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Bernd Michael Lade im Filmmuseum: Mit seiner Frau in der Band

Schauspieler, Regisseur und Musiker: Bernd Michael Lade. Foto: Bernd Kammerer (.) Schauspieler, Regisseur und Musiker: Bernd Michael Lade.
Frankfurt. 

Kaum tritt er aus der Tür der Dauerausstellung im Filmmuseum, schon sprudelt Bernd Michael Lade vor Ideen. „Ich könnte glatt einen Film über die Schau drehen“, sagt er zu Claudia Dillmann , Chefin des Museums. „Das ist richtig gut hier“, findet Lade. „Das Technische ist vollkommen auf den Punkt gebracht“, so der Mann, der anderthalb Jahrzehnte lang an der Seite von Peter Sodann den „Tatort“-Kommissar M. Kain gab.

„Man könnte einen Kinderfilm darüber machen, wie Jungs hier alles klauen“, fabuliert der 52-Jährige. „Was kostet das hier denn alles?“, fragt Lade Dillmann. Die druckst rum. „Weiß ich nicht, ist aber schon eine Menge wert.“

Lade, der auch Regisseur und Musiker ist, düste in die Mainmetropole, um seinen Streifen „Das Geständnis“ zu zeigen. „Wenn man einen Film macht und ihn dann im Filmmuseum zeigen kann, ist das für mich eine Auszeichnung“, meint Lade, der gerne historische Filme sieht und macht. „Es ist total wichtig, dass Deutsche sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen, weil die überhaupt nicht bewältigt ist“, sagt Lade, der jetzt mit seinen Söhnen einen Fallschirmjägerfilm dreht, der im Jahr 1944 spielt. „Das geteilte Deutschland, das war nur ein Zwischenschritt. Ein Versuch, ein Experiment auf beiden Seiten. Ob gescheitert oder nicht, das weiß ich nicht“, sagt der Mann, der in Ost-Berlin geboren wurde.

Es ist zwar sein erster Besuch hier im Filmmuseum, „aber es ist nicht mein erster in Frankfurt. Erst neulich habe ich hier für ,Ein Fall für zwei’ gedreht. Da habe ich einen Gerichtsmediziner gespielt, war lustig“, so Lade, der mit seiner Frau Maria Simon in einer Punk-Band spielt. Simon ist ebenfalls Schauspielerin und auch dadurch bekannt, dass sie vor einigen Jahren beim „Polizeiruf 110“ die Nachfolge von Imogen Kogge antrat. Die Gruppe hört übrigens auf den Namen „Ret Marut“. „Das ist die Erfüllung. Das ist richtig schön, mit seinem Baby zusammen zu rocken. Und wenn dann auch viele Leute kommen und wir richtig loslegen, dann ist das unbeschreiblich.“

In Frankfurt gespielt haben sie noch nie. Aber eine Tour ist geplant und auch an einer CD wollen sie arbeiten. Das Paar muss auch schauen, „wie wir das alles unter einen Hut bekommen, bei der ganzen Arbeit, die wir haben“. Denn beide sind momentan sehr beschäftigt.

„Außerdem müssen und wollen wir uns immer wieder beweisen, dass wir Künstler sind. Das ist wichtig, denn wir verdienen unser Geld so.“

Lade weiß, wovon er spricht. „Als ich den ,Tatort’ damals verloren habe, da gab es eine ganze Zeit lang eine Durststrecke. Das geht ruckzuck.“

(es)
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