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Montagsgesellschaft ehrt Jay-Jay Okocha

Torte gab’s nach dem Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Montagsgesellschaft. Nigerias Botschafter Yusuf Maitama Tuggar  (links) und Stefan Söhngen vom Vorstand der Gesellschaft schnitten sie an. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Torte gab’s nach dem Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Montagsgesellschaft. Nigerias Botschafter Yusuf Maitama Tuggar (links) und Stefan Söhngen vom Vorstand der Gesellschaft schnitten sie an.

Er wird immer mit dem Jahrhunderttor gegen den späteren Torwart-Titan Oliver Kahn und auch immer mit Frankfurt verbunden bleiben: der ehemalige Eintracht-Spieler Jay-Jay Okocha . Anlässlich des zehnten Geburtstags der Montagsgesellschaft hätte der Nigerianer im Kaisersaal zum Ehrenmitglied dieses Vereins ernannt werden sollen. Doch der 44-Jährige musste aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Statt seiner nahm der nigerianische Botschafter Yusuf Maitama Tuggar diese Würdigung entgegen. „Ich habe Jay-Jay Okocha ein paar Mal getroffen, aber dass ich ihn kennen würde, ist zu viel gesagt“, so Tuggar, der zugibt, ein wenig enttäuscht zu sein. Zum einen, weil er die Gelegenheit verpasste, ein Schwätzchen mit dem ehemaligen nigerianischen Nationalspieler zu halten. Zum anderen sei es aber auch so, „dass Okocha, indem er nicht hier ist, etwas verpasst. Denn das ist eine monumentale Ehre“, so Tuggar, der, ganz der Diplomat, auf die Frage, welches sein Lieblings-Bundesligaverein sei, antwortet: „Natürlich Eintracht Frankfurt.“

Jay-Jay Okocha verpasste aus gesundheitlichen Gründen seine Ernennung zum Ehrenmitglied der Montagsgesellschaft. Bild-Zoom Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst)
Jay-Jay Okocha verpasste aus gesundheitlichen Gründen seine Ernennung zum Ehrenmitglied der Montagsgesellschaft.

Stefan Söhngen vom Vorstand des Vereins erklärt, warum die Wahl auf den Ausnahmefußballer fiel. Jay-Jay Okocha sei Nigerianer, und die größte Stadt dieses Landes, Lagos, sei der Finanzplatz Nummer eins auf dem afrikanischen Kontinent. Ein Wink mit dem Zaunpfahl: „Frankfurt hat noch keine afrikanische Partnerstadt.“ Ergo: Deshalb regte Söhngen in seiner Rede vor gut 230 Gästen – unter ihnen auch Oberbürgermeister Peter Feldmann – an, Lagos zur Partnerstadt der Mainmetropole zu machen. Feldmann gehörte nicht nur zu den ersten Gratulanten, sondern sprach auch ausgiebig zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement ist der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“.

Söhngen ging in seiner Ansprache auf die Geschichte des Vereins ein, der momentan gut 150 Mitglieder zählt. „Wir sind schon ein wenig älter als zehn. Unsere Initiative gibt es bereits seit 2005“, so Söhngen. Doch erst 2007 habe man sich dazu entschlossen, als Verein aktiv zu werden. Auch aus Ärger über die Strukturen der politischen Parteien. „Es ging uns immer mehr um Inhalte und nicht um Posten, Ämter und Titel“, so Söhngen, der vor kurzem zum dritten Mal Vater geworden ist. „Wir möchten, dass Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen zusammenkommen.“ Bei den Veranstaltungen, die am letzten Montag des Monats über die Bühne gehen – zumindest meistens – und zu denen bis zu 500 Gäste kommen, gaben schon der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck , Auschwitz-Überlebende und Ehrenbürgerin Trude Simonsohn oder der ehemalige Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen sogenannte Impulsreferate.

Das Vorbild für die Montagsgesellschaft war übrigens die historische Mittwochsgesellschaft. „Aber weil von uns mittwochs niemand Zeit hatte, sich zu treffen, beschlossen wir, montags zusammenzukommen“, so Söhngen. Die Zukunft der Montagsgesellschaft sieht rosig aus, denn sie expandiert. „Kurz vor der Sommerpause gründete sich die Montagsgesellschaft in Hamburg“, erzählt Söhngen. München und Berlin sollen folgen, ein Exportschlager.

(es)
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