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Wahlen in den USA: Frankfurter Promis über Trump: Hoffen auf den Präsidenten

Auch in Frankfurt gibt es in diesen Tagen nur ein Thema: Donald Trump wird der neue Präsident der USA. Was sagt die Frankfurter Prominenz dazu?
Donald Trump ist der 45. Präsident der USA Foto: SAUL LOEB (AFP) Donald Trump ist der 45. Präsident der USA
Frankfurt.   

Der Ausgang der Präsidentschaftswahl in Amerika war gestern auch in Frankfurt Gesprächsthema Nummer eins. Eines steht fest: Viele Freunde am Main hat Wahlsieger Donald Trump bislang nicht.

Henni Nachtsheim , die eine Hälfte des Comedy-Duos „Badesalz“, reibt sich immer noch die Augen:

<span></span> Bild-Zoom Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)
„Es ist unfassbar, was man mit billigem Populismus alles erreichen kann!“ Nun müssten die Amerikaner sehen wie sie mit Trump zurechtkämen – und die Europäer auch. Eine Hoffnung hat Nachtsheim noch: „Es ist ja fester Bestandteil des Populismus, großmäulig Dinge zu versprechen, die man nicht hält. In Trumps Fall wäre das eher von Vorteil!“
 

Auch den medienaffinen Kapuzinermönch Bruder Paulus hat der Optimismus noch nicht verlassen: „Mich ängstigt, dass Vielfalt und Internationalität, Freude an der Verschiedenheit und Hilfe für Bedürftige und Fremde so vielen Menschen weltweit Angst macht.

<span></span> Bild-Zoom Foto: Karlheinz Schindler (dpa-Zentralbild)
Aber da Angst ein schlechter Ratgeber ist, hoffe ich auf einen Aufstand der Hoffenden, die besonnen, klug und universale Werte schätzend einer ängstlichen Abschottungspolitik widerstehen."
 

Dass Trumps Wähler mit dem neuen Präsidenten große Hoffnung verbinden, hat der Frankfurter Konzertveranstalter Ozzy Hoppe live erlebt – er ist gerade in den USA.„Das war eine Wahl gegen das Establishment und hier herrscht eine regelrechte Aufbruchstimmung. Allerdings muss Trump sich jetzt erst einmal beweisen."

<span></span> Bild-Zoom Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Von ganz anderen Stimmungen in den USA berichtet Lotto-Fee Franziska Reichenbacher. Ein Teil ihrer Familie lebt in den USA: „Meine Schwägerin hat in der Wahlnacht kaum geschlafen und fragt sich, wie das halbe Land einen ,selbstsüchtigen, geldgierigen Egomanen’ wählen könne. Sie hat wirklich geweint und macht sich große Sorgen.“
<span></span> Bild-Zoom Foto: Fredrik Von Erichsen (dpa)

Ob alles so heiß gegessen wird, wie es im Wahlkampf anklang, daran glaubt Star-Fotograf Mayk Azzato nicht, der regelmäßig in den Staaten arbeitet und erst vor zwei Tagen aus New York zurückkehrte: „Trump hat während des Wahlkampfs laut gebellt, um zu gewinnen, ist aber cleverer Geschäftsmann. Ich glaube nicht, dass alles aus dem Wahlkampf ernst gemeint war, sondern mehr Kampagne und Marketing. Amerika ist nicht umsonst das Land des Showbusiness.“ Azzato fordert Fairness: „Jeder sollte die Chance bekommen, sich zu behaupten.“

Ein Wahlparty-Besucher mit einem Hut im Design der US-amerikanischen Flagge verfolgt am Dienstagabend bei der „Election Night Party“ des US-Generalkonsulats in einem Frankfurter Club die Wahlberichterstattung aus den USA.
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Quer durch alle politischen Lager im Landtag zeigten sich deren Vertreter vom Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen überrascht oder gar geschockt. Es gibt Warnungen vor Rechtspopulisten, Hoffnung auf ein verbales Abrüsten des Siegers Donald Trump und auch Schuldzuweisungen an Hillary Clinton.

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Auch der Musiker Shantel , der aus den Musikstilen der Welt höchst erfolgreiche Tanzmusik macht, ist überzeugt, dass Trump als Präsident nur bestehen kann, wenn er auch sanftere Töne anschlägt. „Ich bin nicht wirklich überrascht von diesem Ergebnis, mit Hass, Spaltung der Gesellschaft, Diskriminierung von Minderheiten und Frauenfeindlichkeit kann man zurzeit punkten.“ Der Musiker, der bürgerlich Stefan Hantel heißt, hält Trump für „total unberechenbar“. Grund zur Sorge gebe es aber so oder so: „Die Gesellschaft in Amerika ist extrem gespalten und das wird weltpolitische Probleme erzeugen, denn das Land wird nicht in der Lage sein, die Krisenherde zu befrieden.“ Umso mehr seien nun die Europäer gefordert: „Wir müssen uns endlich mal zusammenraufen, um die Probleme, die es bei uns gibt, in den Griff zu bekommen.“

Travestie-Künstler Bäppi La Belle warnt davor, über Trump und seine Wähler herzuziehen: „Auch wenn es nicht jedem gefällt; das nennt man Demokratie. Und ein Land und seine Bürger, welche Parteien wie AfD und BFF sowie Menschen wie Gauland, Höcke, von Storch und Petry hervorgebracht hat, sollte nicht über die Bürger der USA herziehen, sondern überlegen, wie man dies bei uns verhindern kann.“

<span></span> Bild-Zoom Foto: Jens Kalaene (dpa-Zentralbild)
Die Frage, wie wohl die nächste Bundestagswahl ausgeht, beschäftigt auch Musikerin Sabrina Setlur. Die Lage der USA beurteilt sie nüchtern: „Amerika geht es so schlecht wie nie, tiefer sinkt es wohl nicht mehr. Und an Ronald Reagan hatte damals auch niemand geglaubt.“ Es bleibe nur „positive thinking“. . .
(es, red)
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