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Ingrid Steeger zieht es nach Frankfurt – sie will ein Café eröffnen

Drei Damen: Ingrid Steeger, Eliza Doolittle und Manuela Mock. Foto: Bernd Kammerer (.) Drei Damen: Ingrid Steeger, Eliza Doolittle und Manuela Mock.
Frankfurt. 

Unvergesslich hat sie sich mit der Kultsendung „Klimbim“ gemacht, die von 1973 bis 1979 bei der ARD zu sehen war. Doch trotzdem oder gerade deshalb verlief ihr Leben alles andere als gradlinig. Ingrid Steeger lebte eine ganze Zeit lang von Hartz IV. Das ist aber auch schon eine Weile her.

Nun hat die 69-Jährige neue Pläne. Sie möchte nach Frankfurt ziehen und ein Café eröffnen. Und das mit ihrer Freundin Manuela Mock . Die führt den Laden „Transnormal“ am Baseler Platz, und diesen möchten die beiden Frauen umgestalten. Doch das kann noch dauern.

Immer wieder ist Steeger in den vergangenen Wochen bei Mock zu Besuch. Sie besprechen die Zukunft. „Wir sind aber kein Paar, ich bin nicht lesbisch“, betont Steeger, die mal mit dem Theaterregisseur Dieter Wedel zusammen war.

Hinter der Schauspielerin, die 2013 ihre Biografie „Und ich find es wunderbar. Mein Leben“ veröffentlichte, liegt eine arg nervenaufreibende jüngste Vergangenheit. Sie spielte in „Der Kurschatten-Mann“ – und das war nicht ohne. „Jetzt mache ich erstmal Pause, denn ich hatte fünf Wochen lang eine chronische Grippe“, so die Mimin, die natürlich trotzdem auftrat. „Außerdem ist mir der Zahn rausgeflogen.“ Das merkt man, denn sie lispelt immer noch. Und sie hatte einen verstauchten Fuß. Also keine leichte Zeit.

Theaterspielen möchte sie weiterhin, auch wenn das mit dem Café klappt. „Ich werde mich um das Ambiente kümmern, aber es wird natürlich ein Transenlokal bleiben, das soll es auch“, schildert Steeger die Pläne.

Und sie brauchen einen Koch. „Wir wollen kleine Gerichte anbieten. Aber ich habe nicht die Zeit, deshalb müssen wir jemanden finden“, sagt Steeger. Sie steckt voller Tatendrang, doch es ist ihr auch eine gewisse Müdigkeit anzumerken. Auch die Sonnenbrille mag sie nicht ausziehen. Selbst drinnen nicht. Wann es losgeht mit dem Projekt, wissen die beiden nicht. „Wir müssen erst noch die ganzen Genehmigungen bekommen. Ich kann ganz gut organisieren, aber dafür brauche ich vorher ein Appartement in Frankfurt.“ Denn von München aus, wo sie zurzeit wohnt, ginge das nicht. „Es muss nicht alles von heute auf morgen geschehen.“

Ingrid Steegers und Manuela Mocks Freundschaft ist noch relativ jung. „Wir haben uns kennengelernt, als ich vor zwei Jahren hier gespielt habe“, erinnert sich Steeger. Mock ging etliche Male ins Theater, um Steeger zu sehen. Eines Tages erhielt Steeger einen Anruf von einem Hundeladen, dass für ihre Hündin Eliza Doolitle etwas bereit liegt. „Als ich hinkam, saß Manu da.“ Gestört habe sie das nicht. „Manu ist wahnsinnig sympathisch“, findet Steeger. „An ihr schätze ich, dass sie ehrlich und verrückt ist. Und obwohl sie verrückt ist, ist sie doch relativ normal.“ Außerdem mag sie den Freundeskreis rund um Manuela Mock. „Sie sind so nett, kümmern sich um mich.“ Nun will sie München verlassen und nach Frankfurt. Warum? „Der bayerische Dialekt gefällt mir nicht“, ulkt sie. Dann ernster: „Es sind Manu und ihre schwulen Freunde. Sie sind immer füreinander da.“

(es)
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