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Schauspielerin stellt ihr erstes Musikalbum vor: Natalia Avelon startet durch

War auf Stippvisite in der Mainmetropole: Natalia Avelon. Foto: Bernd Kammerer (Presse- und Wirtschaftsdienst) War auf Stippvisite in der Mainmetropole: Natalia Avelon.
Frankfurt. 

Es ist gut zehn Jahre her. Da wurde die damals 27-jährige Natalia Avelon so richtig bekannt. Im Film „Das wilde Leben“ verkörperte sie an der Seite von Matthias Schweighöfer und Milan Peschel das Model Uschi Obermaier . Damals schon fiel sie nicht nur wegen ihrer Darstellung, sondern auch wegen ihrer Stimme auf. Sie nahm mit „Him“-Frontmann Ville Valo den Song „Summer Wine“ auf und stürmte damit die Charts.

Es folgten ein paar Kinofilme und einige Fernsehproduktionen. Doch durchgestartet ist die attraktive Frau nie so richtig. Nun, eine Dekade nach „Das wilde Leben“, erschien das Debüt-Album der 37-Jährigen. „Love Kills“ (Liebe tötet) heißt es und einige prominente Helfer wirkten mit. Guy Chambers etwa, der sonst mit und für Superstar Robbie Williams Lieder schreibt. „Von der Energie und Attitüde her fand er Blondie und Joan Jett passend für mich“, so Natalia Avelon. „Doch auf diesem Album habe ich erstmal meine Melancholie verarbeitet“, sagt sie. Mal sehen, ob spätere Alben rockiger werden.

Mit von der Partie war auch Bela B. , einer der drei „Die Ärzte“, der schon einmal eine Zusammenarbeite mit der schönen Natalia abgelehnt hatte. „Aber jeder verdient eine zweite Chance – auch Bela“, sagt Avelon augenzwinkernd beim Frühstück in einem Frankfurter Hotel im Bahnhofsviertel. Sie trägt ein schwarzes T-Shirt der Gruppe „Red Hot Chili Peppers“ und ist bester Laune. Zurzeit befindet sie sich auf Tour, um das Album, an dem sie gut anderthalb Jahre lang gearbeitet hat, zu bewerben. Das ist ihr Baby. „Es war aber alles andere als eine schwere Geburt“, so Avelon.

„Das ist doch für ein Album noch relativ kurz. Die Dinge für diese CD haben sich auf eine sehr glückliche Art und Weise gefügt und ich bin sehr glücklich damit.“ Sechs von 13 Songs schrieb sie selbst. Und auch sonst hatte sie überall ihre Hände mit im Spiel. Beim Artwork, beim Mischen, beim Video. „Das ist einfach mein Album.“ Gerne hätte sie auch komponiert, sagt sie. Aber das könne sie nicht. Sie habe zwar mit drei oder vier Jahren begonnen, Klavier zu spielen. Mit acht aber schon wieder damit aufgehört. Vielleicht hätte sie sich kompositorisch mehr zugetraut, wenn sie das Instrument länger gespielt hätte.

Nun stellt Natalia Avelon „Love Kills“ auch live vor. „Ich hatte Auftritte in kleinen Bars“, erzählt sie. „Jetzt geht’s los. Ich will mich gut vorbereiten und so richtig eingrooven. Der erste Auftritt war sehr intim in der Bösen Buben Bar in Berlin vor 80 Leuten.“ Für sie gilt es nun, sich fit zu machen für die Live-Situation. Konzerte beim Saarspektakel und beim Sachsen-Anhalt-Tag stehen an. Es sind ihre ersten Live-Gehversuche, denn trotz des Erfolges wurde „Summer Wine“ nie live aufgeführt. „Jetzt spiele ich es als Zugabe.“ „Live-Musik ist etwas anderes als Theater und Schauspiel. Wenn ich Musik mache, dann bin ich nackt auf der Bühne. Ich bin dann ich, ich spiele nicht.“ Sie hofft, auch mal in Frankfurt aufzutreten. Gedreht hat sie in der Mainmetropole aber schon mehrere Male – unter anderem beim Taunuskrimi. „Einmal auch in einem Laufhaus. Das war hart“, erinnert sie sich. Frankfurt, „das gehört irgendwie zu meiner Heimat“, so Avelon, die aus Ettlingen bei Karlsruhe kommt.

Natalia Avelon legt nur einen kurzen Stopp in Frankfurt ein. „Ich fahre gleich zu meinen Eltern nach Baden“, erklärt sie. Momentan hat sie fürs Schauspielern keine Zeit. „Ich konzentriere mich aufs Album.“ Käme jetzt aber ein passendes Angebot, würde sie auch nicht nein sagen.

(es)
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