E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Frankfurt am Main 28°C

Stadtgeflüster: Gloria Jones meldet sich mit „Tainted Love“ zurück

Sie wollen den Welthit von einst zum Welthit von heute machen: Gloria Jones und Lori Glori haben eine neue Version von „Tainted Love“ eingespielt. Hier posieren sie vor der Alten Oper. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Sie wollen den Welthit von einst zum Welthit von heute machen: Gloria Jones und Lori Glori haben eine neue Version von „Tainted Love“ eingespielt. Hier posieren sie vor der Alten Oper.
Frankfurt. 

Mit Marc Bolan , dem Sänger der unvergessenen Rock-Band „T-Rex“, hat sie einen Sohn, dessen Pate David Bowie war und auch sie selbst ist eine musikalische Legende: Gloria Jones . Ins kollektive Gedächtnis brannte sie sich mit ihrem ersten Hit ein, der zwar schon aus dem Jahr 1965 ist, der aber bis heute ein Ohrwurm ist: „Tainted Love“. Und sie spielt in dem oscarprämierten Dokumentarfilm „20 Fuß zur Berühmtheit“ (20 Feet from Stardom) mit. Etliche Bands haben dieses Lied nachgespielt – 1981 erlebte es mit der Gruppe „Soft Cell“ eine Wiederentdeckung und ziemlich genau 20 Jahre später war es Schock-Rocker Marilyn Manson , der den Song wieder ins Gedächtnis rief. Auch die „Pussycat Dolls“ spielten es und selbst die Deutschen Verkaufsschlager in Sachen Hardrock, die „Scorpions“, veröffentlichten ihre Version des Klassikers vor einigen Jahren.

<span></span> Bild-Zoom

Nun will Gloria Jones es wieder wissen und ist nach Frankfurt gejettet, um ihren Song „Tainted Love“ neu einzusingen, ergo aufzupeppen. Das ist nicht ohne, denn seit 40 Jahren hat sie nicht mehr gesungen. Seit dem Tag im Jahr 1977, als sie am Steuer saß und mit ihrem Mini einen Unfall hatte, bei dem Marc Bolan starb. Um das neue alte „Tainted Love“ aufzunehmen, suchte sie sich Unterstützung beim Produzenten Greg McKoy , einst mit den Skandal-Musikern von „Milli Vanilli “ als Tastenspieler unterwegs, und bei der Sängerin Lori Glori . Sie ist als die Stimme der 90er bekannt, sang für „Captain Hollywood“, „Intermission“ oder DJ Bobo . Nun soll also „Tainted Love 2018“ entstehen und in wenigen Wochen im Handel sein.

Das Trio hat nicht weniger vor, als den Sommerhit des Jahres zu landen – weltweit. Die Cover-Versionen finden sie gut. „Mir gefällt besonders die von Marilyn Manson“, sagt Gloria Jones. Doch keine habe es geschafft, „die Seele dieses Liedes zu treffen, niemand hat den Soul, der darin steckt, gepackt“, findet McKoy. Der neuen Version soll das nun gelingen, sie soll „raw and real“ (rau und echt) sein. Zu hören gibt es sie noch nicht. Da baut McKoy ganz auf den Überraschungseffekt, will eventuell irgendwann kleine Lied-Häppchen als Kostproben bringen.

Für Gloria Jones, 1945 geboren, ist das, obwohl sie musikalisch alle Höhen und Tiefen, die das Geschäft bietet, erlebt hat, eine aufregende Zeit in Deutschland und in der Mainmetropole. „Ich war mit Joe Cocker und mit ,T-Rex’ bei euch unterwegs“, erinnert sie sich, doch das sei lange her. In den vergangenen Jahren habe sie sich mehr und mehr der „Marc Bolan School of Music“ gewidmet. In Westafrika, genauer in Sierra Leone in der Stadt Makeni, möchte sie Mädchen und Jungen die Gelegenheit bieten, zu lernen, Musikinstrumente zu spielen, ihre Lieder zu komponieren und aufzunehmen. Auch deshalb reiste sie nach Deutschland, denn sie sammelt Spenden für die Kinder. „Wir sind in diesen Tagen viel unterwegs, geben etliche Interviews, um die Schule bekannt zu machen“, erklärt auch Lori Glori, die als Lori Ham 1962 auf die Welt kam, und nun auch als Botschafterin für die Schule tätig ist.

Auch sie durchlebte alles, was das Geschäft mit der Musik an Gutem wie an Schlechtem zu bieten hat und landete sogar im Gefängnis. Darüber hat sie ein Buch geschrieben. „Für mich ist Gloria Jones eine Königin, eben die ,Queen of Northern Soul’“, schwärmt Lori Glori, der selbst im vergangenen Jahr mit „Hark it’s Christmas“ ein Erfolg gelang. Nun sind die Aufnahmen zu „Tainted Love“ im Kasten und alle drei hoffen jetzt darauf, das der Song 53 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung wieder kolossal durch die Decke geht – auch weil sie einen Teil der Einnahmen der „Marc Bolan School of Music“ spenden möchten.

(es)

Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutz Über unsere WerbungRSS

© 2018 Frankfurter Neue Presse

Ok

Um Ihnen ein besseres Nutzererlebnis zu bieten, verwenden wir Cookies. Durch Nutzung unserer Dienste stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen