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Stadtgeflüster: Im Stadion weihnachtet es

Ließen sich das Spiel der Eintracht nicht entgehen (von links): Rudolf Scharping, Roland Koch und Franz-Josef Jung. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Ließen sich das Spiel der Eintracht nicht entgehen (von links): Rudolf Scharping, Roland Koch und Franz-Josef Jung.

Festliche Stimmung beim letzten Heimspiel des Jahres in der Commerzbank-Arena: Zwar endete die Partie der Adlerträger gegen die Königsblauen aus Schalke mit 2:2 unentschieden, doch der weihnachtlichen Atmosphäre tat dies keinen Abbruch. Nach Abpfiff verdunkelte sich das Stadion, und vom Würfel über dem Mittelkreis ertönten Weihnachtslieder.

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„Ich bin total happy über die super Entwicklung, die die Mannschaft gemacht hat“, sagt Henni Nachtsheim , ein Teil des Comedy-Duos „Badesalz“ in der Halbzeitpause. Nachtsheim ist auf Einladung von Sportvorstand Fredi Bobic in der Vorstandsloge der Eintracht. „Das war seine Gegeneinladung, weil wir ihn damals, vor gut 20 Jahren, zu einer Badesalz-Show eingeladen hatten“, erzählt Henni Nachtsheim. „Es ist wunderbar, dass er das nicht vergessen hat“, so Nachtsheim, der das Fest der Liebe in „angenehmer Weihnachtslangeweile“ mit seiner Familie verbringen will. Ein guter Plan.

Das findet auch Dieter Müller , einst Präsident der Offenbacher Kickers und Torschützenkönig bei der Europameisterschaft 1976. „Auch ich werde Weihnachten im Kreis der Familie, mit meinen Kindern und meinem Enkelkind verbringen“, so Müller, der mit der Ebbelwei-Kaiserin Johanna Höhl liiert ist. Müller ist wunschlos glücklich: „Den einzigen Wunsch, den ich zu Weihnachten haben könnte, das ist Gesundheit.“ Auf die Enkel freut sich auch der ehemalige Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU). Und er ist begeistert vom Auftreten der Eintracht. „Die Verteidigung steht gut, dafür war ich früher mal verantwortlich“, scherzt Jung, der in der Loge des Energieversorgers Mainova das Spiel der Adlerträger verfolgt und dort auf einen anderen ehemaligen Verteidigungsminister trifft: Rudolf Scharping . Der wurde vor Kurzem 70 Jahre, will aber sein Wiegenfest nachfeiern – „ich feiere, wenn die Sonne wieder scheint“. Von der Eintracht ist er überrascht: „Es läuft besser, als die meisten am Anfang gedacht haben.“

Dieter Müller, Sylvia von Metzler und Dirk Dufner verfolgten das Spiel ebenfalls  live im Stadion. Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Dieter Müller, Sylvia von Metzler und Dirk Dufner verfolgten das Spiel ebenfalls live im Stadion.

Und noch ein Ehemaliger ist in der Mainova-Loge zu Gast: Der einstige Ministerpräsident Hessens Roland Koch. „Die Eintracht gefällt mir gut.“ Sylvia von Metzler, die sich mit viel Verve für das Frankfurter Kulturleben einsetzt und großer Eintracht-Fan ist, kam diesen Samstag zum ersten Mal in dieser Saison ins Stadion. Das lag nicht an der Spielweise von Eintracht Frankfurt, denn „die Eintracht ist supergut“. Vielmehr ergab sich keine Gelegenheit. Zu viel war sie unterwegs.

Trotzdem verfolgt sie das Geschehen rund um die Adlerträger, „aber eine Prognose wage ich nicht zu geben, denn noch ist es zu früh, finde ich“. Was sie aber genau weiß ist, wie und wo sie das Weihnachtsfest begehen wird: „Zuhause mit meiner Familie.“ Auch sie hat keine materiellen Wünsche. Allerdings „ist es doch zurzeit so, dass es auf der ganzen Welt brodelt. Es sind unsichere Zeiten, in denen alles ins Schwanken gerät, deshalb wünsche ich mir, dass die Welt nicht aus den Fugen gerät“.

In der Loge von von Metzlers zu Gast war Dirk Dufner, der einst als Sportdirektor bei 1860 München, beim SC Freiburg und bei Hannover 96 tätig war. An der Eintracht schätzt der Fußballfachmann, der nun als Spielerberater bei der „Arena 11 Sports Group“ tätig ist und in Oberursel wohnt, „dass sie griffig und aggressiv sind“. Einen Familienausflug unternahm Familie Metz in die Commerzbank-Arena. Vater Dirk Metz , ehemaliger Sprecher der Hessischen Landesregierung, hatte Tochter Manon und Sohn Manuel dabei, die am Ende allen Grund zum Jubeln hatten. Schließlich sind sie Schalke-Fans – Dirk Metz gehört dem Aufsichtsrat der Königsblauen an. „Weihnachten verbringen wir Zuhause im Odenwald. 2017 war beruflich ein extrem hektisches Jahr, deshalb freuen wir uns auf ein bisschen Ruhe.“

(es)

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