Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer
Anzeige Laufsport - Alles rund um den Mainova Frankfurt Marathon ... Frankfurt am Main 15°C

„Kleider machen Leute“-Gala: Jede Menge Programm

Auf der "Kleider machen Leute"-Gala zugunsten der Leberecht Stiftung sorgten neben Star-Tenor Paul Potts auch Prominente bei einer VIP-Modenschau für ein buntes Programm.
Sonst trägt sie eher wenig am Leib.... Bilder > Sonst trägt sie eher wenig am Leib....
Frankfurt. 

Tu Gutes und rede darüber. Dieses Motto haben sich PR-Mann Sven Müller und Herrenausstatter Stephan Görner zu Herzen genommen, es aber leicht umgewandelt. Bei ihnen lautet es: „Tu Gutes und zeige es.“

Denn die beiden stecken bei der Aktion „Kleider machen Leute“ Männer – und seit neuestem auch Frauen –, die beim Arbeiten sonst keinen feinen Zwirn tragen, in adrette Anzüge. Müllmänner, Kanalarbeiter, Tellerwäscher, Mechaniker, Landschaftsgärtner und, und, und.

Görner nimmt Maß und schneidert ihnen einen Anzug auf den Leib. Und das alles für den guten Zweck: Die Leberecht-Stiftung unserer Zeitung, die sich seit mehr als 60 Jahren für behinderte und benachteiligte Kinder und Jugendliche und ihre Eltern stark macht.

Im vergangenen Herbst stieg im Rahmen der Aktion eine Benefiz-Gala in der Nobelherberge Kempinski in Gravenbruch. Die geht dieses Jahr – natürlich – über die Bühne. Und zwar mit Moderatorin Evren Gezer . Die hat Übung, schließlich moderierte sie die Veranstaltung im vergangenen Jahr und auch dieses Jahr führt sie durch ein volles Programm ab 19 Uhr am 12. November.

Schirmherr ist übrigens Ministerpräsident Volker Bouffier und auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann will den Schritt in den Westkreis Offenbach wagen und bei der Gala dabei sein.

Dort erlebt er dann einen gut halbstündigen Auftritt des Star-Tenors Paul Potts . Eines der Highlights des Abends ist die VIP-Modenschau, bei der fünf prominente Herren, bekannt aus Funk und Fernsehen, über den Catwalk stolzieren. Klar, dass die Damen und Herren, die in diesem Jahr die Protagonisten von „Kleider machen Leute“ sind, ebenfalls zeigen werden, was sie tragen.

Zu ihnen gehört Angie Lexx . Eine Frau, die nicht nur keine Anzüge, sondern beim Arbeiten meist gar nichts am Leib trägt. Denn Lexx ist Tabledancerin und eine von 35 Damen, die nachts, wenn die bunten Lichter kreisen und die Beats dröhnen, leicht- oder gar nicht bekleidet an der Stange tanzt und Gäste animiert.

Die dreifache Mutter tanzt für ihr Leben gern. Das war auch der Grund, weshalb sie sich bereits vor ihrem Studium der Betriebswirtschaftslehre für den außergewöhnlichen Job entschieden hat. „Ich tanze schon seit mehr als zehn Jahren und es macht mir heute immer noch genauso viel Spaß, wie am ersten Tag. Ich habe mir alles selbst beigebracht und habe mir in diesem harten Job einen guten Ruf erarbeitet“, sagt die Poledancerin, die ab September in einer Tanzschule als Trainerin arbeitet. Ihre Arbeit erledigt sie so gut, dass inzwischen sogar Anfragen aus der ganzen Welt kommen. Selbst in Las Vegas soll sie demnächst auftreten. Für „Kleider machen Leute“ schneiderte Görner ihr einen weinroten zweireihigen Blazer aus edlem Samt und eine Hose mit Glencheck-Mustert.

Ihm und Müller geht es darum: Wertschätzung und Achtung für außergewöhnliche Berufe und die Menschen, die sie ausüben. „Wir wollen, dass der Müllmann, der Kanalarbeiter oder die Tabledancerin dieselbe Anerkennung und das gleiche Ansehen erhalten, wie die Menschen, die in ihren Jobs normalerweise einen Anzug tragen“, so Müller. Karten gibt es zum Preis von 195 Euro bei info@mueller-livekommunikation.de. Und wer zur Schau kommt, weil er einen Auftritt von Angie Lexx erwartet, wird enttäuscht. Sicher wird sie bei der Gala tanzen – aber nur mit ihrem Mann.

(es)
Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse