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"Ich bin die Rampensau": Marvin Fischer moderiert den World Club Dome

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"Raus und Vollgas geben": Wenn Zehntausende auf ihn blicken, ist HR-Moderator Marvin Fischer in seinem Element. Foto: Simon Vogt "Raus und Vollgas geben": Wenn Zehntausende auf ihn blicken, ist HR-Moderator Marvin Fischer in seinem Element.
Frankfurt. 

Drei Tage lang hat er die Massen fest im Griff. Das ist Marvin Fischer allerdings schon gewohnt. Aus mehreren Gründen. Zum einen arbeitet er beim Hessischen Rundfunk als Moderator beim jungen Sender youfm. Zum anderen hat er den World Club Dome im vergangenen Jahr bereits moderiert. Der World Club Dome ist eine Party der Superlative: 200 DJs bringen vom 2. bis 4. Juni auf 20 Bühnen in und an der Commerzbank-Arena das Areal zum Beben. Erwartet werden mehr als 120 000 Techno-Fans aus 60 Nationen.

Dieses Jahr ist der 30-Jährige also wieder an der Reihe. „Es gab die Anfrage im vergangenen Jahr, ob ich die Veranstaltung moderieren könnte“, erzählt Fischer, wie es kam, dass er durch die gigantische Sause führt. Die Wahl sei auf ihn gefallen, „weil ich die größte Rampensau bei uns bin“, scherzt Marvin Fischer. Er meint es aber ernst. Und bringt Erfahrung mit. „Ich habe vorher auch schon die youfm-Night moderiert. Deshalb wusste man hier im Haus, dass ich so etwas kann.“ Sein Pluspunkt: „Ich bin bei solchen Geschichten überhaupt nicht nervös.“ Während andere noch schnell hinter der Bühne Atemübungen machen und zum x-ten Mal durchgehen, was sie vorhaben, „stehe ich da und will sofort Vollgas geben“.

Dabei handelt Marvin Fischer meist intuitiv. „Es gibt schon einige Sachen, die ich mir vorher überlege, aber das Meiste passiert spontan.“ Dann berichtet er von seinem Erlebnis mit dem Star-DJ Steve Aoki, der Sahnetorten ins Publikum schmeißt. „Ich wollte mich einmal fühlen wie Steve Aoki .“ Er besorgte sich auch einen Kuchen. Einen kleinen Marmorkuchen. „Und als Steve Aoki fertig war, machte ich eine große Show und kam dann mit meinem Marmorkuchen und warf ihn.“

Bei aller Gelassenheit: Marvin Fischer ist Profi durch und durch. Und auch die schrecklichen Ereignisse in Manchester, der Anschlag bei dem nach einem Pop-Konzert 22 Menschen ihr Leben verloren, lassen ihn nicht kalt. Doch Sorgen mache er sich in Bezug auf den World Club Dome deshalb nicht. „Aus zwei Gründen: Ich habe keine Lust mir solche Highlights versauen zu lassen. Und zum anderen: Wenn ich auf der Bühne stehen würde und mir so einen Kopf machen würde, hätte ich diese Leichtigkeit nicht.“ Viele Dinge funktionieren, meint er, „weil ich unglaublich wenig Scheu habe. Ich mache einfach immer“.

Auf seine Einfälle kommt Marvin Fischer vielleicht auch, weil er früher als Comedy-Schreiber tätig war. Er machte allerdings kein Stand-up, „ich war für Radio-Comedy zuständig und habe für andere geschrieben. Etwa für den Comedian Ralf Schmitz . Einen Traum hat sich Marvin Fischer bisher noch nicht erfüllt. „Ich wäre gerne DJ.“

Seit mehr als dreieinhalb Jahren arbeitet der junge Mann, der in Herne das Licht der Welt erblickte, in der Mainmetropole. Die Koordinaten seines Geburtsortes hat er sich auf den linken Unterarm tätowieren lassen. „Es sind die Koordinaten des Krankenhauses, in dem auch mein Großvater gestorben ist.“ Ein O hat sich auf seinem Tattoo in die Koordinaten gemischt: „O für Olaf. So hieß mein Großvater“, erklärt Marvin Fischer, den einst der Job aus dem Pott nach Frankfurt verschlagen hat.

Nach Abitur und Zivildienst hat er Sozialwissenschaften studiert. „Aber mit dem Ziel, so schnell wie möglich fertig zu werden, um mein Volontariat anzutreten.“ Die Rechnung ging auf. Bevor er beim HR anfing, moderierte er bei Einslive in Nordrhein-Westfalen. „Irgendwann meinte youfm, ich solle mal vorbeikommen.“ Das tat er. „Dann haben wir uns ineinander verliebt.“ Zunächst pendelte er hin und her. Dann die erste Wohnung. „Ein Jahr war ich auch fest hier. Aber seit gut einem Jahr pendle ich wieder.“

Seinen Job macht Marvin Fischer sehr gern. Doch auch Fernsehen wäre sein Ding. „Eine auf mich zugeschnittene Samstagabendshow hätte ich gerne“, ulkt er. „Duell um die Welt, so ähnlich, so etwas mit meinem besten Freund zu machen, das wäre super“, spinnt Fischer ein bisschen herum. „Kindersendungen wie ,Die Sendung mit der Maus‘, ,Wissen mach Ah!‘ oder ,Faktenchecker‘ wären auch was für mich, denn ich habe keine Probleme damit, wenn mein Zielpublikum etwas jünger ist“, erklärt Marvin Fischer, der sich mit Fußballspielen fit hält. „Ich spiele bei Concordia Eschersheim – auf jeder Position“, sagt er. Der richtige Mann also für alle Fälle.

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