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Im Autohaus Ebbelwei trinken

Fan Petra Roth mit dem Talkmaster Bernd Reisig. Bilder > Foto: Bernd Kammerer (.) Fan Petra Roth mit dem Talkmaster Bernd Reisig.
Frankfurt. 

Am Ende tanzen alle zu Olaf Hennings Hit „Cowboy und Indianer“ und die A-Capella-Band „Maybebob“ hat zwei Lieder gesungen – Live-Musik bei „Bembel und Gebabbel“. Alles neu und doch wieder irgendwie alles beim Alten.

Die Talkshow ist für eine Ausgabe umgezogen. Vom heimeligen Apfelweinlokal in der Friedberger Warte in das nüchterne Ambiente der Hyundai-Niederlassung am Kaiserlei. Die Schau rund um Medienmann Bernd Reisig funktioniert trotzdem.

Gesprächspartner sind Eintracht-Frankfurt-Vorstandsmann Axel Hellmann , die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer , Schlagersänger Henning und der Hyundai-Deutschland-Chef Markus Schrick . Doch auch unter den Gästen sitzt Prominenz. Etwa Comedian Johannes Scherer oder die ehemalige Frankfurter Oberbürgermeisterin Petra Roth . Die ist ganz hin und weg. „Bernd hat das wieder hervorragend gemacht und es war äußerst informativ.“ Erfahren haben die mehr als 260 Zuhörer einiges über die positive Lebenseinstellung von Malu Dreyer, die seit vielen Jahren an Multipler Sklerose leidet und auch etwas darüber, wie sich Henning mit seiner Ex-Frau, dem Schlagerstar Andrea Berg , noch immer gut versteht.

Auch Axel Hellmann packt aus. Er, der als Schüler einen Traum hatte: Präsident von Eintracht-Frankfurt zu werden. Das ist er noch nicht, aber was zu melden hat der 45-Jährige schon beim Erstligisten. „Eigentlich müsste es dir gut gehen, ihr seid ganz gut in die neue Saison gestartet und du bist Heribert Bruchhagen los. Und trotzdem hast du den ersten Ärger am Hals“, so Reisig provokant zu Hellmann. Fan-Randale beim Pokalspiel gegen Magdeburg, „ist ein Thema, das in Wellen immer wieder aufkommt“. Doch Hellmann, der selbst aus der Fanszene kommt, relativiert ein wenig. „Wir haben alle in jüngeren Jahren vielleicht mal Dinge gemacht, die, zum Glück, nicht medial beobachtet worden sind“, so Hellmann.

„Das hat es immer mal gegeben, dass es, wenn du in den 80er Jahren unterwegs warst, mal zu Rangeleien kam“, sagt Hellmann. Nur sei der Fokus damals anders gewesen. „Außerdem gab es Grenzen. Wenn es passiert war, war es erledigt. Es stand in keiner Zeitung und es gab keine sozialen Netze“, erklärt Hellmann, der von Kindesbeinen an Eintracht-Mitglied ist. „Heute leben wir in einem total medialen Zeitalter. Deshalb sind diese Dinge von einer anderen Dramatik und Bedeutung“, findet Hellmann, der dafür plädiert, die Linie der „konsequenten Tätersanktionierung“ weiter zu verfolgen. „Mir ist vollkommen klar, dass der DFB, um Maßstäbe zu setzen, Strafen erlassen muss, die den Verein insgesamt treffen“, meint Hellmann. Geisterspiele seien aber ein Fehler, „weil ich 99 Prozent der Leute mitsanktioniere, die für sauberen und guten Fußball stehen“. Alternative: Der Verein sollte Daten erhalten, „die wir im Moment nicht haben dürfen. Wir müssen als Vereine in die Lage versetzt werden, die interne Sanktionierung über Täterermittlung und Identifikation zu betreiben.

(es)
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