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Stadtgeflüster: Nächster Weltrekord in der Arena

Bestsellerautor und zweifacher Weltrekordler Stefan Gemmel will in der Commerzbank-Arena seinen dritten Rekord holen. Bilder > Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) Bestsellerautor und zweifacher Weltrekordler Stefan Gemmel will in der Commerzbank-Arena seinen dritten Rekord holen.

Zurzeit sitzt er in einer der Logen der Commerzbank-Arena, grübelt, macht sich Notizen, schreibt, verwirft, streicht und fügt hinzu. Das ist für Spiegel-Bestsellerautor Stefan Gemmel sein täglich Brot. Mit Büchern wie „Im Zeichen der Zauberkugel“, das im Carlsen Verlag erschien, der Trilogie „Schattengreifer“ aus dem Baumhaus Verlag sowie dem Kinderbuch „Mumienwächter“, veröffentlicht bei „Edition Zweihorn“ hat er sich einen Namen gemacht.

Aber nicht nur als Schriftsteller ist der Mann, der bald seinen 48. Geburtstag feiert, bekannt, sondern er ist auch auf der Jagd nach Weltrekorden. Zwei hat er bereits aufgestellt. Vor gut sechs Jahren stellte er zusammen mit dem „Leserattenservice“ seinen ersten auf, als er mit zwei Lesungen vor jeweils mehr als 5000 Kindern in Koblenz das bis dahin größte Publikum bei der Lesung eines einzelnen Autors erreichte und die Aufnahme ins „Guinness-Buch der Rekorde“ schaffte.

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Ungefähr drei Jahre später glückte ihm erneut ein Weltrekordversuch, wieder in Gemeinschaft mit dem „Leserattenservice“. Damals zog er mit der schnellsten Lesereise der Welt durch die Republik und veranstaltete 82 Lesungen in 13 Tagen, zehn Stunden und sieben Minuten in ganz Deutschland.

Nun soll am 18. Mai in der Commerzbank-Arena der dritte Weltrekord her. Denn Stefan Gemmel möchte seine Bestmarke von 2012 noch einmal übertreffen und mehr als 10 000 Mädchen und Jungen von der ersten bis zur sechsten Klasse zum Lesen ins Stadion locken. An einem Tag, versteht sich.

Deshalb sitzt er auch in der Weltmeisterschaftsarena. Denn er schreibt an der Geschichte, die dann Mitte Mai vorgelesen wird. „Es läuft gut“, sagt Gemmel. „Wenn es so weitergeht, bin ich morgen mit der Rohfassung fertig. Die Geschichte spielt im Stadion und die Kinder werden bei der Veranstaltung das Gefühl haben, sie wären mittendrin“, erklärt der Autor. Geplant ist, dass einmal er liest und dann alle gemeinsam lesen.

Patrik Meyer , Geschäftsführer der Stadion Frankfurt Management GmbH kündigt an: „Ich werde auch mitlesen.“ Meyer ist überzeugt, „dass wir den Weltrekord schaffen“ – allein auch deshalb, weil das Stadion sich als „Arena der Weltrekorde versteht“. So gab es hier den Weltrekord bei Tag des Handballs oder bei der großen Zaubershow des Magier-Duos Ehrlich Brothers. „Das ist Teil unseres Profils und wir möchten unserem Ruf gerecht werden, dass wir eine innovative und außergewöhnliche Arena sind“, erklärt Meyer.

„Unsere Intention ist zu zeigen, dass Sport und Lesen vereint sein können“, schildert Stefan Gemmel die Intention seiner Aktion. Viele würden die Meinung vertreten, dass entweder nur Sport machen oder nur lesen ginge, aber das Gegenteil sei der Fall. Aus der Erfahrung des ersten Weltrekords weiß er, dass es gelingen kann. „Wenn alle gleichzeitig mit Lesen beschäftigt sind, entsteht etwas ganz Besonderes“, erklärt er.

Auch das Eintracht-Maskottchen, der Adler Attila, spielt in Stefan Gemmels Geschichte, die noch keinen Titel hat, eine wichtige Rolle. Die Story basiert auf Gemmels Buchreihe „Die Zauberkugel“. Kopfzerbrechen bereitet ihm ein wenig, dass es mit der Zeit ein wenig eng werden könnte. Schließlich müssen die Mädchen und Jungen von dem Weltrekordversuch erfahren. Das soll über die Schulen laufen, die eine Information erhalten. „Der Termin für unseren Versuch konnte erst festgelegt werden, als alle Spieltage der Bundesliga feststanden“, erklärt Gemmel.

(es)

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