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Kunstverein Lola Montez: Modische Explosion der Farben

Der argentinische Professor und Modedesigner Matias Hidalgo zupft seinen sportlich-bunten Anzug-Entwurf zurecht, den das Model Habby auf den Stufen zur Honsellbrücke präsentiert. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Der argentinische Professor und Modedesigner Matias Hidalgo zupft seinen sportlich-bunten Anzug-Entwurf zurecht, den das Model Habby auf den Stufen zur Honsellbrücke präsentiert.

Drei Premieren an einem Abend. Wo gibt’s denn so was? Morgen beim Kunstverein Lola Montez unter der Honsellbrücke. Und zwar steigt dort ab 20 Uhr die erste Modenschau, die bei diesem Verein über die Bühne geht. Und es ist die erste Schau für den Argentinier Matias Hidalgo in Deutschland. „Es ist das erste Mal, dass ich auch Mode für Männer präsentiere“, sagt der 30-Jährige. Er kam auf Einladung von Mirek Macke , Mitbegründer des Kunstvereins Familie Montez, in die Nähe des Mains. „Wir haben uns bei einem meiner Besuche in Buenos Aires getroffen“, erinnert sich Macke. „Wir kannten uns schon über Facebook“, berichtet Hidalgo. „Ich wollte immer schon eine Modenschau im Montez haben“, sagt Macke und blickt auf den Laufsteg, der gerade im großen Raum aufgebaut wird.

Sein Gedanke war ursprünglich, eine Show auf die Beine zu stellen, an der sich auch Nina Hollein beteiligen sollte. Die Modedesignerin und Frau von Museumsdirektor Max Hollein , ehemaliger Chef von Städel, Schirn und Liebieghaus und vor einigen Jahren nach San Francisco gezogen, wäre vielleicht sogar mit von der Partie gewesen. Doch dann musste Familie Hollein erneut umziehen, weil Max Hollein die Leitung des Metropolitan Museums in New York übernahm.

So zeigt Matias Hidalgo seine Mode nun morgen am 20 Uhr allein. Und zwar in der Reihe „Montez Performance (Residency)“. „Er ist ein sehr renommierter Modeschöpfer in seiner Heimat“, sagt Mirek Macke. „Ich bin ein Argentinien-Fan und war schon oft dort“, erzählt er. Hildagos Arbeiten hätten ihm gleich sehr gut gefallen. „Matias zeigt morgen Abend gleich zwei Kollektionen.“ Die neue für den Sommer und die ältere aus dem Winter. Das Thema dieser Kollektion greift die Themen Retro, Folk sowie Country-Elemente der Region Pampa in Argentinien auf, etwa Ponchos, die eine Explosion von Farben und Materialien darstellen. Seine anmutigen Uniformen zeigen sich im verträumten Retro-Stil, seine Inspirationen fand er unter anderem in Bildervorlagen alter argentinischer Lehrbücher. Er interpretiert die Vergangenheit neu, frisch, modern und bunt. Psychedelische Stücke sind in der neuen Kollektion ebenso enthalten.

„Es sind insgesamt 26 Sommeroutfits, die ich präsentieren werde“, erklärt der Modeschöpfer. 14 sind von der vorhergehenden mit dabei. „Ich finde, hier ist ein sehr schöner Ort, um Mode zu zeigen“, findet Matias Hidalgo. Er kam vor gut sechs Jahren zur Mode. Angefangen hatte alles mit Kostümen fürs Theater.

Übrigens ist Hidalgo Professor für Morphologie an der Universität von Buenos Aires. „Ich unterrichte dort“, sagt er. Deutschland findet er „interessant, auch in Sachen Mode“. Gute einen Monat bleibt der Argentinier am Main. Er übernachtet beim Frankfurter Christoph von Löw , der die Modenschau visuell umsetzt. Für den guten Ton sorgt Dmitri Teselkin . Später, im September, reist Hidalgos in die italienische Modemetropole Mailand. Das passt.

(es)

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