Lade Login-Box.
E-Paper Abo & Service Immo Stellen Trauer

Semmelrogge, Hagen, Schenk und Co. drehten mit Frankfurter Filmemacher: Mit kleinem Geld und großen Namen

Zwei, die sich auf Anhieb gut verstanden: Regisseur Stefan Schwenk mit Schauspielerin Michaela Schaffrath bei der Premiere des Fantasy-Action-Streifens „Montrak“. Zwei, die sich auf Anhieb gut verstanden: Regisseur Stefan Schwenk mit Schauspielerin Michaela Schaffrath bei der Premiere des Fantasy-Action-Streifens „Montrak“.

Sönke Möhring spielte im Quentin-Tarrantino-Blockbuster „Inglourious Basterds“ mit. Antoine Monot Jr. kennen die Zuschauer als Tech-Nick und als Rechtsanwalt der Neuauflage von „Ein Fall für zwei“. Cosma Shiva Hagen spielte in „Männerhort“ mit und ist die Tochter der kultigen Sängerin Nina Hagen . Tim Wilde war beim „Schuh des Manitu“ dabei, und Michaela Schaffrath ist durch ihre Rollen bei der ARD-Kultserie „Tatort“ bekannt. All diese Schauspieler verbindet, dass sie an der Seite von Dustin Semmelrogge , Sohn des Mimen Martin Semmelrogge , im neusten Streifen des Frankfurter Regisseurs Stefan Schwenk zu sehen sind.

„Montrak“ heißt der Fantasy-Action-Streifen, der vor kurzem Premiere feierte. Gedreht hat Schwenk, gelernter Mediengestalter, der in der Wagnerstadt Bayreuth das Licht der Welt erblickte, in seiner Geburtstadt sowie in der Fränkischen Schweiz, auf der Fränkischen Alb, in Landshut, der Oberpfalz und – natürlich – in Frankfurt.

Das freute vor allem Michaela Schaffrath, die eine enge Verbindung zur Mainmetropole hat, schließlich arbeitete sie mal im Clementine Krankenhaus als Krankenschwester.

Aber der Grund für die Zusage der gefragten Schauspielerin, ist ein anderer. „Als ich das Drehbuch gelesen habe, hat mir die Geschichte unheimlich gut gefallen“, sagt die 46-Jährige. „Ich liebe Vampirgeschichten und bin ein großer ,Bram Stroker Dracula‘-Fan“, erklärt Schaffrath. Für solche Produktionen ohne großes Salär habe sie viel übrig. „Ich bin ein großer Verfechter von Low-Budget-Geschichten, da ich sehr gern mit jungen, inspirierten Menschen zusammenarbeite, die einfach lieben, was sie tun“, beschreibt Michaela Schaffrath ihre Motivation, der Anfrage von Stefan Schwenk zu folgen. Schaffrath fügt noch hinzu: „Die Gemeinschaft war so toll, die entstanden ist. Da kümmerten sich die Väter und Mütter um das Catering“. Sie schwärmt von der familiären Atmosphäre und hat nun auch eine eigene Radiosendung, die „Sonntagstalk mit Michaela Schaffrath“ heißt und deren erste Sendung mit Talkgast Alexandra Kamp gestern ausgestrahlt wurde.

Kennengelernt haben sich Filmemacher Stefan Schwenk und die Schauspielerin Michaela Schaffrath übrigens bei Dreharbeiten für den Film „Skysharks“. „Ich habe sie einfach mal gefragt, ob sie auch bei meinem Film mitmachen wollte“, sagt Schwenk. Ähnlich lief das auch mit den übrigen Akteuren. „Dustin Semmelrogge habe ich über die soziale Plattform Facebook angeschrieben“, so Schwenk. Und Udo Schenk , der aus der Serie „In aller Freundschaft“ und dem Film „Stauffenberg“ bekannt ist, „den hatte ich immer schon wegen seiner markanten Stimme auf dem Schirm“. Auch die anderen für sein Projekt zu begeistern und zu engagieren sei nicht sonderlich schwer gewesen, erzählt Schwenk, der eine dreijährige Ausbildung zum Mediengestalter in Bild und Ton beim Deutschen Anleger Fernsehen (DAF) in Kulmbach absolvierte.

In dieser Zeit besuchte er unter anderem die ARD-ZDF-Medienakademie in Nürnberg. Seit 2009 arbeitet Schwenk hauptberuflich als Kameramann beim DAF, jetzt Aktionärs-TV, in Frankfurt an der Seite von Börsenguru Mick Knauf . „Die meisten sind doch froh, mal in so einem Genre-Film mitspielen zu können“, weiß Schwenk, was auch Michaela Schaffrath bestätigt. „Das war mein erster Vampir-Film – und hoffentlich nicht mein letzter“, sagt sie.

Von 2011 bis Mai des vergangenen Jahres arbeitete Schwenk an „Montrak“, der in zwei Zeitebenen spielt und den er als eine Hommage an den fantastischen Film der 80er Jahre verstanden wissen möchte. „Und er ist immer noch nicht richtig fertig“, gibt Schwenk zu bedenken. „Ich will ihn noch ein bisschen raffen.“ Das wird er wohl noch schaffen.

(es)
Zur Startseite Mehr aus Stadtgeflüster

BITTE BEACHTEN SIE: Unser Angebot dient lediglich Ihrer persönlichen Information. Kopieren und/oder Weitergabe sind nicht gestattet. Hier finden Sie Informationen zur Verwendung von Artikeln. Quellen: Mit Material von dpa, afp, kna, AP, SID und Reuters

Archiv ThemenMediadatenKontaktImpressumDatenschutzRSS

© 2017 Frankfurter Neue Presse