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Eislauf-Legende Marika Kilius: Immer noch verliebt ins Leben

Man sieht: Marika Kilius fühlt sich wohl. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Man sieht: Marika Kilius fühlt sich wohl.

Warum sie so strahlend aussieht? Für Eislauf-Legende Marika Kilius ist das ganz klar. „Ich verliebe mich immer wieder neu, das hält die Zellen jung“, sagt sie beim Frankfurter Salongespräch im Grandhotel Hessischer Hof. Mit „Verlieben“ ist hier weniger das in Männer als in Momente des Lebens gemeint. Die 74-Jährige versteht es, immer wieder neue Eindrücke zu genießen. Obwohl Frankfurterin durch und durch reist sie immer noch so viel wie einst als Sportlerin. Sie bezeichnet sich selbst als „Nomadin“, die „eigentlich keine Wohnung braucht“. Beim von Bärbel Storch moderierten Talk erfuhren selbst langjährige Kilius-Fans viel Neues. Zum Beispiel, dass sie nach Filmstar Marika Rökk benannt wurde. Mutter Kilius hatte die Diva sogar zuvor noch um Erlaubnis gefragt. Natürlich war die Rökk nicht dagegen und gönnte Marika sogar ein Kennenlernen. Da war die Kleine sechs und drehte schon längst ihre Runden auf Eis- und Rollschuhbahnen. Das Training bis nachts sei schon eine Fron gewesen, aber es lohnte sich. Sie wurde früh schon deutsche Meisterin und nahm mit Sondererlaubnis als 12-Jährige an der WM teil. Da ihr Laufpartner Franz Ningel nicht mitwuchs, wurde Hans-Jürgen Bäumler ihr Eis-Prinz, mit dem sie Weltmeister wurde. Erstaunlich, da Bäumler trainingsfaul war: „Er wollte nicht mal vor Meisterschaften die Kür bis zum Ende üben.“ Warum sie den Unternehmer Werner Zahn und nicht Bäumler geheiratet hat? „Wir hatten immer nur ein kumpelhaftes Verhältnis“, erklärt sie das, was damals Millionen Fans leiden ließ.

Marika Kilius freut sich, dass sie ihr Bewegungstalent an eine ihrer Enkelinnen weitergegeben hat, mit der sie oft stundenlang auf Bällen tanzt. Auch das hält natürlich jung. Und die Beschäftigung mit ernsten Themen. Sie engagiert sich mit Götz Werner jetzt für das bedingungslose Grundeinkommen.Und was hält sie vom heutigen Eiskunstlauf? Nicht viel. „Die Sportler müssen so viele Sprünge machen, da kommt das Künstlerische zu kurz.“

Zum Glück kann man auf YouTube noch Kilius/Bäumler sehen: das Traumpaar der Sechziger. ds

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