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Autorin Nele Neuhaus erarbeitet Text für Wettbewerb: Mit Duden am Diktat gedoktert

Der gute, alte Duden war Schriftstellerin Nele Neuhaus beim Verfassen des Diktats für den Wettbewerb, der gestern in der Aula des Goethe-Gymnasiums über die Bühne ging, eine große Hilfe. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Der gute, alte Duden war Schriftstellerin Nele Neuhaus beim Verfassen des Diktats für den Wettbewerb, der gestern in der Aula des Goethe-Gymnasiums über die Bühne ging, eine große Hilfe.

Sie hatte den Text zwar selbst in stundenlanger Arbeit ausgearbeitet, aber gestern unterliefen der Krimi-Bestsellerautorin Nele Neuhaus beim überregionalen Finale des großen Diktatwettbewerbs dann doch fünf Fehler. „In Deutsch war ich in der Schule sehr gut, weil wir von Haus aus immer schon viel gelesen und geschrieben hatten“, begründete Nele Neuhaus ihre große Affinität zur deutschen Sprache.

Sie war nicht die Einzige, die beim Wettbewerb im Goethe-Gymnasium ins Schwitzen geriet bei der Kurzgeschichte mit dem Titel „Im Taunus ist gut morden“. Auch Monika Grütters , Bundesministerin für Kultur und Medien, fand das Diktat „ganz schön fies“. Das soll sie der Schriftstellerin zugeflüstert haben, nachdem Beate Moran , Projektleiterin Diesterweg-Stipendium, zu Ende diktiert hatte. Grütters und Neuhaus haben gemeinsam, dass sie beide aus Münster (Westfalen) stammen.

Bereits vor Beginn des Wettbewerbs hatte die Ministerin zugegeben: „Ich bin mächtig nervös.“ Und sie habe dann auch einige Fehler mehr gemacht als Neuhaus, hieß es. Zur Veranstaltung sei sie gekommen, weil sie beim Ersten Spatenstich fürs Romantikmuseum Roland Kaehlbrandt , den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, kennengelernt habe, deren Projekt der große Diktatwettbewerb ist.

Gestern hätten sich im Gymnasium diejenigen getroffen, für die „Rechtschreibung keine Hürde, sondern eine Herausforderung darstelle“, sagte die Ministerin, die selbst Germanistik, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft studiert hat. „Die deutsche Sprache ist schwer, aber vielfältig, poetisch und schön“, warb die Professorin.

Kaehlbrandt ist es übrigens auch zu verdanken, dass Nele Neuhaus die perfide Verbrechensgeschichte für den Wettbewerb verfasste. Er war im vergangenen Jahr Professor ihres Lebenspartners Matthias Knöß , Vorsitzender des Vorstands der Nele Neuhaus Stiftung, der ein Aufbaustudium absolvierte. „Sie kamen ins Gespräch, und es stand zuerst zur Diskussion, dass ich nur mitschreibe“, erinnerte sich die Verfasserin der Taunuskrimis. „Schließlich einigten wir uns darauf, dass ich den Text schreibe.“

Beim Verfassen des Diktates sei ihr der Duden eine große Hilfe gewesen, erzählte Nele Neuhaus, die eine Verfechterin davon ist, „dass die Rechtschreibung gepflegt wird. Sonst besteht die Gefahr, dass sich irgendwann einmal eine Elite herausbildet“. Der Text sei allerdings von den Damen der Duden-Redaktion noch einmal überarbeitet worden. Zu den für sie schwierigsten Worten im Diktat gehörten für sie „null Komma nichts“ und „dreiviertellanger Trenchcoat“.

Ein ganz wichtiger Krimi spielt sich für Nele Neuhaus allerdings in etwas mehr als zwei Wochen in Berlin ab. Dann trifft Eintracht Frankfurt im Pokalfinale auf Borussia Dortmund, deren begeisterter Fan Nele Neuhaus ist. „Allerdings werde ich nicht zum Spiel fahren können“, sagte sie. Das tue doppelt weh, „denn wir waren von Dortmund eingeladen. Das passt ja auch. Ich halte zu Dortmund und Matthias drückt der Eintracht die Daumen.“ So werden sie das Finale wohl von der Couch aus verfolgen.

Es gibt aber auch Erfreuliches, denn in wenigen Wochen erscheint der neueste Band der „Elena“-Reihe mit dem Titel „Eine falsche Fährte“. „Und vor Kurzem habe ich einen Vertrag für die Kinoverfilmung des ersten ,Elena’-Bandes unterschrieben.

(es)
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