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Stadtgeflüster: Lena liest dem Autor die Leviten

Auf dem Rasen der Commerzbank-Arena liest es sich besonders schön, findet Lena,  die das Manuskript des neuen Fußball- und damit Jungen-Buches von Stefan Gemmel verschlungen hat. Über 5000 Schulkinder sollen es ihr am 18. Mai bei einem Weltrekordversuch gleichtun. Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Auf dem Rasen der Commerzbank-Arena liest es sich besonders schön, findet Lena, die das Manuskript des neuen Fußball- und damit Jungen-Buches von Stefan Gemmel verschlungen hat. Über 5000 Schulkinder sollen es ihr am 18. Mai bei einem Weltrekordversuch gleichtun.

Diesem Moment fieberte Stefan Gemmel entgegen. Der Spiegel-Bestseller-Autor hat seine Geschichte, die allerdings noch keinen Titel hat, gerade fertig geschrieben und wartet nun in der Commerzbank-Arena auf das Urteil seiner Erstleserin Lena . „Ich habe das Buch in einem Zug durchgelesen“, lobt die Tochter eines Bekannten es Autors, die in die zweite Klasse geht. Die Story sei gut und so bekundet sie ihre Meinung auch gleich auf der letzten Seite des Manuskripts: „Die Geschichte war sehr spannend.“ Dieses Urteil der Achtjährigen ist dem Mann wichtig, der mit Büchern bekannt wurde wie „Im Zeichen der Zauberkugel“ (Carlsen-Verlag), der Trilogie „Schattengreifer“ (Baumhaus-Verlag) und dem Kinderbuch „Mumienwächter“ (Edition Zweihorn).

Gemmel sagt: „Ich brauche den kindlichen Blick und die Kinderstimme zu dem Buch.“ Dies vor allem auch deshalb, weil sich im gut 30-seitigen Manuskript alles um Fußball dreht. „Es ist ein Jungen-Buch, und deswegen habe ich es einem Mädchen zu lesen gegeben.“

Und aus diesem Grund verfasste der 48-Jährige eigens diese Story: Es geht um nichts weniger als seinen dritten Weltrekord. Gemmel ist auf der Jagd danach, den zwei hat er ja bereits aufgestellt. Vor gut sechs Jahren den ersten, als er zusammen mit der Agentur „Leserattenservice“ bei zwei Lesungen mit jeweils mehr als 5000 Kindern in Koblenz das bis dahin größte Publikum einer Lesung eines einzelnen Autors erreichte. Das brachte ihm sogar einen Eintrag ins berühmte „Guinness-Buch der Rekorde“ ein. Etwa 36 Monate später gelang es ihm, einen weiteren Weltrekord aufzustellen; erneut mit „Leserattenservice“. Damals zog er mit der schnellsten Lesereise der Welt durch die Republik und veranstaltete 82 Lesungen in 13 Tagen, zehn Stunden und sieben Minuten in ganz Deutschland.

Jetzt startet Gemmel also einen neuen Weltrekordversuch – wieder mit dem „Leserattenservice“ – und er hat sich dafür die gewaltige Arena der Rekorde, die Commerzbank-Arena, als Austragungsort ausgesucht. Hier soll am Freitag, 18. Mai, ab 9.30 Uhr der dritte Weltrekord geschehen.

Gemmel möchte dann seine Bestmarke von 2012 übertreffen. Dazu muss er mehr als 5409 Mädchen und Jungen von der ersten bis zur sechsten Klasse zum Lesen ins Stadion locken. Aber nicht nur Schulklassen und Kinder können sich beteiligen, auch Erwachsene sind gerngesehene Teilnehmer. Nur noch einige Wochen gehen bis dahin ins Land.

Nun traf der „rekordsüchtige“ Autor in just dieser Arena, wo er auch sein jüngstes Werk geschrieben hat, Lena. Gemeinsam machten sie es sich auf dem „heiligen Rasen“ gemütlich, den sonst nur die Spieler von Eintracht Frankfurt und deren Gegner betreten dürfen. Hier gingen das Mädchen und der Autor die Geschichte durch.

Stadionchef Patrik Meyer, der im Mai übrigens ebenfalls Passagen aus dem Buch lesen wird, freut sich schon sehr auf das Großereignis kurz vor Pfingsten. Er ist überzeugt, „dass wir den Weltrekord schaffen“ – schon deshalb, weil das Stadion sich als „Arena der Weltrekorde versteht“. So gab es hier den Weltrekord beim „Tag des Handballs“ oder bei der Show des Magier-Duos „Ehrlich Brothers“: „Das ist Teil unseres Profils und wir möchten unserem Ruf gerecht werden, dass wir eine innovative und außergewöhnliche Arena sind.“

(es)

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