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Heidis Kochbuch zum Glücklichsein

Die Schweizer Künstlerin Piroska Szönye hat ein Kochbuch geschrieben. Darin lässt sie Heidis kulinarische Erlebnisse in Frankfurt einfließen – also darf natürlich auch ein Grüne Soße-Rezept nicht fehlen. Das Buch präsentiert Szönye derzeit in der Mainmetropole. Foto: Bernd Kammerer (.) Die Schweizer Künstlerin Piroska Szönye hat ein Kochbuch geschrieben. Darin lässt sie Heidis kulinarische Erlebnisse in Frankfurt einfließen – also darf natürlich auch ein Grüne Soße-Rezept nicht fehlen. Das Buch präsentiert Szönye derzeit in der Mainmetropole.

Heidi ist erwachsen geworden: Anstatt mit dem Geißenpeter auf einer Alm in den Schweizer Alpen zu spielen, wo sie immer glücklich war, reist sie zurück in die Mainmetropole. Dort besucht sie aber nicht ihre Freundin Clara, sondern macht sich auf, um die kulinarische Vielfalt Frankfurts zu entdecken. „Döner habe ich noch nie gegessen“, sagt sie und holt das auf dem Dönerboot am Mainufer nach. Auch Grüne Soße, Hamburger und Currywurst testet Heidi.

Das klingt wie die Fortsetzung des gleichnamigen Kinderbuch-Klassikers von Johanna Spyri. Ist es aber nicht. Es handelt sich um die kulinarischen Frankfurt-Erlebnisse der Schweizer Künstlerin Piroska Szönye , die es jetzt in einem Buch nachzulesen gibt. Die Künstlerin stellt das Buch derzeit in der Mainmetropole vor.

Entstanden ist das Projekt so: Nachdem Szönye von ihrer kulinarischen Erkundungstour im Rhein-Main-Gebiet nach Chur zurückgekehrt war, lud sie Schweizer Starköche ein – Andras Caminada (Schloss Schauenstein), Stefan Heilemann (Atlantis, Zürich), Peter Jörimann (Schneggen, Reinach), Jan Karl Mannchen (Schloss Laufen), Sigi Tschurtschenthaler (Adler, Fläsch), Stefan Wagner (Stern, Chur), Tino Zimmermann (Stiva Veglia, Schnaus), die Jumi Gäng usem Ammitau , die junge Natur-Köchin Rebecca Clopath , Food-Bloggerin Nadia Damaso und sogar die Schweizer Armee mit dem legendären Spatz. Sie bereiteten einfache Speisen zu. Herausgekommen ist das Kochbuch „Heidi and Friends“, das es in Frankfurt nur bei brandbook gibt. Doch das Kochbuch will nicht nur Anleitung für die Zubereitung einfacher, aber trotzdem raffinierter Rezepte sein. Es soll all diejenigen, die die Rezepte nachkochen, glücklich machen. Und, darauf legt Piroska Szönye besonderen Wert: „Kochen ist auch eine Philosophie, Kunst, Poesie. All dies soll sich in diesem Buch widerspiegeln“, sagt sie. Deshalb sei ihr Buch nicht nur ein Kochbuch, sondern ein Kunstwerk.

Bis ihre „literarische Plastik“ fertig war – von der Idee bis zur Veröffentlichung – hat es drei Jahre gedauert. „Die ,Tour de Frankfurt hat Heidi in verschiedene Ecken Frankfurts geführt. Die Multikulti-Kultur der Stadt spiegelt sich auch im Essen wider“, erzählt Szönye. Sie selbst hat einen Favoriten: „Die Frankfurter ,Grüne Soße gehört zu meinen absoluten Lieblingsspeisen. Deshalb durfte sie nicht in der Frankfurt-Ausgabe meines Kochbuchs fehlen“, schwärmt die Schweizerin. Eigens dafür hat die bekannte Grüne-Soße-Festival-Erfinderin Maja Wolff alias Anton Le Goff drei Rezepte von namhaften Frankfurter Köchen beigesteuert.

Die Rückkehr von Heidi nach Frankfurt ist für Szönye die Konsequenz des Älterwerdens: „Heidi will nun als Erwachsene wissen, was aus Frankfurt und den Menschen, die sie aus ihrer Kindheit kennt, geworden ist. Alles verändert sich und so auch ihre Sichtweise. Heidi ist nun eine junge Frau, die die Welt entdeckt“, sagt die Künstlerin und erweckt sie als Kunstfigur zu neuem Leben: Heidi am Herd. So will sie`, Szönye, die einfache schweizerische Küche lebendig in Erinnerung rufen.

Was ihr mit dem „Kunst-Koch-Philosophie-Poesie-Buch“ gelingt. Denn jedes der 4444 Exemplare von „Heidi & Friends“ ist ein absolutes Unikat. Und das hat natürlich seinen Preis, es kostet 200 Euro.

(mes)

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