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Soulsängerin sprüht vor Energie: Joan Faulkner tritt auf der Tigerpalast-Bühne auf

Premiere: Mit Trevor Horn (Mitte) spielte Zimmer (den gesamten Abend im Eintracht-Trikot) den Buggles-Hit „Video Killed the Radiostar“. Bilder > Foto: Enrico Sauda Premiere: Mit Trevor Horn (Mitte) spielte Zimmer (den gesamten Abend im Eintracht-Trikot) den Buggles-Hit „Video Killed the Radiostar“.
Frankfurt. 

Sie war die Stimme von Milli Vanilli und Boney M. Seit vielen Jahrzehnten ist Joan Faulkner im Musikbusiness unterwegs, sang mit Künstlern wie Roberto Blanco, Howard Carpendale, Harald Juhnke, Al Martino, Bill Ramsey, Jennifer Rush, Caterina Valente oder den Weather Girls. Doch von Resignation oder Müdigkeit keine Spur. Im Gegenteil. Zwar strahlt die Frau, in deren Wikipedia-Eintrag steht, dass sie vor 1960 geboren wurde, eine unvergleichliche Ruhe aus. Aber sie steht unter Strom. Zumindest musikalisch. Denn die Mutter von drei erwachsenen Kinder hat viele Pläne und Projekte. So steht sie an diesem Wochenende mit dem Varieté-Theater Tigerpalst auf einer der Bühnen des Hessentages.

„Der Tigerpalast und ich, das ist eine lange, schöne Geschichte“, sagt Joan Faulkner. Sie sagt zwar, sie wolle ein wenig kürzertreten, weniger machen als noch vor einigen Jahren. „Damals habe ich viele Konzerte im Monat gegeben.“ Doch so ganz gelingt ihr das mit dem Zurückschrauben nicht. Ständig spricht sie von irgendeinem Auftritt irgendwo in Europa mit einem ihrer verschiedenen Projekte und eins nimmt ihr jeder sofort ab: „Ich werde singen bis zum Schluss.“ Musik, das ist das, was ihr die Kraft, was ihr die Energie gibt. „Musik, das ist doch kein Hobby, das ist mein Leben.“ Und auch das nimmt man der Pfarrerstochter, die drei Brüder hat und im zarten Alter von drei Jahren zum ersten Mal vor Publikum gesungen hat, ab. In der Kirche ihres Vaters war das. Es kommt nicht von ungefähr, dass Gospel für sie das Größte ist. Und es gibt noch zwei weitere Quellen, aus denen Joan Faulkner sich speist: „Der Liebe Gott und die Engel sagt sie.“ Von ihm habe sie das Talent geschenkt bekommen, und die Engel gäben ihr die Kraft. Denn, obwohl sie eine Frau voller Lebenslust und -freude ist, Joan Faulkner hatte es nicht immer leicht. Es gibt auch Dinge, die sie bedauert. „Etwa, dass ich schlechte Manager hatte, die mich nicht gut beraten haben“, sagt sie rückblickend. Sie wäre – vielleicht – größer und berühmter, wenn ihr andere Berater zur Seite gestanden hätten. „Ich hatte ein hartes Leben“, sagt sie. „Auch, weil ich mit einem Alkoholiker verheiratet war.“ Und so paradox es auch scheinen mag. Diese Ehe war letztlich auch ihr Glück. Denn er brachte sie nach Deutschland.

„Und hier hat meine Karriere begonnen“, erklärt sie. Nun lebt und arbeitet sie in Langen im Westkreis Offenbach mit ihrem Lebenspartner, dem Musiker Gusztáv Csík. Zu hören gibt es von Joan Faulkner dieses Jahr noch so einiges. Denn sie hat ein großes Projekt und singt unter dem Titel „Ella – my great Love in Music“ Songs der großen Ella Fitzgerald, die in diesem Jahr ihren hundertsten Geburtstag gefeiert hätte. „Ella zu treffen, das war einer meine großen Lebenswünsche.“ Und der ging vor gut 30 Jahren bereits in Erfüllung, als sie ihr großes Vorbild in Bern beim dortigen Jazz-Festival traf.

(es)
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