücken. „Ich bin auf jeden Fall dabei“, sagte Dietrich. Er kenne das Finalgefühl. „Schließlich standen wir mit unseren Frauen selbst zehnmal im Endspiel – und haben sechsmal gewonnen.“ Er freut sich auf die besondere Atmosphäre und weiß jetzt schon: „Das wird ein super Spiel. Und warum sollte ein Underdog die Bayern denn nicht mal so richtig ins Schwitzen bringen?“

Nicht mitfahren wird dagegen Bernd Breiter , der Macher des World Club Domes, der noch zum „richtigen Fußballfan“ wird, so oft war er in dieser Saison im Stadion. Aber das Pokalfinale liegt zeitlich gesehen zu nah an der nächsten Ausgabe des Festivals elektronischer Tanzmusik, das vom 1. bis 3. Juni in der Commerzbank-Arena stattfindet und weit mehr als 150 000 Besucher anlocken wird. Breiter ist noch immer geschockt vom Tod des DJs Avicii, der vor wenigen Tagen verstarb und 2015 bei dem Großereignis auflegte. „Es war ein Schock, aber es zeigt auch, dass das Showbusiness, so toll es auch ist, zur Hölle werden kann.“

Robert Restani , Chef der Frankfurter Sparkasse, kann beim Pokalfinale ebenfalls und schon wieder nicht dabei sein. „Vergangenes Jahr habe ich, als die Eintracht im Endspiel stand, meinen 60. Geburtstag gefeiert und in diesem Jahr wird die Großmutter meiner Frau 100 – da müssen wir nach Bremen.“ Lotto-Hessen-Chef Heinz-Georg Sundermann wird dagegen nach Berlin fahren und das Finale mit der neuen Liebe an seiner Seite, Nicole Zahn , erleben. Die beiden kennen sich seit gut 40 Jahren, doch erst beim Hinspiel gegen den FC Bayern funkte es. Vielleicht wird dann das Ergebnis in Berlin auch erfreulicher als damals. Die Eintracht verlor mit 0:1.

(es)

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