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Stadtgeflüster: Jede Menge Promis bei der Eintracht

Die Eintracht durfte sich diesmal über jede Menge prominente Unterstützer freuen - vom Ministerpräsidenten bis zu Uwe Bein. Wir verraten Ihnen, wer alles mit den Adlern gefiebert hat.
Axel Hellmann gratuliert Uwe Bein zum Geburtstag. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Axel Hellmann gratuliert Uwe Bein zum Geburtstag.

Dieses Mal hat er seine Mission erfüllt. Stephan Weidner, Bassist der Frankfurter Band „Böhse Onkelz“, ist fast so etwas wie ein Dreipunkte-Garant für die Eintracht. Ist er im Stadion, gewinnt die Mannschaft. Beim Heimspiel gegen den FC Augsburg allerdings hatte der Glücksbringer versagt – gegen den VfB Stuttgart saß er trotzdem wieder in der Commerzbank-Arena und seine Glücks-Aura wirkte. Und wie. Durch ein fantastisches Tor von Sébastien Haller in der letzten Minute der Nachspielzeit gelang der Elf um Trainer Nico Kovac endlich der erste Heimsieg der Saison.

Karin Dierssen und Wolfgang Steubing (r.) nehmen Landesvater Volker Bouffier und dessen Sohn, der auch Volker heißt, in die Mitte Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Karin Dierssen und Wolfgang Steubing (r.) nehmen Landesvater Volker Bouffier und dessen Sohn, der auch Volker heißt, in die Mitte

Ein weiterer „Glücksbringer“ war an diesem Nachmittag Ministerpräsident Volker Bouffier. Der war mit seinem 25 Jahre alten Sohn, der ebenfalls Volker heißt, im Stadion und hatte vor Anpfiff der Partie sogar das richtige Ergebnis getippt: 2:1. Bestens gelaunt scherzte der Landesvater: „Wenn Sie jetzt auch noch wüssten, dass ich in der Pause in der Kabine war und den entscheidenden Treffer für die letzte Spielminute überhaupt bestellt habe . . .“ Da muss Wolfgang Steubing , Vorsitzender des Aufsichtsrates des Eintracht Frankfurt Fußball AG, kurz und prägnant anmerken: „Noch ein paar solcher Spiele und mein Herz wird ganz schön strapaziert.“ Treffend analysiert Bouffier senior das Match, während Eintracht-Mittelfeldspieler Marco Fabian mit einer Spendendose durch die Loge des Vereins läuft und der geladenen Gästeschar Geld für die Opfer des Erdbebens in Mexico abnimmt. „Klar, es war ein bisschen Glück dabei und es ging an die Nerven“, sagt Volker Bouffier. „Aber der Sieg geht, vor allem wegen der letzten zehn Minuten des Spiels, in Ordnung.“ Ähnlich sieht es auch sein Junior, der Jura-Student Volker Bouffier. „Die Eintracht hatte bisher in dieser Spielzeit sehr viele Höhen und Tiefen. Es fehlt ein Heimsieg“, meinte der Bouffier-Spross, der wie sein Vater Basketball spielt. Auf die Frage, ob er auch eine politische Laufbahn anstrebe, antwortete er: „Wohl eher nicht.“

Eine Reihe Fußball-Unterstützer: Gerard Murnaghan von Sponsor Indeed, Eintracht-Legende Jürgen Grabowski, Frank Hensgens, ebenfalls Indeed, und Ex-Fußballer Roland Borchers bejubelten den Heimsieg. Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Eine Reihe Fußball-Unterstützer: Gerard Murnaghan von Sponsor Indeed, Eintracht-Legende Jürgen Grabowski, Frank Hensgens, ebenfalls Indeed, und Ex-Fußballer Roland Borchers bejubelten den Heimsieg.

Ein weiterer Gast in der Vorstandsloge der Eintracht war Uwe Bein , Ex-Eintrachtler und Weltmeister von 1990. Vor wenigen Tagen ist er 57 geworden, dafür gab es von Eintracht-Vorstand Axel Hellmann ein Geschenk. Bein, der auch zwei Jahre in der japanischen Profiliga gespielt hat, traf in der Vorstandsloge auf Kohzo Tashima , den stellvertretenden Präsident der Japan Football Association, der zugleich sowie Mitglied des Exekutivkomitees der Asian Football Confederation und des FIFA-Exekutivkomitees ist. „Er befindet sich zurzeit auf einer Tour durch Europa“, erzählte Axel Hellmann. „Und er hat bei diesem Spiel Station gemacht, weil er so die Gelegenheit hatte, drei japanische Spieler gleichzeitig zu treffen.“ Tatsächlich sei es so, fügte Christian Seifert , Chef der Deutschen Fußballliga, hinzu, „dass die Bundesliga sehr gute Beziehungen zur japanischen Liga, der J-League, unterhält“. Außerdem sei die Bundesliga, „die Liga mit den meisten japanischen Nationalspielern außerhalb Japans“, wusste Seifert weiter zu berichten. Auch der ehemalige Fußballprofi Marco Rehmer , der Mitte des vergangenen Jahrzehnts das Trikot der Adlerträger trug, schaute in der Eintracht-Loge vorbei. „Ich habe hier eine sehr schöne Zeit gehabt“, erinnert sich der Verteidiger, der auch mit Eintracht-Sportchef Fredi Bobic gut befreundet ist. Zwei „alte Hasen“ trafen eine Etage tiefer, dort, wo bis vor zwei Spielzeiten noch die Eintracht logierte, auf etliche Neulinge. Denn Jürgen Grabowski , Weltmeister von 1974, und Ronald „Ronny“ Borchers , Uefa-Pokalsieger von 1980, statteten Indeed, dem neuen Sponsor der Eintracht, einen Besuch ab. Dort trafen sie auf den Deutschland-Chef des Betreibers einer Job-Suchmaschine, Frank Hensgens , und den Europa-Chef Gerard Murnaghan . „Mit Spielern wie Jürgen Grabowski bin ich aufgewachsen“, freute sich Hensgens, der aber gestand „eigentlich Alemannia Aachen-Fan“ zu sein. Das ist auch kein leichtes Schicksal. „Aber nun fiebere ich bei jedem Spiel der Eintracht mit.“

„Die Eintracht macht einen guten Eindruck“, urteilte Grabowski vor dem Anpfiff, „allein, es fehlt ein Heimsieg“. Den bescherte sich die Mannschaft nun. „Ich glaube, dass in diesem Jahr die Bundesliga spannender wird als in den vergangenen Jahren, weil die Bayern nicht mehr eine so dominante Rolle spielen“, so Grabowski, der die Adlerträger am Ende der Spielzeit in der oberen Hälfte der Tabelle ansiedelt. Während Stephan Weidner das Spiel von der Loge des Stadionbetreibers aus verfolgte und von dort aus einige Autogrammwünsche erfüllte, machte ein weiterer bekannter Frankfurter Musiker mit seiner Band „Tankard“ vor dem Spiel Werbung für einen Auftritt seiner Combo am 29. Dezember in der Batschkapp. Dann feiert die Frankfurter Thrash-Metal-Legende ihr 30-jähriges Bestehen und Andreas Geremia , den alle nur Gerre rufen, gab mit seinen Kollegen vor Anpfiff vor dem Stadion Autogramme. Auch das soll der Eintracht Glück gebracht haben.

(es)
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