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Stadtgeflüster: Filmpremiere mit Adlerträgern

Die Hauptdarsteller Edin Hasanovic, Moritz Bleibtreu und Kida Khodr Ramadan (von links) posieren im Metropolis mit Eintrachtspieler Kevin-Prince Boateng (2. von rechts). Bilder > Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Die Hauptdarsteller Edin Hasanovic, Moritz Bleibtreu und Kida Khodr Ramadan (von links) posieren im Metropolis mit Eintrachtspieler Kevin-Prince Boateng (2. von rechts).

Während auf den Stufen zu den Kinosälen die Premierengäste Schlange stehen, posiert Schauspieler Moritz Bleibtreu vor Dutzenden von Fotografen. Er trägt einen grauen Anzug, ein weißes Hemd, dazu eine rote Krawatte, hat aber keine Zigarette im Mundwinkel. Gestern war im Cinestar Metropolis die Premiere des neuesten Bleibtreu-Streifens „Nur Gott kann mich richten“, den er mit Regisseur Özgür Yildirim in Frankfurt drehte.

Dem Blitzlichtgewitter und den Autogrammwünschen stellt er sich genauso wie die Schauspieler Kida Khodr Ramadan und Edin Hasanovic sowie Franziska Wulf und die Rapper Xatar und Ssio , die im Streifen mitspielen. Unter den Filmbesuchern befinden sich auch die zwei Adlerträger Marius Wolf und Kevin-Prince Boateng . „Ich freue mich, Kida Khodr Ramadan zu sehen, wir sind befreundet und er hat mich eingeladen“, so Fußballprofi Boateng. „Mal seh’n, was die Zukunft so bringt“, sagt der 30-Jährige. „Ich würde gern mal schauspielern.“ Für Ramadan war das Drehen in Frankfurt „wie Wellness“. Gut gefallen habe ihm die Berger Straße. „Dass wir hier gedreht haben, war gut, denn es gibt nicht wirklich Filme, die sich Frankfurt zum Zentrum gemacht haben“, erklärt Bleibtreu. „Frankfurt ist filmisch gesehen keine ausgebrannte Stadt“, pflichtet Regisseur Yildirim bei. Ein Grund mag auch gewesen sein, dass die hessische Filmförderung den Streifen mit 350 000 Euro unterstützte. „Es war vor allem aber ein visuelle Entscheidung“, sagt Bleibtreu.

Frankfurt ist für den Film ein gutes Pflaster, denn er gewann gut vier Monate bevor er in die Kinos kam in der Alten Oper den Hessischen Filmpreis als bester Film. „Preise sind keine Garantie dafür, dass man künftig Filme machen kann“, mahnt Yildirim, der schon den Deutschen Filmpreis gewann. Aber sie seien wichtig, weil sie den Fokus auf den Film richten. „Durch den Hessischen Filmpreis gibt es Referenzgelder, die ich in Anspruch nehmen kann, wenn ich noch ein Projekt in Hessen verwirkliche. Deshalb ist nicht ausgeschlossen, dass wir noch mal nach Frankfurt kommen, denn die Stadt ist toll“, sagt der Filmemacher.

Nicht mitgespielt, aber bei der Premiere vor Ort ist die Frankfurter Rapperin Schwesta Ewa . „Ich bin auf dem Soundtrack vertreten, auch deshalb bin ich hier“, so die 33-Jährige, die vergangenes Jahr wegen 35-facher Körperverletzung, Steuerhinterziehung und sexueller Verführung Minderjähriger zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt wurde. Sie schreibt gerade ein Buch über ihr Leben, das in drei Monaten fertig sein soll. Wer weiß, vielleicht wird Bleibtreu den Stoff verfilmen.

(es)

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