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Hans Meiser schlägt Alarm

Moderierte mehr als 1 700 Sendungen während seiner Laufbahn und freut sich auch heute noch wie Bolle, wenn er ein Mikrofon vor der Nase hat: RTL-Legende Hans Meiser. Foto: Bernd Kammerer (.) Moderierte mehr als 1 700 Sendungen während seiner Laufbahn und freut sich auch heute noch wie Bolle, wenn er ein Mikrofon vor der Nase hat: RTL-Legende Hans Meiser.
Frankfurt. 

Am liebsten ist er mit seinem Wohnmobil unterwegs. Selbst zu Terminen fährt Hans Meiser oft in diesem Fahrzeug. „Ich habe da mein eigenes Bett“, sagt der Mann, der mit RTL Fernsehgeschichte geschrieben hat.

Zum jüngsten Termin in Frankfurt fuhr er aber mit dem Auto und war auch ohne seine ständige und sehr stark behaarte Lebensbegleiterin, der Hundedame Laika, unterwegs. „Wir waren viel auf Achse in diesem Jahr“, sagt Meiser, der in seiner Laufbahn mehr als 1 700 Shows moderierte und vor kurzem sein 70. Wiegenfest feierte. „Das ist allerdings nur eine ,gentheoretische’ Angabe, denn eigentlich bin ich 35“, scherzt Meiser. „Mein Sohn schrieb mir, dass mit 70 das Leben erst anfängt. Daraufhin habe ich mich zum ersten Mal seit drei Jahren umgeschaut, ob es Frauen gibt, die Interesse daran hätten, mit mir einen Kaffee zu trinken“, sagt Meiser. „Ich habe keine getroffen. Ich habe auch schon ein bewegtes Leben hinter mir.“

Mehr will er nicht verraten. „Ich werde keine einzige private Frage beantworten“, stellt der Showmaster klar, der in seinen Sendungen so manchem Gesprächsgast ohne Zögern überaus Privates fragte.

Zu den Sendungen gehörte auch die Reihe „Notruf“ – „das war 14 Jahre lang die ,Betriebssendung’ für alle Rettungsorganisationen in Deutschland“. Deshalb ist Meiser auch die Idealbesetzung für Deutschlands erstes Telefonwarnsystem „Deutschlandalarm“, das vergangene Woche an den Start ging. Und deshalb fuhr er in die Mainmetropole, um dafür zu werben. „Ich war auch zwei Jahre lang bei den Sanitätern in meiner Bundeswehrzeit und weiß, wie wichtig es ist, dass eine Alarmierung schnell funktioniert“, erzählt Meiser, der eine besondere Beziehung zu Frankfurt hat.

„Ich habe mit dem Flugzeug den Messeturm zweimal touchiert.“ Allerdings geschah das damals an einem Flugsimulator der Lufthansa. „Mein Vater war Pilot bei der Lufthansa, zu Zeiten als man noch mit Pedalen die Flugzeuge antrieb“, so Meiser, der selbst keinen Flugschein besitzt. Während er also nichts Bleibendes in Frankfurt hinterließ, hinterließ eine Frankfurterin bei ihm einen bleibenden Eindruck. „Ich war vor vielen Jahren mal beim ,Ball des Sports’ in der Alten Oper und saß mit einer hochinteressanten Frau zusammen am Tisch – die damalige Oberbürgermeisterin Petra Roth “, erinnert sich Nachrichten-Freak Meiser. „Ich gehe nicht oft zu solchen Veranstaltungen, aber die war wirklich toll.“ Meiser, der vor etlichen Jahren bereits bei RTL seinen Platz räumen musste, über die Medien heute: „Ich würde heute keinem empfehlen, in diese Branche zu gehen. Weder Print, noch Radio, noch Fernsehen.“ Seine Zeit beim Fernsehen vermisst Meiser, der nicht nur Ottonormalverbraucher vor der Kamera interviewte, sondern auch mit etlichen Bundespräsidenten und Bundeskanzlern sprach, nicht. „Dieser Stress fehlt mir nicht.“ Doch ganz die Finger davon lassen, das kann er nun doch nicht.

„Ich mache immer noch nebenbei ein bisschen Fernsehen. Im Monat vielleicht zwei- oder dreimal. Und das genieße ich richtig. Ich finde das affenturbogeil. Auch hier im Radiostudio“, sagt Meiser, der beim Sender Antenne Frankfurt zu Gast war.

(es)
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