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Frankfurter Business Club 2017: Geschäfte machen und Gutes tun

Harald Bont (links) und Oliver Weiß vom Business Club Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Harald Bont (links) und Oliver Weiß vom Business Club

Business steht im Englischen für Geschäft. Aber um solches geht es den Machern des „Frankfurter Business Clubs 2017“ nicht zuerst. Vorrangig wollen die mehr als 120 Mitglieder anderen Menschen helfen. Sie sammeln für und unterstützen soziale Projekte. Etwa die Leberecht-Stiftung unserer Zeitung oder die „Main Kind“-Initiative gegen Kinderarmut, deren Vorsitzende Sandra Schellhase-Bender ist.

Vor ziemlich genau einem Jahr haben Oliver Weiß und Harald Bont den Business Club aus der Taufe gehoben. Und das gilt es nun zu feiern. Die Korken knallen allerdings erst Anfang August, auch wenn der Gründungsakt im Mai war. Und bei aller Wohltätigkeit und Feierei ist der Business Club Frankfurt trotzdem auch eine Netzwerk-Plattform. „Unser Ziel ist eine Kollektion der Köpfe“, sagt Weiß.

„Führungskräfte, Top-Manager, selbstständige Unternehmer, Freiberufler, Kommunikations-Experten, Berater, Architekten, Künstler und Kunsthändler kommen zu einem zwanglosen, beruflichen Austausch zusammen bei unserem monatlichen Business-Lunch in der Kameha Suite – 50 Prozent kommen aus dem Rhein-Main-Gebiet und die andere Hälfte aus ganz Deutschland“, erklärt Weiß. Nicht jeder kann Mitglied werden. „Der Vorstand muss im Mehrheitsbeschluss die Aufnahme bestätigen“, erklärt Weiß.

Der ist auf dem Terrain der Netzwerke kein Unbekannter. Schließlich fungierte Oliver Weiß bis Juli 2016 als Präsident des renommierten Wirtschaftsclubs Rhein-Main, ehe die Mitglieder nach einigen Querelen Thomas Kremer zum Präsidenten wählten. Weiß wurde damals abgelöst, weil er beim Ehrenpräsidenten des Clubs, Ernst Gloede , in Misskredit geraten war. In einem offenen Brief an alle Mitglieder schrieb Gloede davon, dass Weiß „nicht in der Lage war, meine in ihn gesetzten Erwartungen zu erfüllen“. Er forderte im Brief dazu auf, ihn nicht im Amt zu bestätigen. Weiß sah den Grund der starken Opposition Gloedes vor allem in dem von ihm geäußerten Wunsch nach mehr Transparenz. Zudem wollte er das Flaggschiff des Clubs, den „Innovationspreis der deutschen Wirtschaft“, neu ausrichten und aus den roten Zahlen holen. Weiß verließ den Club nach seiner Abwahl.

„Einige haben ihm nach seinem Weggang vom Wirtschaftsclub Rhein-Main vorgeschlagen, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen“, berichtet Kunsthändler Harald Bont, der dort ebenfalls Mitglied war. Gesagt getan. Weil „der Mantel“ für das Ganze fehlte, „kamen wir zu acht zusammen und überlegten, was wir machen wollten und wie“, berichtet Weiß. Dreimal tagten sie, bevor sie den Business Club ins Leben riefen – „es ging uns immer um zwanglosen beruflichen Austausch. Uns ist die Bodenständigkeit wichtig und wir brauchen das ganze Chichi nicht“, hebt Weiß hervor.

Den Anspruch, 300 oder 400 Mitglieder zu generieren, den gebe es nicht. „Dann explodiert doch der ganze Apparat. Auch eine Webseite haben wir nicht, die bringt nichts. Wir erhalten unsere Mitglieder durch Empfehlung und Mundpropaganda. Das Persönliche zählt – wir gehen unseren eigenen Weg. Der ist gut, seriös und bodenständig“, sagt Weiß. Es gibt auch keine klassischen „Clubabende“, sondern man trifft sich einmal im Monat mittags in der Kameha Suite an der Taunusanlage zum Essen, Reden und Referate anhören.

Mit dem Wirtschaftsclub gebe es „keine Berührungspunkte“, stellt Weiß klar. „Ich bin nur deshalb Präsident geworden, weil eine Bedingung, die ich gestellt habe, erfüllt wurde: Mir ging es darum, soziale Projekte zu unterstützen.“ Auch für Bont war diese Prämisse eine Voraussetzung. So kam es, dass sie in der kurzen Zeit ihres Daseins schon Hilfen an die Joblinge, die Leberecht-Stiftung, die Bärenherz-Stiftung und für die Kleider-machen-Leute-Aktion gaben.

Krachen lassen es die Herren und Damen vom Business Club dann am 10. August. Im Kempinski-Hotel in Gravenbruch geht ein Sommerfest über die Bühne und vorher heißt es Golfen für den guten Zweck bei den „Business Club Frankfurt 2017 Charity Open“. Was die Macher besonders freut: „Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Volker Bouffier “, berichtet Weiß.

(es)

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