Lade Login-Box.
E-Paper
Abo & Service Immo Stellen Trauer

Kommt Yasmin heute weiter ?

Yasmin Sidibe jobbt in einem Schokoladenladen in der Braubachstraße. Foto: Bernd Kammerer (.) Yasmin Sidibe jobbt in einem Schokoladenladen in der Braubachstraße.

Sie war erst ganze fünf Jahre jung, da hat sie schon versucht, ihrem Idol nachzueifern. Die kleine Yasmin wollte so singen wie Byoncé. Nun ist Yasmin Sidibe 19 Jahre alt, singt immer noch viel von Beyoncé – „ich mag ihre unglaubliche Stimme und ihren Perfektionismus“ – und tritt heute Abend vor einem Millionenpublikum auf. Sie hat es geschafft und hat sich in den vorhergehenden Sendungen der Casting-Show „The Voice of Germany“ – was so viel wie „Die Stimme Deutschlands“ bedeutet – gegen die Konkurrenten durchgesetzt.

Seit gut fünf Jahren wird diese Schau von den Sendern Pro7 und Sat1 ausgestrahlt, und dieses Mal von Model Lena Gerke und Schauspieler Thore Schölermann moderiert. Bei dieser Show sitzen die Jurymitglieder – in diesem Fall der „Sunrise Avenue“-Sänger Samu Haber, Michi Beck und Smudo von der Gruppe „Die Fantastischen Vier“, Sänger Andreas Bourani und Sängerin Yvonne Catterfeld – zunächst mit dem Rücken zur Bühne und achten nur auf die Stimmen der Teilnehmer.

Wenn sich mindestens einer der Juroren umdreht, ist der Kandidat eine Runde weiter und geht zu dem, der sich umgedreht hat. Taten dies gleich mehrere, kann er sich für einen Juror, der dann Coach genannt wird, entscheiden. Diese Phase hat Yasmin überstanden und sich für das Team Michi und Smudo entschieden. Nun wird es für die Heranwachsende aus Frankfurt, die am Konservatorium der Mainmetropole Jazzgesang studiert, ernst. Denn sie tritt mit dem Lied „Hey Now (Don’t Dream It’s Over)“ gegen Selina Grinberg aus Blankenheim an. Das Ganze heißt „Battle-Duell“, dabei geht es darum, dass die Coaches ihre Talente gegenseitig in den „Ring“ schicken. Jeweils zwei Talente singen gemeinsam ein Lied. Direkt im Anschluss entscheidet der eigene Coach, welchen der Künstler er mit in die Finalshows nimmt. Zusätzlich verfügt jeder Coach über einen ,Steal-Deal’ mit dem er einem anderen Coach ein ausgeschiedenes Talent klauen darf. Am Ende der Battles dürfen zehn Talente pro Team in die nächste Runde – die „Sing-Offs“.

„Ich bin bereit für die Battles“, gibt sich Yasmin, deren Mutter Hanauerin ist und deren Vater aus Burkina Faso kommt, selbstsicher. Sie freut sich schon drauf und stellt sich diese Phase der Show sehr harmonisch vor, „da singt man zusammen, nicht gegeneinander“. Um ein wenig Geld dazuzuverdienen, jobbt sie als Verkäuferin im Schokoladenparadies an der Braubachstraße „Bitter und Zart“. „Ich liebe Schokolade, besonders zartbitter“, sagt die Teenagerin, die in Bergen-Enkheim bei einer Freundin wohnt, die Friseurin ist.

Zwar macht Yasmin immer noch Musik und setzt sich viel damit auseinander, aber „momentan gebe ich keine Konzerte“. Sie möchte sich voll und ganz auf „The Voice of Germany“ fokussieren. „Und natürlich konzentriere ich mich auf mein Studium“, so die junge Frau, die einen großen Bruder hat und die gern tanzt und fotografiert. „Ich bin in unserer Familie aber die einzige, die singt.“

Bereits im vergangenen Jahr begangen die Scoutings. Trotzdem kann sich Yasmin noch gut an ihre Gefühle vor ihrem ersten Auftritt bei der Sendung erinnern. „Am Anfang war ich sehr selbstbewusst und dachte: ,Das rocke ich’. Dann stand ich auf der Bühne und alles war weg.“ Als sich der erste Stuhl umdrehte, „konnte ich gar nicht glauben, dass das passiert“. Ob und wie es weitergeht, ist heute ab 20.15 Uhr bei Pro7 zu sehen und zu hören.

(es)
Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2016 Frankfurter Neue Presse