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Fitness in Frankfurt: Mit Zumba den Stress wegtanzen

Hüftschwung muss sein: Adina Schäfter, Jane Uhlig (Coach) und Basak El-Khabbabi (v. li.) genießen ihr Zumba-Training immer – aber auf dem Dach des Frankfurter Börsenparkhauses im Beachclub „Long Island Summer Lounge“ ganz besonders. Sogar die Sonne lacht kurz dazu. Foto: Holger Menzel Hüftschwung muss sein: Adina Schäfter, Jane Uhlig (Coach) und Basak El-Khabbabi (v. li.) genießen ihr Zumba-Training immer – aber auf dem Dach des Frankfurter Börsenparkhauses im Beachclub „Long Island Summer Lounge“ ganz besonders. Sogar die Sonne lacht kurz dazu.
Frankfurt. 

Zumba und kein Ende. Das Fitness-Konzept mit Hüftschwung und lateinamerikanischen Rhythmen erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Auch die PR-Expertin Jane Uhlig , die gerade für das Luxushotel „Frankfurter Hof“ die Neueröffnung des Restaurants „Oscar’s“ Ende September vorbereitet, kann nicht von diesem Sport lassen. Mehr noch, die 43-Jährige ist mittlerweile lizenzierte Trainerin und bietet Kurse in Ferienclubs und auf Kreuzfahrtschiffen an. Im November geht sie erneut auf Tour durchs Mittelmeer.

„Zumba ist der Sport, der wohl die meiste Lebensfreude vermittelt und der selbst beim Zusehen mitreißt“, erklärt die Trainerin den Dauertrend. Und tatsächlich, kaum fluten beim Zumba-Tanzen in der „Long Island Summer Lounge“ die ersten Melodien die Dachterrasse des Börsenparkhauses, wirft ein älterer Mitarbeiter den Wasserschlauch, mit der er gerade die Holzplanken reinigt, zur Seite und tanzt mit.

„Auf dem Kreuzfahrtschiff ist es ganz ähnlich – Zumba verstärkt die gute Laune und hilft überdies, Stress abzubauen. Außerdem kann man diesen Sport bis ins hohe Alter ausüben“, schildert Jane Uhlig die Faszination. Schon als Kind tanzte die gebürtige Hallenserin mit großer Begeisterung, an zwei renommierten Ballettschulen nahm sie an den Aufnahmeprüfungen teil: „Es gab nur einen Haken: Ich war zu klein.“

Jetzt im Sommer sei auf den Schiffen Aqua-Zumba gefragt, eine Variante, bei der die Sportler im Poolwasser stehend tanzen. Apropos turbulente Bewegung. Hilft Zumba etwa gegen bei Seekrankheit? „Es gibt gute Medikamente und die Unterstützung durch mentales Training, das ich ebenfalls auf Kreuzfahrten anbiete“, erklärt die Frankfurterin. Entertainment für Körper und Seele sei auf hoher See jedenfalls zunehmend gefragter, berichtet sie. Und es ist tatsächlich erstaunlich, wie viele ehemalige Spitzensportler und Mediengrößen in See stechen, um Urlauber ein paar Tage an Bord zu coachen. Nicht nur Modeexperte Guido Maria Kretschmer , Olympia-Legende Heike Drechsler und Gold-Kanutin Birgit Fischer hissen für solche Törns die Segel.

Böse Zungen könnten von einem Bauchladen sprechen, den Jane Uhlig, die in Berlin für Ex-Bundespräsident Roman Herzog arbeitete, offeriert: Zumba, Mental-Training, und Business-Bücher schreibt sie auch noch. Kritik ficht sie nicht an: „Ich weiß, dass ich vieles kann. Das hält mich beweglich und schafft mir immer neue Eindrücke und auch Netzwerke.“ Die Frankfurterin erkennt darin ein neues Lifestyle-Konzept, das die jüngere Generation weiter ausbauen werde. „Vielleicht bin ich da eine Vorreiterin. In keine Schublade passen, Querdenker sein, Talente richtig ausleben und dazu eine gewisse Risikobereitschaft – ich denke, dass wird in Wirtschaft und Gesellschaft zunehmend wichtiger.“

Und gesund sei es außerdem, sagt sie. „Burnout ist ein großes Thema in Frankfurt, gleichzeitig stellt der Dauerstress ein Tabu dar. Viele Ärzte betrifft es. Oft fehlt der Ausgleich, sagen die Betroffenen, die Inspiration durch etwas völlig anderes, etwas, was wieder echte Lebensfreude vermittelt, und so letztlich dem Job neue Impulse gibt“, so Uhlig. Für sie selbst ist Zumba dieser lebensfrohe Schub – und wenn dieser unter der südlichen Sonne stattfindet, umso besser.

(fai)
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