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„Grün“-Stars feiern gelungene Zeitreise

Die Hauptdarsteller Felix Klare (rechts), Jessica Schwarz und Christoph Letkowski ließen sich bei der Filmpremiere  feiern. Bilder > Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Die Hauptdarsteller Felix Klare (rechts), Jessica Schwarz und Christoph Letkowski ließen sich bei der Filmpremiere feiern.

Was wäre, wenn man das Leben um fünf Jahre zurückdrehen könnte? Die zweite Chance nutzt Schauspielerin Jessica Schwarz (40) umgehend und sucht sich einen neuen, aufregenderen Mann – natürlich nur im Film. Gestern feierte die Komödie „Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner“ Kinopremiere im Cinestar Metropolis am Eschenheimer Tor. Ganz in der Nähe wurde im vergangenen Sommer gedreht.

Viel Frankfurter Kolorit peppt daher die Romanverfilmung unter der Regie von Oscar-Preisträger Pepe Danquart auf, auch das Brückenquartier des Kunstvereins Familie Montez ist Kulisse. Während draußen die Sonne knallte, machte sich auf dem roten Teppich im Kino-Foyer Urlaubsstimmung breit, die gut gelaunte Schauspieler-Riege mit den Hauptdarstellern Felix Klare („Tatort“) und Christoph Letkowski ging es auch kleidungstechnisch eher lässig an, während die gebürtige Odenwälderin Jessica Schwarz wie eine märchenhafte „Goldmarie“ auftrat, elegant von Kopf bis Fuß in der Farbe der Sieger.

Lust, die Zeit zurückzudrehen? Juliane Köhler („Aimée & Jaguar“), im Film eine biestige Agenturchefin, ist zufrieden damit, wie alles ist; auch für Schauspielerin Pheline Roggan („Das kunstseidene Mädchen“) gilt: „Ich muss nicht zurück, um drohendes Unheil abzuwehren, alles gut.“

Ernster sieht das Jessica Schwarz, sie hat gerade eine „Odyssee“ in ihrem Heimatort Michelstadt hinter sich, wo sie mit ihrer Schwester ein Hotel betreibt. Hauskater „Herr Bergmann“ war verschwunden, ein Drama. „Wir suchten tagelang verzweifelt nach ihm, ich schaute in Garagen und Kellern“, erzählte die Hessin. Dann, gestern früh, die Erlösung: „Da tauchte er auf, als sei nichts gewesen. Wir vermuten, er war im Urlaub“, scherzte sie erleichtert. Gern würde die Mimin aus einem anderen Grund die Zeit zurückdrehen. „Ich würde mehr Menschen auf Vorsorgeuntersuchungen hinweisen. Im Januar starb mein Vater, und während der Dreharbeiten eine sehr gute Freundin“, sagte die Schauspielerin sichtlich berührt und schloss mit einem Credo: „Im Film kann man unfassbar viel lachen. Er zeigt aber auch, dass man die Menschen, die man liebt, jeden Tag festhalten muss.“

Mit dem „Zurück“ hatte ihr Kollege Felix Klare ganz andere Vorstellungen: „Ich würde eine Immobilie in Hamburg oder Berlin kaufen.“ Im Film macht er als Frauenarzt Überstunden, im wahren Leben sind seine Eltern Mediziner im Ruhestand. „Ich bin gespannt, was sie zur Rolle sagen. Aber ich bleibe in der Übung, im Moment spiele ich auf der Theaterbühne wieder einen Gynäkologen.“

Wer noch bei einem magischen Zeitsprung ein paar Dinge ändern würde, ist Hessens Wissenschaftsminister Boris Rhein, wie dieser zugab: „Nein, nicht meine Frau wechseln, ich bin seit 17 Jahren verheiratet, das läuft bestens.“ Ob es seine damalige Oberbürgermeisterkandidatur in Frankfurt war, die er ungeschehen machen würde, ließ der CDU-Politiker offen.

Ausschau nach Schauspielgröße Judy Winter hielt man vergeblich, sie musste wegen Synchronisationsarbeiten absagen. Wie sie im „Gras“-Film einer reichen Wiesbadener Witwe Leben einhaucht, ist köstlich und macht Vorfreude auf das Alter.

(fai)
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