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Schauspieler dreht Film in Frankfurt: Moritz Bleibtreu findet das Bahnhofsviertel spannend

Haben die Mainmetropole wegen ihrer Urbanität ausgesucht: Schauspieler Moritz Bleibtreu (links) und Regisseur Özgür Yildirim. Foto: Bernd Kammerer (.) Haben die Mainmetropole wegen ihrer Urbanität ausgesucht: Schauspieler Moritz Bleibtreu (links) und Regisseur Özgür Yildirim.
Frankfurt. 

Ei, Gude, wie?!“ Schauspieler Moritz Bleibtreu , bekannt aus Filmen wie „Knockin’ on Heaven’s Door“, „Elementarteilchen“ oder „Lola rennt“ stellt seine Kenntnisse der hessischen Mundart unter Beweis. Geschehen ist das gestern in einer griechischen Kneipe an der Staufenmauer. Dort verbrachten der 45-jährige Mime, die beiden Schauspieler Kida Khodr Ramadan , der unter anderem in „Drei Türken und ein Baby“ zu sehen war, und Edin Hasanovic , der bei „Mordsfreunde“ mitspielte, sowie der Regisseur einen Teil ihrer Mittagspause.

In Frankfurt sind sie zurzeit schwer am Schaffen, drehen den Film „Nur Gott kann mich richten“, der im Gangster-Milieu der Mainmetropole spielt. Seit Mitte September arbeitet das Team an der Verwirklichung dieses Streifens. „Wir versuchen mit relativ wenig Geld einen großen Film zu machen“, erklärt Bleibtreu. Was auch sonst? Wobei das mit dem Geld so eine Sache ist. 350 000 Euro gab es von der hessischen Filmförderung für den Gangster-Streifen. Wie viel er insgesamt kostet, das kann vor Ort niemand sagen.

„Frankfurt, das ist eine sehr gewachsene Stadt ohne Profilallüren“, sagt Bleibtreu, der vor allem das Bahnhofsviertel in sein Herz geschlossen hat. Klar: „Ich selbst bin im Hamburger Bahnhofsviertel Sankt Georg groß geworden und so, wie es jetzt hier aussieht im Bahnhofsviertel, so sah es in meiner Kindheit in Sankt Georg aus.“ War wohl als Kompliment gemeint vom Mann, der in seiner Jugend mal in Darmstadt ein Schauspielseminar besucht hat. „Das ist eine Welt, die nach ihren eigenen Regeln lebt, und jeder, der nach bürgerlichen Konventionen aufgewachsen ist, findet das spannend“, versucht Bleibtreu die Faszination, die für ihn von diesem Viertel ausgeht, in Worte zu fassen. „Eine nicht einsehbare und gleichzeitig Angst einflößende Welt.“ In Frankfurt ist das „eine sehr homogene Geschichte, die auf ihre Art und Weise zu funktionieren scheint, weil es ganz eigene Regeln und Strukturen gibt. So etwas, so geballt, zu erleben“, sei in Deutschland nirgends sonst möglich. Das war auch der Grund, „warum wir uns für den Dreh für Frankfurt entschieden haben“. Hier ließe sich diese urbane und kalte Welt erzählen. „Wir ziehen hier ein straffes Programm durch“, so Bleibtreu, der erstmals auch als Produzent in Erscheinung tritt. „Dazu gekommen bin ich ein bisschen wie die Jungfrau zum Kinde. Das war auch eine Idee von Produzent Christian Becker , der mich ansprach. Das hat mich dann sehr gereizt.“

Es sind lange Drehtage für das Team. „Wenn du abends nach Hause kommst, bist du froh, wenn du einen Teller Salat bekommst und dann geht es schnell ab ins Bett. Viel Zeit, um die Stadt zu erkunden bleibt da nicht“, so der Schauspieler, der die ganze Drehzeit über im Hotel wohnt.

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