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Musical-Star mit bösen und guten Träumen

Gaines Hall singt Jazz und Swing mit großer Stimme und viel Leidenschaft. Foto: Kammerer, Bernd (.) Gaines Hall singt Jazz und Swing mit großer Stimme und viel Leidenschaft.
Frankfurt. 

Gerade erst hat Musical-Star Gaines Hall die Koffer ausgepackt, drei Wochen Urlaub bei seinen Eltern in den USA liegen hinter ihm. Noch immer wird der 47-Jährige identifiziert mit seiner Rolle im Musical „Sunset Boulevard“, das im eigens gebauten Rhein-Main-Theater in Niedernhausen Geschichte schrieb. „Mit meiner damaligen Kollegin Helen Schneider habe ich noch immer ein sehr gutes Verhältnis, wir sehen uns ab und zu in Berlin, wo sie lebt“, erzählt er. Am Sonntag kommt der Sänger nach Frankfurt, für ihn „fast ein Heimspiel“. Wiesbaden, wo er elf Jahre zu Hause war, ist nicht weit. Im Theatrallalla von Thomas Bäppler-Wolf wird er solo „ganz persönliche“ Lieder singen, viel Swing, Klassiker und Musical-Repertoire. „Thomas kenne ich seit einem Vierteljahrhundert, er produzierte auch mein erstes Soloprogramm.“

Bevor es wieder auf die Bühne geht, seien ein paar stramme Einheiten auf dem Fitness-Laufbahn angesagt, „der Urlaub war schön gemütlich, gutes Essen und so“, lacht der Sänger.

Doch ganz legte er in den letzten Wochen die Füße nicht hoch, in der Nähe von Chicago gab er ein Benefizkonzert für die Frank Lloyd Wright-Stiftung, die sie um das Erbe des berühmten Architekten kümmert. „Ich sang in einem der ersten Häuser, die Wright zu Beginn des 20. Jahrhunderts entworfen hat. Mein Vater ist auch Architekt, das Thema interessiert mich.“

Weiter ging es zur Mutter an die Golfküste von Florida. Die Tanzschule, wo auch Gaines Hall seine ersten Stepptanzschritte lernte, habe sie aufgegeben. „30 Jahre sind genug“, sagt der Sohn, wirbt aber: „Stepptanz ist einer der Tanzarten, die man auch als Erwachsener noch gut erlernen kann. Ein tolles Konditionstraining.“

Die Stippvisite am Main will er nutzen, um mal wieder in der „Schönen Müllerin“ bei Äppler und Handkäse zu sitzen, „mein Lieblingslokal in der Stadt“. Gut möglich, dass ihn, so nah an seiner alten Erfolgsbühne, nachts ein Alptraum heimsucht. „Bis heute träume ich manchmal, dass das Bühnenhaus der Sunset-Diva Norma Desmond nicht rechtzeitig in den Schnürboden hochgefahren wird oder ich das falsche Kostüm trage, was tatsächlich nie vorkam.“ Seine Erinnerungen lassen ihn offensichtlich nicht los, immerhin spielte er das Stück knapp zwei Jahre, „achtmal in der Woche“. Aber er hat auch angenehme Träume: „Ich möchte im Musical ,City of Angels‘ eine Rolle ergattern. Das Stück hat sehr viel Tempo; Swing und Jazz aus den 40er Jahren liegen mir einfach.“ fai

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