Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Frankfurter Fußballer- Freundschaft

„Zeigt her eure Trikots“: Florian Jöckel (l.), Präsident des Radsport-Chapters „Guilty 76“, und Eintracht-Finanzvorstand Oliver Frankenbach. Bilder > Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) „Zeigt her eure Trikots“: Florian Jöckel (l.), Präsident des Radsport-Chapters „Guilty 76“, und Eintracht-Finanzvorstand Oliver Frankenbach.

Viele Tore, viele Zuschauer, viel Sonne – und dann auch noch ein Sieg der Adlerträger im freundschaftlichen Duell gegen den „kleinen Bruder“ vom Bornheimer Hang! Beim Spiel zur offiziellen Saisoneröffnung der Eintracht Frankfurt, die unter dem Motto „Wir sind alle Frankfurter Jungs“ stand, hat gestern alles gestimmt. 5:2 gewann die Mannschaft um Trainer Nico Kovac vor gut 40 000 Zuschauern klar gegen den FSV Frankfurt. Bei der Partie stand aber nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern das sportliche Mit- und Nebeneinander der beiden Fußballvereine der Mainmetropole. Denn von den Adlerträgern hatte es schon Monate vor dem Spiel für die insolventen FSV’ler eine Finanzspritze in Höhe von 150 000 Euro gegeben (wir berichteten).

FSV-Präsident Michael Görner (l.) und Axel Hellmann. Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
FSV-Präsident Michael Görner (l.) und Axel Hellmann.

„Das Match ist ein prima Signal dafür, dass es in der Stadt eine große Solidarität gibt“, findet Stephan Siegler , stellvertretender Chef des FSV. Michael Görner , Präsident des Vereins, bedankte sich bei der Eintracht. Das sei eine tolle Sache und sehr wichtig für den Verein. „Zunächst einmal ist es unser Ziel, den Klassenerhalt des FSV zu sichern, alles andere wäre utopisch“, sagte Siegler weiter. Auch einer, der schon bei beiden Vereinen unter Vertrag stand, sieht das so: „Es ist schön, dass die Eintracht uns unterstützt“, findet Patrick Ochs . „Sie könnte für ein solches Saisoneröffnungsspiel einen weitaus attraktiveren Gegner finden“, weiß der Profi, der selbst nicht ins Geschehen auf dem Rasen eingreifen konnte, weil er zurzeit verletzt ist. „Erst mal möchte ich gesund werden, dann schaue ich, ob und wann ich wieder gegen den Ball treten kann“, sagte Ochs, der im April wegen eines Kreuzbandrisses ausfiel.

Kein gutes Haar ließ Bernd Reisig , früher Manager des FSV, an seinem Ex-Verein. „Bei diesem Spiel habe ich ein lachendes und ein weinendes Auge.“ Er freue sich über die Unterstützung der Eintracht. Auf der anderen Seite stimme es ihn aber „traurig, dass wir vor einigen Jahren hier noch um Punkte gegeneinander gespielt haben“. Reisig spielte auf die Zeit an, in der die Eintracht Frankfurt und der FSV in der Zweiten Liga spielten.

Eintracht-Legende Cha Bum-kun (rechts) legt auf der VIP-Tribüne den Arm um seinen Sohn Sezi Cha. Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Eintracht-Legende Cha Bum-kun (rechts) legt auf der VIP-Tribüne den Arm um seinen Sohn Sezi Cha.

Unter den Zuschauern war auch eine Säule der Eintracht: der legendäre Cha Bum-kun , der mit den Adlerträgern Pokalsieger wurde. Der 64-Jährige war mit seinem Sohn Sezi Cha im Stadion, mit dem er zuvor in Sachen Fußball durch Europa gereist war.

Nicht nur um Fußball ging es in der Loge der Eintracht Frankfurt. Florian Jöckel , Manager des Frankfurter Rockstars Shantel und des Radrennfahrers John Degenkolb, überreichte dem Finanzvorstand der Eintracht, Oliver Frankenbach , ein Radfahrer-Trikot. Denn sein Projekt „Guilty76“ ist nicht nur eine Künstleragentur, sondern auch ein Racing-Kreis, der erlesene Radfahrer vereint. Um Mitglied des erlauchten Zirkels werden zu können, bedarf es einiger Bürgen – und die hatte Frankenbach. „Ich fahre leidenschaftlich gerne Rad“, sagte der Mann, der am liebsten Strecken ab 100 Kilometer zurücklegt. Jöckel und er lernten sich über John Degenkolb kennen, der bereits einige Male als Gast der Eintracht Frankfurt im Stadion war. „,Guilty76‘ ist absoluter Kult“, freute sich Frankenbach. „Er ist ein cooler Junge und passt sehr gut zu uns“, gab Florian Jöckel das Kompliment zurück. Demnächst wollen die beiden gemeinsam „in ziemlich regelmäßigen Abständen“ trainieren.

Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse