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Stadtgeflüster: Love Ball bringt 24 000 Euro

Sängerin Kim Wilde war der Stargast beim Love Ball. Auf der Bühne im Palmengarten-Gesellschaftshaus sang sie unter anderem ihren Hit „Kids in America“, verabschiedete sich aber nach ein paar Songs auch schnell wieder. Bilder > Foto: BERNDKAMMERER@GMX.NET (Presse- und Wirtschaftsdienst) Sängerin Kim Wilde war der Stargast beim Love Ball. Auf der Bühne im Palmengarten-Gesellschaftshaus sang sie unter anderem ihren Hit „Kids in America“, verabschiedete sich aber nach ein paar Songs auch schnell wieder.

Es ist weit nach Mitternacht. Knapp 1000 Gäste feiern ausgelassen im Palmengarten-Gesellschaftshaus, während es draußen in Strömen regnet. DJ Julian Smith steht auf der Bühne und heizt mit tanzbaren Hits ein. Auch bei der zweiten Auflage der Benefiz-Sause „Loveball“ spielt die Musik die Hauptrolle. Natürlich, der karitative Gedanke, die Intention, die Frankfurter Aids-Hilfe zu unterstützen, Geld zu sammeln, um deren Projekte zu fördern – all das sind Gründe, warum sich das Feiervolk versammelte. Diesmal kamen an die 24 000 Euro für die gute Sache zusammen, rund 4000 Euro mehr als noch vor einem Jahr. Ballmacher Robert Mangold , geschäftsführender Gesellschafter der Palmengarten-Gastronomie, sieht den Ball der Liebe als „Walking Party, bei der man ausgelassen feiern und gleichzeitig etwas Gutes tun kann“.

Gefeiert wurde kräftig, allein der Glamour-Faktor kam etwas zu kurz. Trotz hervorragender Stimmung gab es nur wenige bunte Farbkleckse. Und nicht wirklich viele Prominente. Doch da hakte Mangold ein. „Wir kaufen keine Promis ein“, sagte er entschlossen und erzählte von der Anfrage einer semiprominenten Blondine, die sich einladen lassen wollte, bei Mangold jedoch abblitzte. Eine Karte gekauft hatte Schauspielerin und Autorin Sibylle Nicolai . „Dieser Ball ist prima. Selten habe ich eine so entspannte und lockere Großveranstaltung erlebt“, lobte sie. Überzeugt von der Wichtigkeit des Balls war ebenso Gunnar Wöbke , Chef der Fraport Skyliners und „Loveball“-Botschafter: „Man sollte sich immer für Dinge einsetzen, die gesellschaftlich relevant sind.“ Nicht weniger engagiert zeigten sich Sternekoch Andreas Krolik , übrigens Koch des Jahres 2017, und das flotte Team des Palmengarten-Gesellschaftshauses, das auf sein Honorar verzichtete. Ein Höhepunkt versprach der Auftritt von 80er-Jahre-Rock-Ikone Kim Wilde zu werden. Ganz in engem schwarzem Leder gekleidet und zu Gitarren-Begleitung ihres Bruders Ricky , der einst ihre Erfolgsnummern schrieb, stand die Britin vor dem Publikum, das sich spätestens beim Song „Kids in America“ in die Jugend zurückversetzt fühlte. Autorin Susanne Fröhlich hatte zwar „Suzie Quatro als Poster im Jugendzimmer, sie war mein Hero“, konnte sich aber schon früher für Kim Wilde begeistern. Zu den ersten Wilde-Fans gehörte Kultautor Peter Zingler , „doch mehr noch waren Elvis und Cliff Richard meine Zeit. ,Love me tender‘ war mein Song“, schwärmte er und schaute dabei Filmemacherin Karin Malwitz tief in die Augen. „Wir sind kein Paar, kennen uns seit Jahrzehnten“, wiegelte er ab. Ein Party-Rezept bei Liebeskummer hatte der Charmeur alter Schule dennoch parat. „Man sucht sich einfach eine neue Frau, und zwar sofort“, kam es von Zingler.

Nach nur ein paar Liedern verabschiedete sich Kim Wilde, die in der Präsidentensuite des Hessischen Hofs logierte, und ließ geteilte Meinungen zurück. Die einen schwärmten von der blonden Lady, den anderen fehlte ihre rotzfreche und stimmstarke Attitüde von einst. Anders bei Marlon Roudette , der, in voller Bandbesetzung, die Brücke zur Gegenwart schlug und den Saal endgültig zum Kochen brachte. Punkt Mitternacht überraschten die Ballmacher Umweltdezernentin Rosemarie Heilig mit Blumen und Torte – die Politikerin feierte ihren 61. Geburtstag. Auch sie hat Stimmtalent. „Michelle, ma belle“ von den Beatles, hätte sie singen können, das ist nämlich ihre Herzensballade im Nordend-Chor „Randale Vocale“, bei dem sie mitwirkt.

(es,fai)
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