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Kino-Dokumentarfilm „Egal was kommt“.: Mit dem heißen Ofen einmal um die ganze Welt

Düsten gemeinsam einmal um die ganze Welt: Christian Vogel mit seiner BMW. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Düsten gemeinsam einmal um die ganze Welt: Christian Vogel mit seiner BMW.

Zwei Ladys spielen im Leben von Christian Vogel eine wichtige Rolle. Zum einen seine Verlobte Miriam . Und zum anderen seine BMW GS R1200. Und diese Maschine ist es auch, die dazu beitrug, dass Christian und Miriam sich verlobten.

Doch der Reihe nach. Der 37-Jährige brach vor einigen Jahren mit dem Motorrad auf, um die Welt zu umrunden. Das war ein Kindheitstraum, den er sich erfüllte. „Ich hatte das Buch ,Ohne Geld um die Welt’ gelesen als ich ein Teenager war“, sagt Christian Vogel. „Es ging um einen Italiener, der gewettet hatte, dass er es schaffen würde, in hundert Tagen ohne Geld die Welt zu umrunden.“ Doch es dauerte, bis Vogel seinen Wunsch erfüllen konnte. Viele Jahre hatte er schlicht keine Zeit.

„Dann kam dieses Zeitfenster, in dem mir das gelingen konnte. Es gab den Punkt, an dem ich gesehen habe, dass ich für ein Jahr aussteigen kann“, so der Mann, der als Freier Mitarbeiter für den Hessischen Rundfunk in der Wissenschaftsredaktion in Nordhessen arbeitet. Und sich bei den Reisevorbereitungen in Miriam verliebte. Und sie sich in ihn. Doch er brach trotzdem auf.

Nun ist aus dieser Reise ein Liebesfilm geworden. Nicht zwischen ihm und dem Motorrad, sondern zwischen ihm und Miriam, die nicht mitreiste, im Film nicht zu sehen ist, aber eine tragende Rolle spielt. In dem Streifen gehe es um „Mut, Vertrauen und Zuversicht“, sagt der Autor. In 333 Tagen fuhr er mit der Maschine durch 22 Länder, legte gut 55 000 Kilometer zurück. Die Reise startete in Orlando an der Ost-Küste der USA und endete in Kassel.

Entstanden ist der Kino-Dokumentarfilm „Egal was kommt“. Natürlich hat er in dieser Zeit unendlich viel erlebt. Nicht nur Schönes. Zu dem Schlimmsten, was ihm passierte, zählt ein Unfall. „In Indien hatte ich einen schweren Frontalunfall.“ Die Folge waren mehrere Rippen- und ein Handbruch.

Und nun ist er wieder mit seiner BMW auf Achse. Allerdings durch Deutschland. Auf Kinotour. „Alles andere wäre nicht authentisch“, meint er. „Diese Tour wird immer länger“, sagt der 37-Jährige. Und dieser Tage war er auch in der Harmonie in Sachenhausen, wo trotz großer Umbauarbeiten noch Filme gezeigt werden.

Anfangs waren nur einige Termine geplant, nun ist er bis Anfang September unterwegs. Es gilt, mehr als 50 Städte zu bereisen. Für Vogel kein Problem, schließlich ist er es von seinem Trip um den Globus her gewohnt, sich permanent auf neue Situationen einzustellen.

Zunächst hatte er nicht vor, einen Film zu machen. „Die Idee dazu kam mir erst danach“, erinnert er sich. „Ich hatte versucht, alles festzuhalten und eine Kamera dabei.“ Doch die Geschichte, die er erzählen wollte, die fiel ihm erst Zuhause im nordhessischen Diemelstadt ein.

„Ich hatte mehr als 650 Stunden Material beisammen“, berichtet er. Und er spricht auch davon, wie er einem Kollegen das Weihnachtsfest ein wenig verdorben hat. „Ich stellte ihm die Frage aller Fragen: Ist das eine Geschichte?“ Dann drückte er ihm das Material in die Hände und der Kollege sichtete es. Es war eine. Und was für eine. Eineinhalb Jahre lang arbeitete Vogel schließlich an der Verwirklichung des Stoffes. Musste mit etlichen Enttäuschungen fertig werden. Denn vom Fernsehen, seinem Metier, hagelte es Absagen. Geld gekostet hat das Ganze auch. Denn so ganz ohne Moneten kam er nicht aus. Diplomatisch sagt Vogel: „Da steht eine große rote Zahl vor dem Film und wir hoffen, sie auf eine kleine schwarze zu reduzieren.“ „Wir“, das sind er und sein Co-Produzent Simon Busch . Und ein Happy End hat der Film. Denn Christian Vogel und seine Miriam heiraten. „Im August des kommenden Jahres“, sagt er. Das ist dann auch ganz großes Kino, das auf ihn wartet.

(es)

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