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Neuer Anlauf für den Frühlingsball

Weil es mit dem Spendenaufkommen beim Frühlingsball nicht so lief wie erhofft, musste nach drei Ausgaben eine Lösung her. Deshalb geht die vierte Benefizgala zugunsten des Blüten- und Schmetterlingshauses im Palmengarten nun unter einer neuen Führung über die Bühne.
Hoffen auf eine Zukunft für den Frühlingsball: Antje Mann, Palmengarten-Chef Matthias Jenny und Julia Zissu-Rüster (v.l.). Foto: Bernd Kammerer (.) Hoffen auf eine Zukunft für den Frühlingsball: Antje Mann, Palmengarten-Chef Matthias Jenny und Julia Zissu-Rüster (v.l.).
Frankfurt. 

Bisher stellte der Unternehmer Erhard Priewe die Veranstaltung auf die Beine. Gestern präsentierte Matthias Jenny, Chef des Palmengartens, die „Neuen“ vor. Dabei handelt es sich um die Frankfurter Agentur „Zerotwonine“. Und sie haben sich viel vorgenommen.

So wie auf dem Areal des jetzigen Blütenhauses, das im Herbst abgerissen wird, bald etwas Neues entsteht, so soll auch der Ball neu erblühen. Deshalb steht die Großveranstaltung im Zeichen der Verwandlung. Dabei behalten die Gesichter des Frühlingsballs, Antje Mann und Julia Zissu-Rüster von „Zerotwonine“, erfolgreiches der vorherigen Jahre bei, setzen aber einen anderen Fokus. „Am Ende muss eine schwarze Null stehen“, macht Jenny deutlich. Das Geld dafür müsse durch dem Verkauf der Tickets kommen. „Separat dazu ist die Summe zu sehen, die durch Spenden zusammenkommt“, hebt er hervor. Das Spendenaufkommen sei jährlich geschrumpft. Waren es 2013 68 000 Euro, die die Ballbesucher spendeten, ging die Summe ein Jahr später auf 58 000 Euro zurück. Im vergangenen Jahr waren es noch 33 000 Euro. Zu wenig. Und: „Man darf mit Spenden den Ball nicht finanzieren.“

In drei Jahren sei es nicht gelungen, „schwarze Zahlen zu schreiben“. Deshalb gab es im Sommer einen Wettbewerb, bei dem vier Agenturen ins Rennen gingen. Unter ihnen auch Priewe. „Er hat aber kein Konzept eingereicht“, berichtet Jenny. Priewe habe vor vier Jahren versprochen, „schnell ganz viele Spenden zu generieren“, erzählt Jenny. Das habe er nicht geschafft. Es wäre jedoch schade, so Jenny, „die Investition, die die Stiftung in den Ball getätigt hat, hinzuschmeißen“. Deshalb dieser neue Anlauf.

Es soll mehr Geld fließen

Dabei sind Blüten und Schmetterlinge nicht nur das Thema des guten Zwecks, sondern auch der rote Faden des Abends. Schließlich war ein weiterer Kritikpunkt, dass „immer mehr aus den Augen verloren wurde, dass der Ball eine Benefizgala für die Stiftung ist“.

Mehr Geld soll in die Kasse der Stiftung fließen. Und das wollen die neuen Organisatoren unter anderem durch eine Auktion und eine Tombola erreichen. 1400 Tickets werden angeboten. 750 davon sind Flanierkarten. Die teuerste Karte kostet 499 Euro, Flaniergäste zahlen 99 Euro. Zwar rücken die Veranstalter noch nicht mit allen Höhepunkten des Abends raus. Die beiden musikalischen Magneten, die die Besucher anlocken sollen, verrieten sie aber. Zum einen ist es Tom Gaebel, der als deutscher Frank Sinatra gehandelt wird und an diesem Abend mit seiner Bigband anreist. Zum anderen ist es Ivy Quainoo, die vor Jahren die erste Staffel von „The Voice of Germany“ gewonnen hat.

Bisher nur ein Grobkonzept

Ob Menschen, die die Möglichkeit haben, fast 500 Euro für eine Karte zu bezahlen, diese beiden Künstler kennen, ist zumindest fraglich. Das Konzept, das Zissu-Rüster und Mann gestern vorstellten, sei nur ein „grobes“. Bleibt für die Macher zu hoffen, dass es etwas feiner wird, in den kommenden Wochen und Monaten. Zu wünschen wäre das allen Beteiligten, schließlich ist der Frühlingsball eine gute Sache und immerhin sind in den vergangenen drei Jahren 159 000 Euro zusammengekommen. Was nicht wirklich wenig Geld ist. Übrigens sagte Jenny, dass er im ersten „Zerotwonine“-Jahr mit Spenden in Höhe von 30 000 bis 40 000 Euro rechnet. Fernziel seien allerdings die ohnehin immer schon angepeilten 100 000 Euro.

(es)
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