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Filmpremiere war fast ein Heimspiel

Regisseur Piotr J. Lewandowski (Mi.) und Schauspieler Thomas Sarbacher (r.) haben eine Verbindung zu Frankfurt und der Region. Sie leb(t)en hier. Auch Schauspieler Jannis Niewöhner (l.) fühlte sich im Cinema wohl. Foto: Bernd Kammerer (.) Regisseur Piotr J. Lewandowski (Mi.) und Schauspieler Thomas Sarbacher (r.) haben eine Verbindung zu Frankfurt und der Region. Sie leb(t)en hier. Auch Schauspieler Jannis Niewöhner (l.) fühlte sich im Cinema wohl.
Frankfurt. 

Für den Regisseur Piotr J. Lewandowski war die Hessen-Premiere seines Dramas „Jonathan“ gestern im Cinema am Roßmarkt fast ein Heimspiel. Die Familie des Polen lebt in Offenbach, wo er auch an der Hochschule für Gestaltung studierte. Im Film packt er zwei Tabuthemen an: Tod und Homosexualität. Ein sterbender Bauer bekommt Besuch von seinem Geliebten aus Jugendtagen, gedreht wurde auf Höfen rund um Heppenheim.

Jannis Niewöhner („Smaragdgrün“) spielt den Sohn, der nicht nur den Vater, sondern auch das alte Bild von ihm loslassen muss. „Ein intensiver Dreh, einige am Set weinten, so echt kam die Sterbeszene an“, erinnert er sich. Zurück zu den Wurzeln hieß es im Kinosaal auch für Thomas Sarbacher , der im Film den Geliebten mimt. Er wohnte bis zum Abitur in Frankfurt.

Dem Film liegen autobiografische Elemente zugrunde – der Vater des Regisseurs hatte ein Nahtoderlebnis, zurück im Leben war er ein anderer. Lewandowski schildert es so: „Was mein Vater erlebte, als er klinisch tot war, muss unglaublich schön gewesen sein, doch er spricht nicht darüber. War er vorher ein abwesender Vater, ein Soldat, zeigt er heute Interesse und umarmt mich manchmal.“

(fai)
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